Skip to main content

Hier könnte Deine Werbung stehen!

Interessiert? Dann kontaktiere uns unter partner@lilienblog.de

Florian Kohfeldt lobt nach dem Sieg des SV Darmstadt 98 über Holstein Kiel den Schiedsrichter, spricht über die Personalien von Niklas Schmidt bis Aleksandar Vukotic und verrät, was er als Ritual von Tordebütant Niklas Schmidt nicht sehen möchte. Alle Aussagen stammen aus der Medienrunde nach der Pressekonferenz.

Wie er es geschafft hat, Deniz Aytekin als Schiedsrichter zu bekommen?

Das liegt nicht in meiner Hand. Aber ich habe mich gefreut, ihn wiederzusehen – und wir haben uns noch auf ein Kaltgetränk verabredet. Sagen wir mal so, der DFB hat damit viel Luft rausgenommen. Und Tim Walter hat es ja gesagt: Deniz ist eine unfassbare Persönlichkeit. Ob jetzt jede Entscheidung heute nach den Regeln war, weiß ich nicht. Aber ich glaube, heute hat sich keiner irgendwie beschwert oder das Gefühl gehabt, er muss hier einen dicken Max machen.

Die Gelb-Rote Karte für Kiels Müller

Also, ich stand jetzt nicht am Spielfeldrand und habe Gelb-Rot gefordert. Das finde ich auch gut an der Linie von Deniz, er hat drei gelbe Karten verteilt, weil die Jungs irgendwas erzählt haben. Und er hat auch in der Halbzeit zu mir gesagt: Ey, die können ruhig auch mal sagen, was pfeifst du für eine Scheiße. Aber es muss halt auf einer Ebene bleiben. Und das mag ich auch so an ihm. Er hat viel laufen lassen, wo du vielleicht mal was gesagt hättest.

Dreierkette vs. Viererkette

Ich fand, es war extrem wichtig, das heute so zu machen, weil es die Stärken von Kiel neutralisieren sollte, um dann später im Spiel unseren Matchplan umzusetzen. Es war sehr klar, dass wir diesmal nicht wie die Feuerwehr loslegen wollten, sondern das Spiel kontrollieren wollten. Wir hatten keinen Linksverteidiger zur Verfügung, der 90 Minuten hätte spielen können. Wir hatten keinen rechten Innenverteidiger, der mit dem rechten Fuß einen vernünftigen Spielaufbau machen kann – bei allem Respekt vor den beiden. Und deshalb war das die gewählte Herangehensweise. Wenn wir das Spiel nicht gewonnen hätten, dann hätte ich hier gestanden und hätte mich dafür rechtfertigen müssen. So würde ich ausnahmsweise für mich in Anspruch nehmen, dass die Ideen nicht so doof waren.

Heimstärke vs. mäßige Auswärtsbilanz des SV Darmstadt 98

Ich bin ganz ehrlich: Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich finde, dass wir auch letzte Woche in Dresden erstmal ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Ich weiß, dass ich total gerne in Magdeburg gewinnen will. Und dementsprechend beschäftigen wir uns ab jetzt damit. Wir haben 48 Punkte. Das ist erstmal ein richtig cooles Brett nach 25 Spieltagen. Und davon haben wir eine Menge zu Hause gesammelt, was eigentlich sehr gut ist, weil das häufig die Basis für erfolgreiche Saisons ist. Trotzdem sollte man versuchen, ein Auswärtsspiel zu gewinnen. Ich kann aber keinen grundlegenden Unterschied unserer Spielweise zwischen Heim und Auswärts sehen.

Der plötzliche Ausfall von Corredor

Das war nicht geblufft, er hat einen Schlag gekriegt in Dresden, aber ich sage bewusst die Region nicht. Er hat es dann Freitag probiert und es ging einfach nicht. Die Schmerzen waren zu groß. Ich denke, gegen Magdeburg wird das wieder funktionieren.

