Nach der guten Leistung von Aleksandar Vukotic gegen Kiel steht Trainer Florian Kohfeldt im nächsten Spiel vor einer schwierigen Entscheidung. Patric Pfeiffer ist nach seine Rotsperre für das Auswärtsspiel gegen Magdeburg wieder einsatzbereit. Matej Maglica ist derzeit gesetzt. Ob sich für Vukotic eine Möglichkeit ergibt, in der Startelf zu bleiben, ist fraglich.
Nach zuletzt wenig Einsatzzeit konnte sich Vukotic gegen Kiel erstmals seit über drei Monaten von Anpfiff an zeigen. Zuletzt spielte der 30 Jahre alte Serbe gegen Elversberg im November eine gesamte Partie. Weil das Innenverteidiger-Duo Maglica und Pfeiffer gut miteinander harmonierte, kam er seither nur noch als Einwechselspieler zum Zug. Seinen ersten längeren Einsatz hatte er vergangene Woche gegen Dresden, als er nach der Pause die Position des vom Platz gestellten Pfeiffers übernahm.
Vom Stammspieler zum Bankspieler
Seit Kohfeldts Amtsantritt war Vukotic in der Startformation gesetzt. Im Verlaufe der Saison etablierte sich jedoch das Duo Maglica-Pfeiffer. Trotz der zuletzt überschaubaren Spielzeit ist Vukotic laut Kohfeldt jedoch weiterhin ein „brutal wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft“ – auf und neben dem Platz. „Natürlich freut es mich unglaublich, dass er heute so ein Spiel gemacht hat“, sagte der Lilien-Coach. Ob es im Saisonendspurt jedoch wieder für regelmäßige Spielzeit reicht, ist unklar. Denn mit Pfeiffer kommt der gesetzte Innenverteidiger – und im Gegensatz zu Vukotic und Maglica ein Rechtsfuß – wieder zurück.
Umstellung auf Dreierkette fraglich
Um alle drei Innenverteidiger auf den Platz zu bekommen, müsste Kohfeldt die erfolgreiche Viererkette auf eine Dreierkette umstellen. Das würde jedoch bedeuten, dass ein anderer Spieler weichen müsste. Zudem wirkten die Lilien mit der Viererkette deutlich stabiler und vor allem gefährlicher nach vorne. Auch in dem Spiel gegen die dezimierten Kieler konnte man einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Systemen erkennen. Nach der Umstellung auf Viererkette fielen direkt nach der Halbzeit zwei Tore für Darmstadt. Mittelfeldspieler Niklas Schmidt sprach nach dem Spiel davon, dass das System „wirklich gegnerabhängig ist“. Als Abgesang auf die Dreierkette wollte er das nicht verstanden wissen: Es könne auch mal „sehr gut helfen“, mit einer Dreierkette zu spielen.
Von Lilienblog-Autor Jannis Lübke
Euch gefällt der Lilienblog? Dann unterstützt unsere Arbeit hier (->) und fördert so die Medienvielfalt in Südhessen und rund um den SV Darmstadt 98.
Bildquellen
- SVD-ksv-2025-26-blog-0062: Arthur Schönbein

