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Spitzenspiel gegen den Siebten: Kohfeldt redet Hertha stark

SV Darmstadt 98 - Hertha BSC

SV Darmstadt 98 - Hertha BSC

Hertha BSC ist für Florian Kohfeldt der absolute Top-Favorit in der Liga, verfügt mit Hannover über den besten Kader. Wieso die Niedersachsen allerdings vor dem 20. Spieltag nur Tabellenfünfter waren und Gegner Berlin sogar nur auf Rang sieben lag, wollte der Trainer des SV Darmstadt 98 nicht erklären. Diese Frage sei komplex und schwer zu beantworten, sagte er. Zudem wolle er nicht über andere Standorte urteilen. 

Von einem Spitzenspiel spricht Kohfeldt mit Blick auf die Partie in Berlin – und das ist nicht nur das übliche Starkreden der Konkurrenz. Ein Blick auf die Marktwerte der einzelnen Vereine bestätigt die Einschätzung des Lilien-Coaches. Im Ranking von transfermarkt.de führt Hertha BSC (62 Millionen Euro) mit großem Abstand vor Hannover (47 Millionen Euro) und Schalke (43 Millionen Euro).

Der SV Darmstadt 98 als Überperformer – wieder einmal

Die Lilien rangieren dagegen mit einem Wert von 30 Millionen Euro nur im Mittelfeld. Wie in den Bundesliga-Aufstiegsjahren 2015 und 2023 performt der SV Darmstadt 98 in der Liga jedoch deutlich über dem Marktwert seiner Spieler. Zugleich ist der Erwartungsdruck am Böllenfalltor überschaubar. Sollte es zum Ende der Saison nicht für den Aufstieg reichen, gäbe es natürlich Enttäuschung. Doch niemand würde danach alles infrage stellen.

Damit befindet sich Darmstadt – ähnlich wie die Top-Sieben-Teams Elversberg und Paderborn – in einer komfortablen Lage. In Berlin, Hannover, auf Schalke, aber auch in Kaiserslautern ist der Aufstieg dagegen quasi Pflicht. Und weil maximal drei Zweitliga-Teams aufsteigen können, wird bei dem oder den Nicht-Aufsteigern nach Saisonende voraussichtlich der eine oder andere Kopf rollen.

Hertha unter Druck – Ein Sieg muss her

Für Marktwert-Spitzenreiter Hertha ist der Druck als aktuell Tabellensiebter besonders groß. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz zwei, auf dem die Lilien derzeit rangieren. Ein Sieg muss für den Klub aus der Hauptstadt im direkten Vergleich am Sonntag her, um den Abstand zu verkürzen. Eine Niederlage gegen Darmstadt wäre zwar voraussichtlich nicht das Ende, aber zumindest ein herber Rückschlag für die Berliner Aufstiegsambitionen. Psychologisch gibt es also auf jeden Fall schlechtere Ausgangspositionen für die Lilien.

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Bildquellen

  • SVD-BSC-Pokal-2025-26-blog-0035: Arthur Schönbein
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