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Vertrag mit Boetius aufgelöst

Jean-Paul Boetius, SV Darmstadt 98

Jean-Paul Boetius, SV Darmstadt 98

Apotheke im Hauptbahnhof

Versuch gescheitert: Ein gutes Jahr nach der Verpflichtung von Jean-Paul Boetius haben sich der SV Darmstadt 98 und der Spieler auf eine Vertragsauflösung verständigt. Das gaben die Lilien am Montag bekannt.

Trainer Florian Kohfeldt hatte bei der ablösefreien Verpflichtung im Januar 2025 erklärt, dass diese ohne die Vorgeschichte des ehemaligen Mainzers und Berliners nicht möglich gewesen wäre. Boetius hatte eineinhalb Jahre wegen einer Hodenkrebserkrankung inklusive Chemotherapie pausieren müssen. Entsprechend leistungsbezogen wird sein bis zum Sommer 2026 datierter Vertrag gewesen sein – und damit auch das finanzielle Risiko für die Lilien. Kohfeldt hatte jedenfalls durchblicken lassen, dass finanzielle Themen bei dem Wechsel keine nennenswerte Rolle gespielt hätten. Hätte Boetius wieder an seine alte Leistungsstärke angeknüpft, wäre es eine Win-Win-Situation für beide Seiten gewesen. Doch die Hoffnung erfüllte sich nicht.

Zwar ließ der mittlerweile 31-Jährige vor allem in der vergangenen Saison punktuell sein Können aufblitzen. In der Mannschaft festspielen konnte er sich allerdings zu keinem Zeitpunkt. Insgesamt bestritt der zentrale Mittelfeldspieler, der in den Niederlanden geboren wurde und für das Nationalteam von Suriname aufläuft, 17 Pflichtspiele für die Südhessen. In der laufenden Saison waren es gerade noch vier Einsätze, davon lediglich zwei in der Startelf. Beim Spiel gegen seinen Ex-Verein Hertha BSC am Sonntag gehörte er nicht einmal mehr zum Kader.

Große Konkurrenz im zentralen Mittelfeld

Auf der Boetius-Position im zentralen Mittelfeld sind die Lilien mit Kai Klefisch, Hiroki Akiyama, Winterneuzugang Niklas Schmidt und Merveille Papela aktuell gut besetzt. Auch Spieler wie Fabian Holland, Fabian Nürnberger oder Marco Richter können dort aushelfen. Vor diesem Hintergrund wären die Chancen auf Spielzeit für Boetius eher gering gewesen.

Sportdirektor Paul Fernie erklärte, man habe in den vergangenen Monaten immer wieder sehr offene und gute Gespräche mit Boetius geführt und sei nun zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen, den Vertrag vorzeitig aufzulösen. „Trotz seiner sportlich nicht immer einfachen Situation bei uns hat sich Djanga vorbildlich verhalten und wir hoffen sehr, dass er einen Verein findet, bei dem er regelmäßig Spielzeit erhält. Zudem drücken wir die Daumen, dass sein großer Traum von einer WM-Teilnahme mit Suriname in Erfüllung geht.“

Hier (->) lest ihr eine Analyse der Situation von Boetius in den vergangenen Monaten. 

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Bildquellen

  • SVD-fcn-2025-26-blog-0005: Arthur Schönbein
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