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Auswärts ist beim SV Darmstadt 98 in dieser Saison noch Luft nach oben – nicht nur punktemäßig, sondern auch beim zahlenmäßigen Support der Fans. Im Vergleich zu den Vorjahren traten in dieser Saison nämlich bislang deutlich weniger Fans die Reisen zu den Auswärtsspielen der Lilien an.

Das Gute zuerst: Das Bölle ist in dieser Saison eine Festung – vor eigenem Publikum sind die Lilien noch ungeschlagen. Aber: So gut es bislang zuhause läuft, so wenig geht bei den Auswärtsspielen zusammen. Der letzte Auswärtssieg datiert vom 8. November, damals gewann man in letzter Minute mit 3:2 in Hannover. Seitdem: Viele Unentschieden, dazu die bittere Niederlage in Dresden.  

Insgesamt holten die Lilien in bislang 13 Auswärtsspielen 16 Punkte. Um diese Ausbeute besser einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die Auswärtstabelle. Dort steht Darmstadt momentan auf Platz 7 – punktetechnisch ist man einem Abstiegsplatz allerdings näher als den Aufstiegsrängen. In der Heimtabelle sind die Lilien dagegen unangefochtener Spitzenreiter. Gründe, für die große Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen, speziell bei der Zahl der Gegentore, konnte auch Trainer Florian Kohfeldt zuletzt nicht nennen (->).  

Bislang nur gut 1.300 Auswärtsfahrer im Schnitt

Nicht nur auf dem Platz ist bei den Lilien in fremden Stadien noch Luft nach oben. Ebenso auffällig ist, dass in dieser Saison vergleichsweise wenige Darmstadt-Fans zu den Auswärtsspielen fahren. Der aktuelle Schnitt liegt laut dem Portal „Die falsche 9” bei 1.323 Auswärtsfahrern pro Spiel. Unterboten wird dieser Wert nur noch von den Fans der SV Elversberg und Greuther Fürth. Zu wenig Unterstützung im Aufstiegskampf? Dass in den Lilien-Fans zumindest mehr Potenzial steckt, zeigt der Blick auf die letzte Spielzeit. Trotz eines durchwachsenen Saisonverlaufs begleiteten damals im Schnitt 1.888 Darmstädter ihre Mannschaft zu den Spielen. In der letzten Aufstiegssaison 2022/23 waren es 1.960 Fans.  

Ein Erklärungsansatz für die Reiseunlust in dieser Saison: Bereits fünf Auswärtsspiele der Lilien fanden freitags statt – mehr waren es bei keinem anderen Verein. Dass sich etwa zum Gastspiel in Magdeburg zuletzt nur 550 Heiner nach Sachsen-Anhalt aufmachten, war zweifellos auch der Ansetzung am Freitagabend geschuldet. Immerhin: Bei der Terminierung der noch ausstehenden Partien war die DFL gnädiger: Die letzten vier Auswärtsspiele finden samstags oder sonntags statt. 

Wann reißt die Sieglos-Serie? 

In den Heimspielen haben die Darmstädter noch drei Sechs-Punkte-Spiele gegen die direkte Konkurrenz vor der Brust. Aber ob die Heimstärke allein reicht, um eine starke Saison zu einer unvergesslichen zu machen? Wie eine Lilienblog-Analyse ergab (->), ist eine starke Auswärtsbilanz bei Bundesliga-Aufsteigern oft der Schlüssel zum Erfolg. Dazu müssten die Lilien endlich den langersehnten Auswärtssieg einfahren – idealerweise gleich am Samstag in Bielefeld.  

Neben dem Gastspiel auf der Alm muss der aktuelle Tabellenvierte noch in Fürth, Karlsruhe und Münster antreten – allesamt schwierige, aber keineswegs unlösbare Aufgaben. Für einen erfolgreichen Saisonendspurt müssen die Lilien auf jeden Fall auch auswärts alle Kräfte mobilisieren – auf dem Platz und auf den Rängen. 

Von Lilienblog-Mitarbeiter Lauro Meisterjahn.

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7 Kommentare

  • Günter sagt:

    Zum Thema „wenige Auswärtsfans der Lilien“
    Vielleicht liegt es ja auch daran, dass man auf der Stehplatztribüne kaum noch was sieht. Teilweise ist sogar auf der Sitzplatztribüne die Sicht durch Fahnen behindert.
    Support ist immer gut, aber muss es durch Unmengen von Fahnen sein. Ich war früher immer bei Auswärsfahrten auf den Stehplätzen, in lezter Zeit spare ich mir die Auswärtsfahrt aber. Es ist einfach unmöglich das Spiel zu verfolgen.

