Stuttgarts Nick Woltemade wechselt für 90 Millionen Euro, für Dortmunds Maximilian Beier gibt es angeblich eine 70-Millionen-Euro-Offerte – da sollten für Lilien-Angreifer Isac Lidberg doch zumindest zehn Millionen Euro drin sein?
Nach Lidbergs Drei-Tore-Auftritt gegen Bochum am ersten Spieltag hatte Trainer Florian Kohfeldt zwar noch gesagt, es müsse schon „ein richtig unmoralisches Angebot“ (->) kommen, damit man über einen Transfer des schwedischen Stürmers nachdenke. Zum Ende des Sommertransferfensters häufen sich nun zumindest bei anderen deutschen Klubs die unmoralischen Angebote aus England, wo sogar Mittelklassevereine kein Problem damit haben, hohe zweistellig Millionenbeträge für Spieler zu berappen, die nicht einmal eine Handvoll Länderspiele bestritten haben.
Kohfeldt hatte bereits nach dem Hertha-Spiel gesagt, dass er davon ausgehe, dass außer dem mittlerweile an Aschaffenburg verliehenen Othmane El Idrissi (->) keine Spieler mehr den Verein verlassen werden. Am Freitag betonte er, dass sich an dieser Position nichts geändert habe. „Mir sind auch keine Informationen zugeflossen, die mich meine Position oder Aussage überdenken lassen“, sagte er schmunzelnd.
Unverkäuflich ist keiner
Was bis Transferschluss am Montag jedoch alles noch passiert, liegt nicht allein in der Hand des Trainers. Und auch nicht in der Hand von Sportdirektor Paul Fernie, der auf die gehäuften Nachfragen zum aktuellen Stand bei möglichen Abgängen zwar britisch-freundlich, aber zumindest latent auch ein wenig genervt wirkte. Unverkäuflich – das geht aus den Aussagen der Verantwortlichen hervor – ist kein Spieler des SV Darmstadt 98.
So hatte Fernie kurz vor Saisonbeginn erklärt, dass man grundsätzlich ein Interesse habe, Transfererlöse zu erzielen. „Klar ist, dass die wirtschaftlichen Bedingungen eines Transfers immer in einem Verhältnis zu diesem sportlichen Wert stehen müssen“, sagte der Lilien-Sportdirektor damals. Die Wechselfrist läuft noch bis Montag um 20 Uhr. Erst dann kann man sicher sein, wer bei den Lilien bleibt – zumindest bis zur Wintertransferperiode.
Auch Zugänge nicht ausgeschlossen
Nicht komplett ausgeschlossen ist auch, dass möglicherweise noch ein Spieler zu den Lilien kommt. Neben El Idrissi hat auch Innenverteidiger Clemens Riedel den Verein in der vergangenen Woche verlassen. Und gerade in der Abwehr könnte noch etwas Bedarf bestehen – auch vor dem Hintergrund, dass die beiden Rechtsverteidiger Sergio Lopez und Matthias Bader zuletzt nicht fit waren.
Kohfeldt hatte jedenfalls mögliche Zugänge nicht kategorisch ausgeschlossen. Bei etwaigen Neuverpflichtungen haben die Lilien aber nicht ganz so viel Zeitdruck. Denn nach Ende des Transferfensters am Montag können noch immer vereinslose Spieler verpflichtet werden – so wie in der vergangenen Saison, als der SV Darmstadt 98 die vertragslosen Philipp Förster und Marco Thiede ans Böllenfalltor holte.
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Bildquellen
- SVD-BOC-2025-26-lilienblog-0042: Arthur Schönbein
E sbedarf drinegndst einen IV dre auch RV speilen kann! Bader erneut mit Probelmen udn Lopez ein Wackelkandidat. Jetzt wo Riedel weg ist ist da eine latente Lücke im Kader.
Ob Lidberg odre Hornby jemand noch abholt ist eine 50:50 Sache. Da muss es schon unanständig zugehen.