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Benedikt Börner kam im vergangenen Sommer zum SV Darmstadt 98. Mit seinen 19 Jahren hat der Keeper schon für mehrere Vereine gespielt. Nun will er sich bei den Lilien im Profibereich etablieren. Im Lilienblog-Interview spricht Börner über seine Rolle im Torwartteam, seine Zielen für die kommenden Jahre und einen Titel, von dem er bislang nichts wusste.

Benedikt, du hast mit deinen 19 Jahren als Fußballer schon einiges von Deutschland gesehen. Geboren in München, dann hast du in Ingolstadt und Wolfsburg gespielt und jetzt bist du in Darmstadt. Was verbindest du mit diesen Stationen?

München ist für mich meine Heimat, da habe ich auch mit dem Fußballspiel angefangen. Wenn ich nach Hause komme, habe ich ein richtiges Heimatsgefühl. In Ingolstadt war ich nur ein Jahr, das war zudem wegen Corona relativ kurz. Und dann kam ein relativ großer Schritt für das Alter mit Wolfsburg, wo ich dann fünf Jahre lang war. Die Eindrücke, die ich dort bekommen habe, waren super. Nach der U19 war offen, was ich mache. Ich habe mir mehrere Sachen angeschaut. In Darmstadt fand ich die Chemie im Torwartteam direkt sehr gut. Ich wurde dann auch gut aufgenommen, fühle mich sehr wohl. Und jetzt muss ich mich hier reinarbeiten.

Gab es noch weitere Argumente für Darmstadt neben dem Torhüterteam?

Man muss als junger Spieler erst mal schauen, dass man überhaupt den Sprung in den Profibereich schafft und du ein Teil der Mannschaft bist. Das habe ich hier gut gespürt. Der Verein und Torwarttrainer haben einen guten Plan für mich. Es war mir wichtig, dass ich nicht einfach die Nummer 3 und ein Trainingstorhüter bin. Ich kann hier in der U21 Spiele und Erfahrung sammeln. Das hätte ich zum Beispiel bei anderen Vereinen nicht gekonnt.

Wie sieht dein Alltag im Torwartteam aus? Was lernst du von deinen erfahrenen Kollegen?

Man ordnet sich den anderen unter, weil man einer der Jüngsten in der Mannschaft ist. Da muss eben die Bälle tragen oder die Sachen vom Platz räumen. Das ist halt ein Job, den man als junger Spieler annehmen muss. Marcel und Alex dürfen auch mal mitentscheiden, was sie für Übungen im Training machen wollen. Das darf ich noch nicht (lacht). Bei den beiden schaue ich mir immer wieder ein bisschen was ab. Sie helfen mir, geben mir Tipps, was ich besser machen kann. Beide haben viel Erfahrung, die sie an mich weitergeben. Das hilft mir extrem.

Benedikt Börner, SV Darmstadt 98

„Wenn ich da jetzt was Falsches sage, dann bekomme ich einen auf den Deckel.“

Wer ist von euch drei Torhütern eigentlich am stärksten mit dem Fuß?

Wenn ich da jetzt was Falsches sage, dann bekomme ich einen auf den Deckel (lacht). Also Schuh hat nochmal einen Schritt gemacht, seit ich hier bin, das beeindruckt mich. Aber ich halte mich mit einem Ranking lieber bedeckt, sonst fliegt mir das noch um die Ohren (lacht).

Wie würdest du dich als Torwart beschreiben?

Ich bin ein Torwart, der über die Zielverteidigung kommt, also das Bällehalten. Das kann ich schon sehr gut. Das konnte ich in der U15 auch schon gut. Aber fußballerisch war das früher ein bisschen schwieriger. Da habe ich aber Fortschritte gemacht – auch jetzt in Darmstadt.

Wie war das Gefühl, in der Hinrunde gegen Schalke zum ersten mal im Spieltagskader zu stehen? Hast du dich auf das Spiel anders vorbereitet?

Es war unfassbar, wie ein kleiner Traum, dass man auf einmal im Kader steht. Dann sitzt du da auf heißen Kohlen und saugst die ganze Atmosphäre und den ganzen Ablauf auf. Es war sehr beeindruckend. Aber ich trainiere immer so, als würde ich in den Kader kommen, weil ich mich ja verbessern will. Da macht das für die Vorbereitung keinen großen Unterschied.

