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Nürnbergers Ausfall, Hollands Auswechslung, die Schiedsrichter-Leistung oder das Blut von Corredor – Florian Kohfeldt hatte nach dem 2:1 des SV Darmstadt 98 über Düsseldorf einiges zu erzählen und zu erklären. Die wichtigsten Aussagen des Lilien-Trainers im Gespräch nach der Pressekonferenz.
Sein Gespräch mit einem heftig gestikulierenden Markus Anfang nach der Pressekonferenz
Alles gut. Wir haben ein bisschen über Fußballphilosophie gesprochen. Zwischen uns gibt es überhaupt kein Thema heute. Und ich habe es nochmal gesagt: Düsseldorf macht das gut. Wir haben es heute aber auch defensiv schlecht gemacht. Und vielleicht ist es dann ein bisschen auch so, wie Markus es gerade gesagt hat: Es scheint so, dass die Mannschaften, die oben stehen, diese Spiele gewinnen und die, die unten stehen, nicht. Das hat auch etwas mit diesem tiefen Glauben zu tun, den du nur über Siege entwickelst.
Seine Fehleranalyse
Unser Pressing hat zwar in der vordersten Reihe ganz ordentlich stattgefunden, aber dann wurden die Abstände zu groß. Dann haben wir Chip-Bälle kassiert in Zwischenräume. Das ist eher ungewöhnlich. Mit dem Ball fand ich uns trotzdem gut. Da haben wir viele Torchancen herausgespielt und hätten noch mehr herausspielen können, wenn wir im letzten Drittel sauber geblieben wären. Für mich war es ein unentschiedenes Spiel, aber eher ein 3:3 als ein 1:1.
Das Gegentor
Das war ein guter Block gegen unseren Turmspieler Matej Maglica von hinten. Wir spielen da grundsätzlich in Unterzahl und nicht mannorientiert, sondern mit Blockern und Raumspielern. Sie haben den Raum perfekt freigeblockt und dann ist von hinten der Überzahlspieler eingelaufen. Daraus müssen wir lernen.
Das Fehlen von Fabian Nürnberger wegen Oberschenkelproblemen
Es gibt Spieler, bei denen merkt man erst, wie wichtig sie sind, wenn sie nicht da sind. Rafa Nürnberger ist einer von denen. Er organisiert so viel auf dem Platz, was das Thema Restverteidigung angeht, was den Rhythmus angeht. Ein Einsatz in Dresden wird eng. Aber danach können wir wieder drüber reden.
Über den zur Pause ausgewechselten Nürnberg-Ersatz Fabian Holland
Wir haben lange überlegt, ob wir Fabi spielen lassen, weil wir wussten, dass wir ihn da in ein Mismatch schicken. Aber andersrum: Ihn nicht spielen zu lassen, wenn Rafa ausfällt – das macht auch etwas mit einem Spieler. Fabi ist so stabil, der wird damit normal umgehen. Er wird die nächsten Wochen auch wieder spielen, da mache ich mir keine Sorgen. Aber heute war es ein ganz schwieriges Duell für ihn auf der linken Seite.
Die Einwechslung von Luca Marseiler als Linksverteidiger statt Raoul Petretta
45 Minuten schafft Raoul noch nicht körperlich. Die klare Idee in der Halbzeit war deswegen Luca 15 Minuten dort spielen zu lassen. Wir hatten den Luxus, heute jemanden wie Luca auf der Bank zu haben. Es war eine schwere Entscheidung, wen man draußen lässt. Und dann hat Raoul sehr gut gespielt, als er reinkam. Er hat Ruhe reingebracht. Wir haben das im Training schon gesehen und sind extrem froh, dass er da ist. Jetzt hat er die halbe Stunde Spielzeit. Nächste Woche sollte er sicherlich für eine Halbzeit bereit sein.
Isac Lidbergs Ladehemmung
Die Auswechslung heute war wegen der Verletzung. Es war klar, dass 60 bis 70 Minuten ohne hohes Risiko drin sind. Um ihn mache ich mir wirklich keine Sorgen. Er wird wieder treffen. Und dann reden wir wieder alle über Lidberg und wie er die Tore macht. (auf die Frage eines Journalisten, ob Lidberg bei seiner Auswechslung sauer geguckt habe) Der ist per se jetzt eher nicht so der Typ mit Lächeln. Wenn du denkst, das war sauer, dann komm doch mal sonst vorbei.
Ob seine gelbe Karte berechtigt war und wie er den Schiedsrichter gesehen hat
Nein. Aber wie immer: Das bespreche hinterher mit den Schiedsrichtern. Ich finde, diese sehr aufgeheizte Debatte im deutschen Fußball verträgt keine Polemik. Aber ich fand, es war ein hitziges Spiel, in dem beide Mannschaften keine Schärfe reingebracht haben. Das sagt ja schon einiges.
Ob der Blutfleck auf seinem Hoodie vom Schiedsrichter ist
Nein. Es war hart heute. Ich glaube, das Blut ist von Kili. Nach der roten Karte hat er ein bisschen geblutet.
Einheit als Stärke des SV Darmstadt 98
Schuh hat nach dem Spiel im Kreis gesagt, dass er diese Einheit spürt. Da kann es schon auch mal kontrovers werden. Natürlich haben der Paddy und der Marco sich mal angeschissen. Und Schuh war auch nicht immer zufrieden. Und ich habe sicherlich auch nicht 90 Minuten gesagt: Hey, top, was ihr da macht. Aber wir schaffen es immer wieder, in den Fokus zu kommen und uns darauf zu besinnen, was wichtig ist, nämlich: Wie gewinnen wir ein Spiel. Und das ist die größte Stärke an dieser Mannschaft.
Die vorzeitigen Aufstiegsgratulationen der gegnerischen Trainer
Ich habe da immer Probleme auf meinem rechten Ohr hier oben auf dem Podium (Anmerkung: rechts von Kohfeldt sitzt der Auswärtstrainer). Es ist lieb gemeint. Ich fasse es als nette Komplimente auf. Aber ich sage es noch mal ganz deutlich: Das interessiert mich gar nicht, hat keine Relevanz für mich. Relevanz für mich hat nur Dynamo Dresden.
Was Florian Kohfeldt über seinen Kapitän Marcel Schuhen sagt, lest ihr am Sonntag beim Lilienblog.
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Bildquellen
- ebs-SVD-2025-26-blog-0069: Arthur Schönbein
