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Clemens Riedel: „Ich war sicher, dass er Elfer gibt“

Clemens Riedel, SV Darmstadt 98 - SSV Ulm 1846

Clemens Riedel, SV Darmstadt 98 - SSV Ulm 1846

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Kapitän Clemens Riedel sprach nach dem 1:1 gegen Ulm über Verbesserungsbedarf, die strittigste Szene des Spiels und gab sich optimistisch mit Blick auf das Pokal-Spiel gegen Dresden.

Clemens, wie gut könnt ihr mit dem Punkt gegen Ulm leben?

Sagen wir es mal so: besser als verloren. Natürlich hatten wir uns mehr erhofft, gerade nach dem Spiel letzte Woche gegen Köln. Aber unser Matchplan ist trotzdem größtenteils aufgegangen. Wir haben dominanten Fußball gespielt. Vielleicht können wir uns noch die eine oder andere hundertprozentige Chance mehr herausspielen. Aber ansonsten war es ein gelungener Auftritt.

Ich sah von außen so aus, als wären da einige Ungenauigkeiten in eurem Spiel gewesen. Würdest du das auch sagen?

Auch wenn man so viel Ballbesitz hat, muss man natürlich immer hoch konzentriert sein und darf nicht unachtsam sein. Deswegen müssen wir schauen, dass wir da noch konsequenter auch hinten absichern. Aber ich glaube, wenn wir das 1:1 nicht kriegen durch die eine Unachtsamkeit, dann gewinnen wir das Spiel.

Ulm hat relativ viele Fehler im Aufbauspiel gemacht. So ist ja auch das 1:0 entstanden. Aber ansonsten konntet ihr die Fehler nicht nutzen. An was lag das?

Ja, das stimmt. Wir haben die eine Situation gut gelöst mit dem Tor. Aber die kam dann in der ersten Halbzeit noch zwei-, dreimal. Wenn wir da noch zielstrebiger den tiefsten Spieler finden oder aufs Tor gehen, können wir noch mehr Treffer machen.

Ihr hattet viel Ballbesitz, aber die ganz klaren Torchancen hattet ihr auch nicht in Massen. Woran hat das gelegen?

Das lag daran, dass Ulm wirklich sehr gut hinten stand, sehr kompakt steht als Pulk. Wir hatten weniger Spieler vorne, weil wir hinten mit mehr Spielern aufgebaut haben, um sie in der ersten Linie zu überspielen. Und so hat vorne bei uns dann die Durchschlagskraft gefehlt, um noch mehr Chancen hrrauszuspielen.

Immerhin wird Fraser Hornby so langsam zum Torjäger …

Ich glaube, als Stürmer ist es oft so: Wenn man einen Lauf hat, dann gehen die Dinger rein, die sonst nicht reingehen. Das ist das Schöne. Und mich freut es unheimlich für ihn, weil er wirklich eine schwere Zeit hatte, lange verletzt war, lange kein Tor gemacht. Wir wissen um seine Qualitäten. Er hat eigentlich alles, was ein Stürmer braucht. Jetzt bringt er auf den Platz, was er immer im Training zeigt.

Trainer Florian Kohfeldt hat gesagt, ihr hättet einen Handelfmeter bekommen müssen. Hast du die Szene auf dem Platz gesehen?

Ich habe das direkt gesehen und ich war mir sicher, dass der Schiedsrichter Elfer gibt, weil der Ulmer Spieler den Ball an den ausgestreckten Arm kriegt. Klar war das aus einer kurzen Distanz, das ist dann immer unglücklich. Ich habe mit dem Schiri geredet, aber der meinte, das sei schon gecheckt. Ich muss mir das nochmal in Ruhe anschauen. Aber jetzt kann man das eh nicht mehr ändern.

Am Mittwoch steht schon das Pokalspiel in Dresden an? Mit welchen Gefühlen blickt ihr da nach vorn?

Das wird ein geiles Spiel. Mittwochabend in Dresden, Flutlicht. Ich glaube, etwas Geileres gibt es nicht. Wir dürfen die auf keinen Fall unterschätzen. Ich glaube, das wird nicht nur schöner Fußball werden. Im Pokal heißt es immer: Kämpfen! Am Dienstag fliegen wir schon los. Und dann hauen wir Dresden weg (grinst).

(Aufgezeichnet in der Mixed Zone mit Clemens Riedel nach dem Spiel)

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Bildquellen

  • SVD-ulm-2024-25-blog-0022: Arthur Schönbein
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