Dass der SV Darmstadt 98 und die SV Elversberg in der Spitzengruppe der 2. Liga stehen, liegt auch an ihren beiden Topstürmern: Isac Lidberg bei den Lilien und Younes Ebnoutalib bei der Elv. Beiden trafen in der laufenden Saison bereits zehnmal für ihre Klubs und führen gemeinsam die Torjägerliste der 2. Bundesliga an. Sie haben unterschiedliche Stärken, weisen aber auch Gemeinsamkeiten auf.
Ebnoutalib spielte in der Hinrunde der letzten Saison noch in der Regionalliga Südwest für den FC Gießen. Im Januar wurde er von den Elversbergern unter Vertrag genommen, spielte in der anschließenden Rückrunde aber noch keine große Rolle. Diese Saison erlebt der 22-Jährige eine wahre Leistungsexplosion, schwang sich zum Stammspieler und Top-Torschützen auf. Anders als Ebnoutalib war Lidberg bereits letzte Saison der beste Torjäger seiner Mannschaft. Momentan sieht alles danach aus, dass der Schwede die damals erzielten 14 Tore in dieser Spielzeit noch übertreffen wird.
Nur marginale Unterschiede bei der Torquote
Darmstadt-Trainer Florian Kohfeldt prophezeite im Vorfeld des Gipfeltreffens ein „richtig geiles Fußballspiel” (siehe Lilienblog-Bericht ->) und hob die Elversberger Stärken auf verschiedenen Positionen hervor. Angesprochen auf die beiden Stürmer gab er dann aber zu: „Klar, dass meistens die Spieler im Fokus stehen, die den Fuß am Ende hinhalten. Das ist bei uns häufig Isac, bei ihnen häufig Ebnoutalib.”
Das Wörtchen „häufig” ist in der Tat zutreffend. Lidberg erzielte fast die Hälfte aller Tore der Darmstädter, der zweitbeste Elversberger Torschütze steht bei gerade einmal drei Treffern. Die zehn Tore der beiden Stürmer verteilen sich dabei auf ähnlich viel Spielzeit. Ebnoutalib weist eine etwas bessere Torquote auf und braucht im Schnitt nur 91 Minuten pro Tor, während Lidberg alle 97 Minuten einnetzt. Dafür steuerte Lidberg neben den vielen Toren auch einen Assist bei. Ebnoutalib ist bislang noch ohne eigene Vorlage.
Was Lidberg und Ebnoutalib unterscheidet
Lidberg und Ebnoutalib seien unterschiedliche Stürmertypen, sagte Kohfeldt. „Isac ist ein bisschen wuchtiger nach meinem Gefühl und hat in der Box noch diesen Tick mehr Zug. Ebnoutalib ist sehr beweglich und hat eine gute Technik.” Auch mit Blick auf die Daten werden schnell Unterschiede deutlich: Lidberg gewinnt mehr Zweikämpfe (85 gegen 59) und Kopfballduelle (24 gegen neun), ist mit seiner Spielweise noch mannschaftsdienlicher als Ebnoutalib. Der gebürtige Frankfurter gibt dagegen mehr Torschüsse ab (36 gegen 26) – das System von Trainer Vincent Wagner ist stark auf die einzige Spitze Ebnoutalib ausgerichtet. Hinsichtlich der gemessenen Laufdistanz und Anzahl der Sprints liegen die beiden Ausnahmekönner beinahe gleich auf.
Kohfeldt ist sich sicher: „Es wird ein spannendes Duell der beiden Stürmer“, und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Auch wenn sie wahrscheinlich nicht so häufig direkt aufeinanderprallen werden.”
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Bildquellen
- SVD-sgd-2025-26-sblog-0005: Arthur Schönbein


