Hier könnte Deine Werbung stehen!
Interessiert? Dann kontaktiere uns unter partner@lilienblog.de
Killian Corredor, Fraser Hornby oder Fabian Nürnberger – das waren zuletzt die prominentesten Ausfälle beim SV Darmstadt 98. Manchmal sah es noch auf den Pressekonferenzen vor den Spielen so aus, als wären die Akteure dabei – und dann fehlten sie doch wieder. Grund für Trainer Florian Kohfeldt, am Dienstag in der Woche vor dem Schalke-Spiel zu einer außerplanmäßigen Medienrunde einzuladen, um für etwas mehr Klarheit zu sorgen.
Ein Grund für die vielen überraschenden Ausfälle sei eine Ausrichtung im Trainer-, Mediziner- und Betreuerteam, die vor fast anderthalb Jahre eingesetzt habe. „Wir haben bei einem Spieler nicht mehr gesagt: Hauptsache, er kann am Wochenende irgendwie 20 Minuten spielen“, erklärte Kohfeldt, „Wir hatten uns die Deadline bis zur Länderspielpause jetzt im März gesetzt, dass es darum geht, dass wenn Spieler zurückkommen, sie auch langfristig zurückkommen.“
Von Spiel zu Spiel denken – auch bei den Spielern
Im Saisonendspurt nach der Pause werde man nun jedoch die Strategie ändern und stärker von Spiel zu Spiel denken. „Vielleicht zählt dieses Spiel auch schon dazu“, erklärte Kohfeldt mit Blick auf das Top-Spiel am Samstag gegen Tabellenführer Schalke. „Aber das Risiko, dass man sich verletzt, steigt natürlich eher, wenn du so denkst“, räumte der Trainer ein.
Mit Blick auf die Ausfälle sei gerade der Beginn der zweiten Saisonhälfte sehr kompliziert gewesen, „weil wir physisch unseren Rhythmus verloren haben“. Nach der Winterpause habe man im Trainingslager eine Krankheitswelle gehabt. „Im Grunde hatten drei bis fünf Spieler ein normales Trainingslager – alle anderen waren krank oder verletzt raus.“ Und dann sei es mit die größte Herausforderung gewesen, nach einem Monat ohne guten Trainingsrhythmus das wieder aufzubauen.
Hoffen auf Bader und Hornby im Endspurt
Bei Rechtsverteidiger Matthias Bader, im Winter am Knie operiert, hatte Kohfeldt eine Rückkehr in den Kader für das Magdeburg in Aussicht gestellt, sich dann aber doch anders entschieden. „Matze war gesund, aber wenn ich ihn mitnehme nach Magdeburg, dann muss er donnerstags im Bus fahren, Er kann freitags nicht trainieren und dann maximal 15, 20 Minuten spielen, anschließend reist er mit uns im Bus zurück, ist um halb fünf nachts zu Hause und verliert einen weiteren Trainingstag. Das sind dann insgesamt drei bis vier Trainingstage.“
Zumindest bei Bader, aber auch bei Fraser Hornby (zuletzt Oberschenkelprobleme) sei man aber optimistisch und hoffe, dass dass man sie stabil zurückgebracht habe, damit sie nun für die letzten zwei Monate der Saison zur Verfügung stehen. „Das war unser Ziel“, sagte der Lilien-Coach.
Auch Niklas Schmidt ist wieder fit (siehe Lilienblog-Bericht ->). Er hatte beim Spiel in Magdeburg einen Migräneanfall, was ihm laut Kohfeldt alle drei bis vier Jahre einmal passiere. „Grundsätzlich geht es ihm gut. Aber man darf auch nicht vergessen, dass Niklas eigentlich viel zu viel gespielt hat, gemessen an seiner Vorgeschichte.“ Schmidt sei nach seinem Kreuzbandriss mit gerade einmal 19 Minuten Spielpraxis aus Toulouse nach Darmstadt gekommen und habe seit dem Hertha-BSC-Spiel quasi ständig gespielt.
Corredor und Nürnberger bleiben Sorgenkinder
Komplexer ist die Situation bei Kilian Corredor und Fabian Nürnberger. Corredor hat am Dienstag immerhin wieder voll trainiert. Den französischen Offensivspieler plagen bereits seit dem Winter immer wieder Hüftprobleme, die vergangenen beiden Spiele fehlte er dann nach einem Schlag aus dem Dresden-Spiel. Auch das Zusammenspiel der beiden Thematiken macht eine Prognose für die kommenden Wochen bei dem Offensivspieler aktuell schwierig.
Linksverteidiger Nürnberger hatte sich Anfang Oktober am Meniskus verletzt, musste operiert werden und fiel danach immer wieder aus. Aus der Knieverletzung habe dann dessen muskuläre Verletzung im Oberschenkel resultiert. „Rafa hat sehr früh in der Saison eine relativ schwere Verletzung gehabt und ist so aus dem Rhythmus gekommen“, sagte Kohfeldt. „Es wird eine Herausforderung bleiben, ihn in dieser Saison Woche für Woche auf das Spielniveau zu bringen, dass er 90 Minuten spielen kann.“
Immerhin gibt es wieder eine weiter Option für die linke Abwehrseite des SV Darmstadt 98. Raoul Petretta, im Winter verpflichteter Linksverteidiger, hatte sich im Abschlusstraining vor dem Spiel in Magdeburg das Knie überstreckt. Am Dienstag bestand der 28-Jährige einen individuellen Test. Am Donnerstag soll er wieder mit der Mannschaft trainieren. Er könnte also eine Option für das Spiel gegen Schalke sein – mit allen Vorbehalten, mit denen solche Prognosen mittlerweile belastet sind.
Euch gefällt der Lilienblog? Dann unterstützt unsere Arbeit hier (->) und fördert so die Medienvielfalt in Südhessen und rund um den SV Darmstadt 98.
Bildquellen
- IMG_2026-03-17-175943: Fotos Arthur Schönbein/Montage Stephan Köhnlein
