Die jüngsten Niederlagen haben den SV Darmstadt 98 im Aufstiegsrennen zurückgeworfen. Aber abschenken will Fabian Nürnberger die Saison deswegen noch lange nicht. „Ich habe das Gefühl, dass die Ausgangssituation jetzt immer noch nicht schlecht ist“, sagte er am Mittwoch. „Es sind immer noch fünf Spiele. Da kann man fünf Siege holen. Darauf liegt unser Fokus.“ Ein Fußballer wolle immer gewinnen, sonst sei er falsch in diesem Sport. „Jeder will noch um etwas spielen. Und darum geht es am Ende.“
Eine schlüssige und übergreifende Erklärung für die meist mäßigen Darbietungen der vergangenen Wochen hat der 26 Jahre alte Linksverteidiger nicht. „Ab und zu kann man – glaube ich – schon sagen, dass wir noch ein paar Prozent hätten mehr geben können. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen“, räumte er ein. Grundsätzlich gebe es im Sport aber immer Phasen, in denen es nicht so gut laufe.
„Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen“
Im Vergleich zum 1:2 in Bielefeld habe sich die Mannschaft im Topspiel gegen Hannover (0:2) gesteigert. Allerdings habe der Gegner zwei Situationen – nach einem Einwurf und bei einem schnell ausgeführten Freistoß – clever ausgenutzt. „Da müssen wir wach sein. Das darf uns nicht passieren.“
Jeder im Team könne die Dinge klar ansprechen, etwa wenn Dinge zu lässig angegangen würden. „Es ist nicht so, dass jetzt nur Haha, Hihi und gute Laune ist“, stellte er klar. Dennoch falle man nicht übereinander her und mache sich gegenseitig runter. Das Kollektiv in der Mannschaft stimme weiter. „Was bringt es jetzt, keinen Spaß zu haben oder frustriert zu sein?“, fragte Nürnberger.
Nürnbergers Vertrag läuft zum Saisonende aus, er ist dann ablösefrei. Mit Blick auf einen Wechsel sei bei ihm gerade aber „gar nichts Thema“. Es habe im Winter Gespräche mit dem SV Darmstadt 98 im Trainingslager in Spanien gegeben. „Da haben wir uns darauf geeinigt, dass wir uns nach der Saison auf jeden Fall zusammensetzen, dass ich als erstes mit Darmstadt rede und dass wir uns über die Gesamtsituation unterhalten.“ Ob ein Verbleib in Darmstadt also nicht ganz ausgeschlossen sei? „Das ist es, glaube ich, nie“, sagte Nürnberger und grinste.
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Bildquellen
- SVD-h96-2025-26-blog-0046: Arthur Schönbein

