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Der SV Darmstadt 98 steht nach 21 Spieltagen an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga – und die Statistiken legen nahe, dass die Lilien bis zum Ende da oben mit dabei bleiben. Und auch den Vergleich zu den vier Darmstädter Aufstiegsmannschaften muss das Kohfeldt-Team nicht scheuen.
41 Punkten haben die Lilien bereits auf dem Konto und damit auch statistisch gesehen gute Chancen, nächste Saison eine Klasse höher zu spielen. Ein Blick in die Annalen der 1974 gegründeten 2. Liga offenbart: Insgesamt 94 Teams haben nach 21 Spielen mindestens 41 Punkte gesammelt. Der SVD befindet sich damit in angenehmer Gesellschaft – 67, also mehr als zwei Drittel von ihnen, gelang zum Saisonende der Aufstieg.
Eine Stärke der Darmstädter in dieser Saison sind die wenigen Niederlagen. Seit elf Spielen ist man ungeschlagen und ging überhaupt erst zweimal als Verlierer vom Platz (1:3 gegen Kaiserslautern und 0:1 gegen Schalke). Die anderen Zweitligisten mussten derweil alle bereits mindestens fünf Niederlagen hinnehmen. Auch hier gibt der Blick ins Archiv aus Lilien-Sicht Anlass zum Optimismus: Von den 31 Mannschaften, die zum gleichen Zeitpunkt höchstens zweimal verloren hatten, spielten 25 eine Saison später in der Bundesliga. Das entspricht einem Anteil von über 80 Prozent. Nur sechs von 31 Mannschaften mussten trotz der vermeintlich guten Ausgangslage im Unterhaus bleiben. Zuletzt war dies beim Hamburger SV der Fall, der in der Saison 2021/22 nach 21 Spielen ebenfalls erst zweimal verloren hatte.

Mit Torsten Lieberknecht gelang 2023 der bislang letzte Bundesliga-Aufstieg.
In den Fußstapfen der Darmstädter Aufstiegsmannschaften?
Der SV Darmstadt 98 ist bislang viermal in die Bundesliga aufgestiegen. Am stärksten waren die Lilien nach Punkten in der Saison 2022/23, als man nach 21 Spielen bei 48 Zählern und nur einer Niederlage stand. Damals war der SVD lange Zeit souveräner Tabellenführer und verspielte erst am Ende mit drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen die Meisterschaft – auch „Kirsche“ genannt.
Auch in den Saisons 1980/81 und 1978/79 stand man mit 46 beziehungsweise 42 Punkten etwas besser da als zum aktuellen Zeitpunkt. Beide Mannschaften stiegen als souveräner Meister der Südstaffel in die Bundesliga auf. Die Aufstiegsmannschaft von 2014/15 schneidet nach 21 Spielen dagegen etwas schwächer ab. Das Team von Trainer Dirk Schuster hatte zwar ebenfalls erst zweimal verloren, aber bereits elfmal Unentschieden gespielt. Das entspricht 35 Punkten. Der Aufstieg sollte am letzten Spieltag in einem Herzschlagfinale gegen St. Pauli gelingen.

Am Ende reichten 59 Punkte zum Durchmarsch in die Bundesliga – die Lilien in der Saison 2014/15.
Mehr Tore als unter Schuster und Lieberknecht
Was das Torverhältnis angeht, bewegt sich die aktuelle Lilien-Elf im Vergleich mit den vier Aufstiegsmannschaften im Mittelfeld. Die Mannschaft mit dem Sturmduo Isac Lidberg und Fraser Hornby steht aktuell bei 40 erzielten Treffern und stellt die beste Offensive der Liga. Da können die beiden letzten Aufstiegsmannschaften nicht mithalten: In der Saison 2022/23 hatte man nach 21 Spielen 36-mal getroffen, 2014/15 nur 26-mal.
Anders die sogenannten Feierabendprofis aus der Saison 1977/78: Das Team von Trainer Lothar Buchmann hatte zu diesem Zeitpunkt 47 Tore erzielt. Drei Jahre später standen die Lilien mit dem damaligen Traumsturm um Vereins-Rekordtorjäger Peter Cestonaro und dem späteren Zweitliga-Torschützenkönig Horst Neumann nach 21 Spielen sogar bei beeindruckenden 60 Treffern.
In der Defensive schneiden die beiden älteren Aufstiegsmannschaften mit 33 beziehungsweise 30 Gegentoren etwas schwächer ab. Die aktuelle Lilien-Verteidigung steht mit 22 kassierten Treffern deutlich stabiler da, kommt aber nicht an die Abwehr-Bollwerke von 2014/15 und 2022/23 heran. Die letzten Aufstiegsmannschaften mussten nach 21 Spielen beide nur jeweils 16 Gegentore hinnehmen.
Mit Blick auf die Zahlen braucht sich der SV Darmstadt von 2025/26 keinesfalls vor den vier Aufstiegsmannschaften zu verstecken. Ob es am Ende tatsächlich für Aufstieg Nummer fünf reicht oder man entgegen vielversprechender Statistiken den Sprung in die Bundesliga verpasst, ist nach 21 Spieltagen einfach noch nicht abzusehen.. Fest steht, dass ein Aufstieg in Darmstadt weder dringend benötigt noch zwingend erwartet wird – ein Vorteil, von dem auch die vier vorangegangenen Aufstiegsmannschaften profitiert haben.
Von Lilienblog-Mitarbeiter Lauro Meisterjahn.
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Bildquellen
- 053-SVD-FCM–Aufstieg-2022-23-blog-0094: Arthur Schönbein
- aufstiegsfeier-013-06: Arthur Schönbein