    • Tobias sagt:

      Wir gehen momentan auch vornehmlich auf die Sitzer (außer nun Bielefeld wo wir stehen, weil die Ultras auf den Sitzplätzen sind). Teilweise sieht man auf den Stehplätzen überhaupt nichts mehr vom Spiel wegen den Fahnen.
      Früher wurden die Fahnen immer mal wieder eingerollt oder es wurden abwechselnd verschiedenen Fahnen geschwenkt, sodass man immer mal die Möglichkeit hatte was zu sehen. Seit 1-2 Jahren habe ich das Gefühl, da wird überhaupt nicht mehr drauf geachtet.

      Die Stimmung ist zwar im Steher besser, aber wir haben uns trotzdem entschieden, dass etwas zu sehen uns etwas wichtiger ist als mittendrin zu sein.

  • De Maddin sagt:

    Wusste gar nicht, dass wir bezüglich „Anzahl Auswärtsfans“ im Wettbewerb mit anderen Vereinen stehen. Was gibts denn dafür, wenn man da die meisten hin- und herbewegt? Extrapunkte? Extrakohle? Oder gibts irgendwas anderes, das mich verpflichten würde, am Wochenende bei einer durchschnittlichen Auswärtsfahrt – sagen wir mal nach Nürnberg – locker 10 h dranzugeben, pi mal Daumen noch 100,00 EUR (Ticket, Fahrtkosten, Verpflegung etc.) draufzulegen und irgendwann abends oder nachts völlig kaputt zuhause wieder ins Bett zu fallen.

    Ach, hier geht’s um die Ehre? Na, wenn ihr meint …

    • Klaus aus B. sagt:

      Der Auswärtssupport sollte die Mannschaft auswärts pushen. Da geht es nicht um die Ehre.
      Zum Magdeburgspiel: Habe 1 Tag Urlaub 🧳, eine Übernachtung gebucht sowie die hohen Spritkosten und dann siehst du in Magdeburg so ein Schmuddelspiel. Diese Saison fahre ich nur noch nach Karlsruhe. Den Rest spare ich mir. Ich habe von den schwachen Auswärtssuftritten die Nase voll.

      • De Maddin sagt:

        Außer Spesen nix gewesen. Sag ich ja. Wenn der Auswärtssupport so bedeutend ist – und vor allem wenn er auch nachweislich Vorteile bringt, denn das kann man durchaus in Zweifel ziehen – dann könnte man ja über einen Reisekostenzuschuss seitens des Vereins nachdenken. Oder zumindest, dass dieser den Auswärtsfahrern die Tickets bezahlt. Kleine Anerkennung für die Mühen sozusagen. Das käme auf ca. 60-80.000 EUR pro Spiel, über die Saison gerechnet also etwa 1,5 Mio. Und wie gesagt: Wenn dafür dann mit deutlich höherer Sicherheit ein Aufstieg und also Mehreinnahmen winken … warum nicht?

        Ach so, das ist gar nicht so sicher, dass Auswärts-Support messbare Vorteile bringt …? Na dann: War nur so ne Idee.

    • Stephan Köhnlein sagt:

      @Maddin Einen Wettbewerb gibt es natürlich nicht, aber offensichtlich haben bei den meisten anderen Vereinen mehr Fans eine höhere Bereitschaft, diese Kosten, Zeit und Mühe auf sich zu nehmen. Auf die ungünstige Terminierung oft am Freitagabend haben wir ja auch in dem Beitrag hingewiesen, das ist sicher ein Grund. Aber nur mal als Denkanstoß: Zuletzt wurde die Festung Bölle so gelobt – auch wegen des Supports. Vielleicht würde ja ein zahlenmäßig stärkerer Support auswärts auch dazu beitragen, dass dort mehr Punkte geholt werden. Und was mir ganz wichtig ist: Die Lilien-Fans, die auswärts dabei sind, sorgen für einen großartigen Support.

  • Ruben sagt:

    Ich bin rund 10 Jahre lang zu nahezu jedem Auswärtsspiel gefahren und habe mich entschieden, diese Saison damit aufzuhören und war daher bei keinem einzigen Auswärtsspiel mehr in dieser Saison.

    Die Gründe dafür sind vielfältig, aber der Hauptgrund war das zunehmend schlechtere Verhalten der Fanszene vor allem im Umgang untereinander.

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