Benedikt Börner, SV Darmstadt 98

„Europameister? Ich war also dabei, ohne es zu wissen.“

Wusstest du eigentlich, dass du beim DFB als U17-Europameister gelistet bist?

Als Europameister? Ich war mal bei einem Testspiel in der Türkei dabei, aber doch nicht bei der Europameisterschaft. Das wüsste ich (lacht). Zu der Zeit war ich sogar verletzt. Ich hatte einen Armbruch. Ich weiß auch nicht, ob ich sonst mitgefahren wäre. Aber super, dann nehme ich das so mit. Ich war also dabei, ohne es zu wissen. Das ist cool (lachend).

Du hast in der Sommervorbereitung im Testspiel gegen Notts County erste Minute gesammelt und dabei ist dir gleich ein Fehler unterlaufen. Wie gehst du damit um?

Ich glaube, man muss das einfach schnell verdrängen. Klar ärgert man sich darüber, und ich habe mich danach auch geärgert. Aber es waren meine ersten 45 Minuten auf dem Niveau, da muss man sich erst mal einfinden. Natürlich sollte man den Fehler nicht machen, aber Fehler sind auch da, um sich dadurch zu verbessern und daraus zu lernen. Und ich glaube, dadurch habe ich sofort relativ viel gelernt.

Viele Nachwuchsspieler wollen Profi werden, aber gerade als Torhüter ist der Weg besonders schwer. Wie bleibst du motiviert?

Ich finde es nicht schwierig, weil ich ein Ziel habe. Dafür will ich arbeiten und immer alles geben. Wenn man sich mit anderen Sachen beschäftigt und nach links und rechts guckt, dann kannst du nicht alles geben für deinen Traum. Ich glaube, ich habe das relativ gut gemacht. Ich habe ein gutes Umfeld mit meinen Eltern, meinen Geschwistern, die mir da sehr viel helfen und den Rücken frei halten, dass ich einfach nur Fußball spielen kann.

Was sind deine Ziele für die nächsten Jahre? Wurden dir Einsätze versprochen?

Versprochen wurde mir nichts. Ich muss einfach meine Leistung bringen und dann hoffen, dass ich irgendwann die Chance bekomme. Nichts ist in Stein gemeißelt, und alles hat etwas mit Leistung zu tun. Ich möchte definitiv irgendwann im Profibereich Profispiele sammeln. Das ist mein Ziel, mich da langfristig zu etablieren.

Benedikt Börner, SV Darmstadt 98

Döner, Golf und Französisch lernen – Börners Leben neben dem Fußball.

Du bist erst seit ein paar Monaten in Darmstadt. Was machst du, wenn du nicht Fußball spielst?

Ich war gerade mit Grayson (Dettoni) bei Djangos zum Döner-Essen, den fand ich ganz gut. Und mit meinen Eltern gehe ich gerne in die Orangerie. Ansonsten golfe ich gerne, wenn ich Freizeit habe nach dem Training. Wenn ich nach dem Training k.o. bin, unternehme ich nicht mehr viel. Dann mache ich eher etwas für meinen Kopf und lerne ein bisschen was.

Was lernst du denn?

Ich möchte anfangen zu studieren und versuche, nebenbei Französisch zu lernen. Ich bin noch ganz am Anfang, aber ich probiere, etwas für den Kopf zu machen neben dem Fußball. Und als Studium kann ich mir dann BWL vorstellen. Schuh hat ja neben dem Sport einen Abschluss in VWL gemacht. Ich muss ihn mal fragen, wo er das gemacht hat (lacht).

Zur Person

Benedikt Börner ist am 10. April 2006 in München geboren worden. Er wuchs mit einer Schwester und einen Bruder auf. Mit dem Fußball begann er in der Jugend von SV Waldeck-Obermenzing. Dann folgte der Schritt zum FC Ingolstadt, wo er jedoch nur ein Jahr war. Nachdem er auf Jugendturnieren gescouted worden war, wechselte er zur Saison 2020/21 zum VfL Wolfsburg. Dort spielte der Torwart in der U17 und U19, ehe es ihn vergangenen Sommer zu den Lilien zog. Seitdem sammelte er Spielminuten bei der U23 in der Hessenliga, stand aber auch schon im Profi-Kader, wo er allerdings noch ohne Pflichtspiel-Einsatz ist.

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Bildquellen

  • IMG_5511: Stephan Köhnlein
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