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Seit Wochen gehört Fraser Hornby meist zu den besten Spielern des SV Darmstadt 98 – und das ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben. Was der ehemalige schottische U21-Nationalspieler über seine Zukunft und Wechselspekulationen denkt, wie er seine Mitspieler Isac Lidberg und Fynn Lakenmacher einschätzt und welche Hoffnungen er für die WM hegt, hat er nun in einem Mediengespräch verraten.
Fraser, Platz eins in der Liga. Was sind die Gründe für diese Erfolgsgeschichte?
Ich denke, es gibt viele Gründe. Man sieht, dass unsere Form zu Hause über die ganze Saison wirklich gut war. Wir hatten einige Wochen, in denen wir vielleicht nicht so gut gespielt haben, wie wir es uns gewünscht hätten. Aber wir haben trotzdem gute Ergebnisse erzielt, was meiner Meinung nach vielleicht den Unterschied zwischen dieser und der vergangenen Saison ausmacht. Außerdem haben wir einen wirklich guten Teamgeist. Der wird uns bis zum Ende der Saison sehr hilfreich sein.
Du hast in deiner Karriere für mehrere Mannschaften gespielt. Was ist das Besondere an Darmstadt?
Ich hatte von Anfang an ein wirklich gutes Gefühl in Bezug auf den Verein und die Stadt. Wir spüren die volle Unterstützung der Stadt. Ich selbst habe ein bisschen Zeit gebraucht, um hier Fuß zu fassen, weil ich in meinem ersten Jahr eine schwere Verletzung hatte. Aber seit Florian Kohfeldt hier ist und wir ein wirklich gutes Gespräch hatten, habe ich das Gefühl, dass ich wieder zu dem Spieler geworden bin, der ich vorher war. Und dafür bin ich wirklich dankbar.
Hat sich deine Rolle auf dem Spielfeld verändert? Du wurdest ja eigentlich als Stürmer geholt, spielst jetzt aber eher auf der Zehn?
Bis ich 18 war, habe ich im Mittelfeld gespielt. Von daher würde ich sagen, dass mir diese Rolle sogar etwas näher liegt als die Position Nummer neun. Ich habe das Gefühl, dass ich meine besten Spiele mache, wenn ich so viel wie möglich ins Spiel involviert bin. Flo hat das sehr gut erkannt und ich habe viel mit ihm darüber gesprochen, wie ich auf dem Platz das Beste aus mir herausholen kann. Ich glaube, das hat der Mannschaft in diesem Jahr sehr geholfen und mir hat es sehr viel Spaß gemacht, so zu spielen. Es war also für beide Seiten eine gute Sache.
Wir haben viel über das Dreamteam Lidberg-Hornby gesprochen. Doch im vergangenen Spiel hattest du Fynn Lakenmacher als Partner. Das hat doch ziemlich gut funktioniert …
Als sich abgezeichnet hat, dass Isac nicht spielen würde, waren wir natürlich alle enttäuscht. Aber dann gibt es eben Spieler wie Fynn, die so wichtig für unser Team sind, die immer sehr hart trainieren. Und er hatte diese Chance mehr als jeder andere verdient. Ich habe mich also wirklich sehr für ihn gefreut – wie alle anderen, was man ja nach dem Spiel sehen konnte. Das ist es, was man in einer Mannschaft braucht. Verletzungen gehören zum Fußball dazu, und man braucht die ganze Mannschaft, um etwas zu erreichen.
Wie war es denn, mit Fynn zu spielen? Musstest du dein Spiel umstellen?
Ich glaube, für mein Spiel hat sich nicht so sehr viel verändert. Wenn Isac spielt, ist er normalerweise derjenige, der mehr auf der vordersten Position spielt und ich bin irgendwie um ihn herum. Und mit Fynn war es die gleiche Rolle. Er hat so viel Qualität, wenn er mit dem Rücken zum Tor gegen den Verteidiger spielt. Für mich war es also wirklich einfach, mit ihm zu spielen.
Du spielst die zweite Saison in Folge sehr stark. Das merken auch andere Vereine. Wie nah war in der Wintertransferperiode ein Wechsel? Gab es Gespräche? Hat jemand vorgefühlt? Werder Bremen zum Beispiel?
Um ehrlich zu sein, ist das nichts, worauf ich wirklich achte. Wenn etwas passiert, passiert es eben. Aber zurzeit konzentriere ich mich nur auf unseren Verein. Ich genieße meinen Fußball im Moment wirklich sehr und bin sehr gerne hier. Und solange ich hier bin, werde ich mich zu 100 Prozent engagieren.
Wie wahrscheinlich ist es, dass wir das in der nächsten Saison sehen werden?
Wie ich schon gesagt habe: Darüber denke ich momentan nicht nach. Es wird definitiv noch mehr von mir kommen, mehr von uns hier. Alles andere ist nichts, worauf ich mich momentan konzentriere.

Bislang acht Tore und sechs Vorlagen in dieser Saison – Fraser Hornby.
Du stehst nach 19 Spielen bei acht Toren und sechs Vorlagen. Hattest du dir zu Saisonbeginn eine bestimmte Marke bei den Toren gesetzt?
Ich denke, zu Beginn der Saison setzt man sich immer gewisse Ziele. Ich bin in diese Saison mit dem Ziel gestartet, wieder eine zweistellige Zahl von Toren zu erreichen, aber auch mehr Vorlagen zu geben, da ich in der vergangenen Saison nur zwei hatte. Wenn ich also zweistellige Tor- und Vorlagenzahlen erreichen kann, wäre ich sehr zufrieden und würde dem Team sehr helfen.
Du bist ehemaliger schottischer Juniorennationalspieler. Wie schätzt du deine Chancen ein, diesen Sommer zur Weltmeisterschaft zu fahren?
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Das ist etwas, das ich nicht wirklich beeinflussen kann. Ich kann nur hier mein Bestes geben, und was dann im Sommer passiert, passiert eben.
Hat Nationaltrainer Steve Clark sich schon bei dir gemeldet?
Nein, ich hatte noch keinen Kontakt.
Und wie schätzt du die Chancen der schottischen Mannschaft ein?
Das erste Ziel wird sein, die Gruppenphase zu überstehen. Ich denke, dass die Chancen dafür gut stehen. Und dann kann bei Weltmeisterschaftsspielen alles passieren, wirklich alles.
Und es hängt natürlich auch davon ab, ob du in der Mannschaft bist oder nicht …
(lacht) Das hast du gesagt, nicht ich.
(aufgezeichnet in einer Medienrunde mit Fraser Hornby am Dienstag)
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Bildquellen
- SVD-FCK-2025-26-BLOG-0015: Arthur Schönbein
- IMG_5438: Stephan Köhnlein



Lieber Stephan, ich lese deine Interviews immer sehr gerne. Absoluter Qualitätsjournalismus, und ein guter Draht zu den Interviewpartnern, was man auch an den Antworten sieht. Danke dafür, und alles Gute (Guude) für den tollen Lilienblog. Immer wieder ein Genuß!
LG
Benno
Warum sollte jemand für die Fischköpfe spielen wollen? Wenn sie so weitermachen, werden sie nächstes Jahr wahrscheinlich in der zweiten Liga spielen.
Ich meine, das Einzige ist, dass sie fast genauso mieses Wetter haben wie in Schottland.