Die weiteren Ausfälle

Rafa Nürnberger wird gegen Magdeburg zurückkehren. Matze Bader wird eine Option sein für den Kader. Bei Fraser müssen wir sehen. Er hat es probiert, aber das sah nicht so überragend aus. Wir hoffen jetzt, dass es trotzdem Magdeburg wird. Sonst müssen wir auf Schalke gehen. Und Paddy kommt natürlich zurück.

Die Rückkehr von Vukotic in die Startelf

Zweikampfstatistiken würde ich mir nie angucken. Da gibt es sechs Anbieter und bei jedem gibt es unterschiedliche Auswertungen. Aber es war sehr auffällig, dass er quasi jedes Kopfballspiel gewonnen hat. Vuko war auch einer der Gründe, warum wir so angefangen haben, wie wir angefangen haben. Weil ich auch ihn auf die beste Position bringen wollte. Ich wollte ihm jetzt nicht antun gegen Kiel, die wirklich auch ein sehr ordentliches Offensivspiel aufziehen können und die hoch pressen, auf einer fußverkehrten Position zu spielen. Ein sehr gutes Spiel. Ruhig mit Ball, Zwischenräume angespielt, die Sechs angespielt. Er ist ein brutal wichtiger Teil der Mannschaft.

Über Vukotics Gelbe Karte für das Fordern von Gelb-Rot für Kiels Müller

Bei Deniz geht man nicht hin und erzählt sowas. Das war dumm, weil die größte Gefahr für uns war, dass wir auch noch Gelb-Rot kriegen. Das habe ich auch in der Halbzeit deutlich angesprochen.

Die ebenfalls verwarnten Papela und Schmidt

Das zweite Foul von Mey kurz vor der Halbzeit hat mich kribbelig gemacht. Meys größte Stärke sind Balleroberungen. Er geht immer ins Gegenpressing. Ein halber Pressschlag, der falsch läuft, und er ist runter. Und ich habe Niklas und Vuko mehr zugetraut, das zu kontrollieren. Das tat mir super leid. Und der Junge ist aber so sauber, der ist so cool. Der sagt dann nach dem Spiel: Ey, war richtig, musste halt sein. Hauptsache, wir haben gewonnen. Aber innerlich tat es mir schon weh.

Die Idealposition für Niklas Schmidt

Seine Idealposition ist die Mischung aus einer Sechs und einer Acht. Und die hat er heute gespielt, bis er ausgewechselt wurde. Er ist ein Spieler, der so viel sieht. Er hat den Ball am Fuß und sieht das ganze Spielfeld. Er ist in der Lage, Pässe und Räume zu sehen, die andere einfach nicht sehen. Ich glaube, es wird bis zum Saisonende so sein, dass er nicht sicher eine Doppelsechs spielt und nicht sicher eine Zehn spielt. Sondern, dass wir das Spiel für Spiel entscheiden. Wir haben im Trainerteam auch viel Gehirnschmalz reingesteckt, Hiro, Kai und Niklas zusammen auf den Platz zu bringen.

Ob es für Niklas Schmidt ein Ritual für das erste Tor für Darmstadt gibt

Wie werden etwas finden. (Einwurf eines Journalisten: Er wollte nicht nackt durch die Gegend laufen). Das will auch keiner sehen (lacht).

Euch gefällt der Lilienblog? Dann unterstützt unsere Arbeit hier (->) und fördert so die Medienvielfalt in Südhessen und rund um den SV Darmstadt 98.

 

Bildquellen

  • SVD-ksv-2025-26-blog-0029: Arthur Schönbein

Ein Kommentar

  • Jürgen sagt:

    Kann mich an eine Monstergrätsche von Vuko im 16er erinnern. Wenn die schiefgeht, gibts Elfmeter. Aber der Kerl hat sowas einfach drauf! Und dann die Torverhinderung auf der Linie… Ganz großes Kino! Einige Entscheidungen von Aytekin fand ich allerdings sehr seltsam. Zum Beispiel das Foul an Liddy ganz zu Beginn des Spiels, als sein Gegenspieler ihn an der Mittellinie festgehalten hat, gar nicht erst zu pfeifen. Wäre durchaus gelbwürdig gewesen.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.