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Neuzugang Niklas Schmidt (27) spricht über seinen Wechsel nach zum SV Darmstadt 98, eine Degradierung,  seine Stärken und Hessen Kassel. Die wichtigsten Aussagen nach Stichworten.

Seine Ankunft in Darmstadt vergangene Woche

Meine Freundin und ich wollten gerne irgendwann wieder nach Deutschland. Dass es jetzt so schnell geklappt hat, ist natürlich umso besser. Es ging ja dann alles relativ schnell Richtung Spieltag. Ich lebe zwar noch im Hotel, aber das wird sich schon in den nächsten Tagen regeln. Wenn man die Kabinen im Fußball kennt, dann macht es schon Spaß, jeden Tag da reinzukommen. So viel Quatsch zu hören, macht schon Bock. Und auch seine eigene Sprache wieder zu hören, erfüllt einen mit Stolz. Deswegen genießt man das und man kommt  sehr schnell an. Egal in welcher Kabine.

Die Rückkehr nach Hessen für den gebürtigen Kasselaner

Ich bin in Nordhessen aufgewachsen, habe dann auch ein Jahr in Wiesbaden gespielt, also Südhessen auch ein bisschen kennengelernt und ich fühle mich schon wie zu Hause. Von Hessen Kassel (lange Darmstädter Erzrivale) war ich allerdings sehr weit entfernt, war nie sehr verbunden mit dem Verein, eher mit Baunatal und Vellmar.

Die Entscheidung für Darmstadt

Ich habe ein gutes Gespräch mit Flo (Kohfeldt) gehabt, mit Paul (Fernie) natürlich auch. Mit Paul habe ich auch schon länger Kontakt gehabt. Klar war das ein Pluspunkt für mich. Ich kenne ihn, er kennt mich, ich kenne, wie er spielen will, er kennt, wie ich spiele und es hat dann so zusammengepasst. Beide haben einen großen Anteil daran, dass ich hierher gekommen bin. Und natürlich sieht die Zweite Liga auch von den Klubs sehr cool aus.

Der Tabellenstand und ein möglicher Aufstieg

Natürlich mach es mehr Spaß, wenn man oben steht. Da ist alles ein bisschen einfacher. Aber der Druck kommt auch irgendwann, wenn es Richtung Mai geht. Deswegen versuchen wir jetzt schon sehr viele Punkte zu sammeln.

Sein Fitnessstand nach seinem Kreuzbandriss im Herbst 2024

Ich sehe mich sehr weit. Seit drei, vier Monaten bin ich schon voll im Mannschaftstraining, habe alles mitgemacht, war auch schon im Kader. Leider hat es nicht für mehr Einsatzzeiten als für die Einwechslung im Pokal gereicht. Ich bin auf jeden Fall bereit, auch von Anfang an zu spielen. Aber das entscheidet der Trainer.

Sein Pass gegen Nürnberg, der weder Fraser Hornby noch Isac Lidberg erreichte

Der Pass hat mich schon sehr gewurmt nach dem Spiel. Darüber habe ich den ganzen Abend noch nachgedacht. Aber hey, das passiert. Das sind kleine Abstimmungsschwierigkeiten, aber ich würde sagen, das dauert noch zwei Trainingseinheiten. Dann wissen wir, was der andere will.

Seine Selbstbeschreibung als Spieler

Ein sehr ruhiger Spieler. Ich mag es gerne, wenn Ordnung im Spiel ist. Das versuche ich auch der Mannschaft zu geben, wenn ich im Spiel den Ball habe. Gegen den Ball kann ich auch eklig sein, um viele Ballgewinne zu haben und dem Spiel Struktur zu geben. Ich kann viele Positionen im Mittelfeld spielen. Das ist für einen Spieler heutzutage gar nicht so verkehrt. Aber wenn ich mir etwas aussuchen könnte, würde ich die Doppelsechs favorisieren.

Seine Erfahrungen in zweieinhalb Jahren beim FC Toulouse

Ich habe viel mitgenommen, allein was taktische Sachen angeht. Was das Spiel mit dem Ball angeht und natürlich auch gegen den Ball. Die französische Liga ist sehr fußballerisch geprägt. Da wird sehr viel Fußball gespielt. Wenig lange Bälle. Das Tempo ist nicht so hoch wie hier. Aber natürlich mit der Europa League und auch gegen Paris zu spielen, da kann man sich schon sehr viel abschauen und sehr viel lernen.

Seine Versetzung in die Zweite Mannschaft von Bremen durch damaligen Coach Kohfeldt

Ich glaube, in den Jahren stand ich mir irgendwie selber im Weg. Da wollte ich durch eine Mauer laufen, aber das ging nicht. Flo hat am Ende die Entscheidung getroffen. Aber im Endeffekt war es auch meine Schuld. In den Jahren war ich sehr eigensinnig und wollte mit dem Kopf durch die Wand. Das ging einfach nicht.

Seine Erfahrung aus dem Bundesliga-Aufstieg im Jahr 2022 mit Bremen

Es ist vielleicht ein bisschen nervig zu hören, aber man guckt von Spiel zu Spiel. Wenn man ein Spiel gespielt hat, guckt man zwei Tage später aufs nächste Spiel und was die anderen Gegner machen. Aber klar, wir hatten damals schon eine sehr gute Mannschaft. Vor allem mit den zwei Stürmern (Niklas Füllkrug und Marvin Duksch) hatten wir sehr viel Qualität. Und in der Liga ist eh alles möglich, wie man auch an den letzten Spieltagen wieder gesehen hat. Wir haben sehr viel Qualität im Kader. Aber auch das Spiel gegen Nürnberg hat gezeigt, dass auch jedes Spiel 50-50 sein kann. Und deswegen einfach von Spiel zu Spiel, da kann man jeden Punkt mitnehmen. Auch wenn es mal vielleicht schlechtere Spiele sind: Immer an den Sieg glauben.

(Aufgezeichnet in der Medienrunde mit Niklas Schmidt am Dienstag)

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Bildquellen

  • IMG_5399: Stephan Köhnlein

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