Gute Nachrichten vor dem Hannover-Spiel: Der SV Darmstadt 98 kann bei der anstehenden Auswärtspartie am Samstag voraussichtlich wieder auf seine komplette Offensivabteilung zurückgreifen. Im Heimspiel gegen Bielefeld hatte Trainer Florian Kohfeldt erst Isac Lidberg und dann auch noch Fraser Hornby und Luca Marseiler vom Platz nehmen müssen und Bielefeld war noch zum Ausgleich gekommen.
Auch bei Hornby sei es keine Verletzung, sondern ebenfalls eine Ermüdungserscheinung nach der englischen Woche gewesen, die den Wechsel notwendig gemacht habe, sagte der Lilien-Coach am Donnerstag. Er gehe davon aus, dass die genannten Spieler gegen Hannover zur Verfügung stünden – vorausgesetzt, es passiere nichts mehr in den beiden noch ausstehenden Trainingseinheiten. Weiter fehlen wird sicher nur Fabian Nürnberger, der nach seiner Meniskusoperation aber wieder mit dem Training auf dem Platz begonnen hat und nach der Länderspielpause zurückerwartet wird. Ersatzkeeper Alexander Brunst ist nach seiner Erkrankung wieder gesund, ob es jedoch schon für einen Kaderplatz reicht, ist noch offen.
Vier sieglose Liga-Spiele – Kohfeldt sieht Team dennoch stabil
Vier Spieltage ist der SV Darmstadt 98 in der Liga mittlerweile ohne Sieg. „Das ist auch ärgerlich, weil da zwischendrin zwei schlechte Spiele mit Magdeburg zu Hause und Schalke auswärts waren“, räumte er ein. Allerdings zeigte die Mannschaft gegen Schalke eine starke Leistung und war auch gegen Bielefeld über weite Strecken das bessere Team. Leistungstechnisch sehe er die beiden letzten Spiele als sehr gut von seinem Team. „Für mich ist entscheidend, dass wir da stabil sind.“
Umgetrieben hat den Coach die Einschätzung der zweiten Halbzeit gegen Bielefeld. „Ich möchte mit dem Märchen aufräumen, die zweite Halbzeit wäre die Bielefelder Halbzeit gewesen“, sagte er. „Das ist aus meiner Sicht absoluter Nonsens.“ Bielefeld habe bereits um die 20. Minute auf Mann gegen Mann umgestellt, was seine Mannschaft jedoch taktisch nicht vor große Herausforderungen gestellt habe.
„Man kriegt, was man sich nimmt“
In der zweiten Halbzeit habe Bielefeld zwei Mal aufs Darmstädter Tor und einmal daneben geschossen. Sein Team habe dagegen noch vier gute Gelegenheiten gehabt. „Deshalb möchte ich da auch für meine Mannschaft in die Bresche springen“, sagte er. „Trotz der Auswechslung von vier Leistungsträgern, trotz des Verlustes von Fabian Nürnberger, war sie die klar bessere Mannschaft, auch in der zweiten Halbzeit gegen Bielefeld.“
Der nächste Gegner Hannover sei ein schwieriger Gegner mit einer klaren Spielidee. Es träfen zwei Mannschaften aufeinander, die im Saisonverlauf leistungstechnisch sehr überzeugt, aber vielleicht nicht immer das bekommen hätten, was sie verdient gehabt hätten. „Am Ende ist es halt immer so: Man kriegt, was man sich nimmt“, sagte Kohfeldt.
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Bildquellen
- SVD-dsc-2025-26-blog-0012: Arthur Schönbein


