Zuletzt hatte es erste Hoffnungsschimmer gegeben, jetzt steht fest: Killian Corredor ist nach mehrwöchiger Pause wegen Hüftproblemen zurück und steht dem SV Darmstadt 98 im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserlautern am Samstag wieder zur Verfügung.
„Seit vergangener Woche war er im Aufbautraining, gestern und heute hat er mit der Mannschaft trainiert, und dementsprechend ist er für den Kader morgen wieder ein Kandidat“, sagte Trainer Florian Kohfeldt am Freitag.
Seinen bislang letzten Einsatz hatte der Franzose am 19. Dezember beim 2:2 in Paderborn. Die gesamte Vorbereitung verpasst er. Nachdem die Verantwortlichen zunächst etwas ratlos gewirkt hatten, gab es schließlich eine Diagnose. „Das war alles nicht so einfach“, sagte Kohfeldt und fügte an: „Großes Kompliment an unsere Ärzte, die Kili in ihr Ärzte-Netzwerk gegeben haben.“
Ein Startelfeinsatz ist unwahrscheinlich, obwohl Kohfeldt bei der körperlichen Grundkonstitution Corredors ins Schwärmen geriet. „Man hat bei ihm das Gefühl, dass er selbst nach sechs Wochen Urlaub die nächste Woche wieder spielen könnte.“
„Erste Top-Trainingswoche seit Mitte Dezember“
Auch wenn Matthias Bader und Bartosz Bialek noch ein paar Wochen fehlen, hat sich die Lage bei den Lilien aus Kohfeldts Sicht deutlich entspannt. „Das war jetzt die erste Trainingswoche seit Mitte Dezember, nach der ich hier sitze und sage: Wir hatten eine Top-Trainingswoche.“
Davor habe es immer wieder Kranke und Verletzte gegeben. „Es ist ein bisschen komisch, wenn man zehn Spiele nicht verloren hat, aber diesen richtigen Flow haben wir noch nicht gespürt. Und das hoffen wir, jetzt weiter ausbauen zu können in der Rückrunde.“
Lob für Schmidt – Zweikampf mit Klefisch offen
Bei den drei Winterneuzugängen sieht es mit dem Flow noch unterschiedlich aus. Niklas Schmidt habe ihn überrascht, dass er mehr als 70 Minuten spielen konnte. Nach einer Anpassungsphase in den ersten 15 bis 20 Minuten habe die Leihgabe vom FC Toulouse ein sehr gutes Spiel gemacht. Dass Schmidt zu seinem Startelfeinsatz kam, lag auch daran, dass Kai Klefisch mit einem Infekt kurzfristig ausfiel. Der ist nun auskuriert, wer gegen Kaiserslautern den Vorzug erhält, ist offen. „Da ist alles möglich“, sagte der Lilien-Coach
Bayern-II-Leihgabe Grayson Dettoni mache einen sehr guten Eindruck, sei gut ausgebildet im Passspiel und in der Entscheidungsfindung. Zulegen müsse er noch beim Thema Härte. Aber er wisse, welche Rolle er in Darmstadt habe und dass es auch um Entwicklung für ihn gehe. „Aber trotzdem ist er herzlich eingeladen, jeden hier im Kader herauszufordern“, sagte Kohfeldt.
Linksverteidiger Raoul Petretta, der aus der MLS von Toronto FC kam, musste aus privaten Gründen zuletzt nach Basel und verpasste zwei Trainingseinheiten. Er werde nach einer Pause, die länger war als eine übliche Sommerpause, noch etwas Zeit benötigen, könne aber schon bald zu einer Verstärkung werden.
Trotz Patzer: Maglica weiter vor Vukotic
Ausbaufähig war zuletzt auch die Leistung von Matej Maglica, der gegen Hertha BSC das 0:2 verschuldete. Dennoch sieht es im Moment nicht danach aus, dass Aleksandar Vukotic jetzt ins Team zurückkehrt. „In der Kombination habe ich wahrscheinlich die beiden besten linken Innenverteidiger der Liga“, sagte Kohfeldt. „Das ist eine absolute Luxussituation für uns.“
Für Maglica spreche unter anderem seine Spieleröffnung und seine Offensivstärke. „Aber ich will Vuko gar nicht ruhig halten, denn das wäre ein völlig falscher Ansatz“, sagte Kohfeldt mit Blick auf die Konkurrenzsituation. „Er soll mir jeden Tag mit allem, was er hat, zeigen, dass er unbedingt spielen will.“
Erwartete Aufstellung
Schuhen – Lopez, Pfeiffer, Maglica, Nürnberger – Klefisch, Akiyama, Richter, Marseiler – Lidberg, Hornby
Es fehlen: Bader (Meniskusoperation), Bialek (Sprunggelenkverletzung)
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