Mit der Mentalität der Spieler beim SV Darmstadt 98 ist Paul Fernie ausgesprochen zufrieden. „Wir haben eine super Chemie im Team, die sind jedes Spiel bereit, ihre Leistung abzurufen und kämpfen und rennen füreinander – nicht nur von der Nummer eins bis zur Nummer elf, sondern auch die Einwechselspieler und die, die auch mal nicht im Kader stehen“, sagte der Sportdirektor im Lilienblog-Interview.
Das zeige sich auch daran, dass das Team so oft wie kein anderes diese Saison nach einem Rückstand zurückgekommen ist (siehe Lilienblog-Bericht ->). „Die Mannschaft hat eine besondere Art, Rückschläge wegzustecken“, sagte Fernie. „They get over themselves quickly“, sage man dazu auf Englisch. „Das Ego ist einfach an der Seite geparkt und wir machen weiter im Sinne der Mannschaft und dem, was wir erreichen wollen.“
Was die KI auf lange Sicht nicht ersetzen wird
Bei der Zusammenstellung der Mannschaft setzt Fernie vor allem auf Live-Scouting, versucht – wenn möglich – einen potenziellen Neuzugang immer selbst zu sehen. Zudem stützt er sich aber auch auf Data Scouting und Video Scouting.
Obwohl Künstliche Intelligenz (KI) dabei zunehmend zum Einsatz komme, um die Abläufe zu erleichtern und effizienter zu gestalten, gibt es für den Sportdirektor auch Faktoren, die sich auf lange Sicht nicht automatisieren lassen.
Das seien Menschenführung und Menschlichkeit, das Gefühl, für die Dynamik eines Teams und was in gewissen Momenten notwendig sei. „Es reicht eben nicht, dem Coach zu sagen: Wir haben einen geilen Spieler mit Top-Fähigkeiten gefunden, jetzt mach mal. Das wird nicht funktionieren“, stellte der Sportdirektor klar.
Den vollständigen Wortlaut aus dem großen Lilienblog-Interview mit Paul Fernie findet ihr hier (->).
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Bildquellen
- SVD-scp-münster-2025-26-blog-0045: Arthur Schönbein


