Website-Icon Lilienblog

Die Lilien auf der Suche nach der verlorenen Leichtigkeit

Florian Kohfeldt, SV Darmstadt 98 - Hannover 96

Florian Kohfeldt, SV Darmstadt 98 - Hannover 96

Apotheke am Hauptbahnhof

Sechs Spiele, drei Niederlagen und nur ein Sieg – die jüngsten Ergebnisse des SV Darmstadt 98 waren alles andere als berauschend. Dennoch sieht Trainer Florian Kohfeldt sein Team mit aufsteigender Tendenz. „Für mich sind wir seit drei, vier Wochen wieder auf dem Weg. Die Trainingsqualität ist hoch, unser Rhythmus wird viel besser“, sagte er. Nun müsse die Mannschaft aber auch schnell wieder punkten.

Für das Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth am Sonntag kehren Torjäger Isac Lidberg und Mittelfeldmotor Kai Klefisch nach Gelbsperre zurück. Fehlen wird dagegen Winterleihgabe Grayson Dettoni (krank, bislang ohne Saisoneinsatz) sowie Luca Marseiler (Kreuzbandriss).

Kein Wiedersehen mit Will auf dem Feld

Sein Team brauche Geduld und Risikobereitschaft. Ein Startelfeinsatz von Yosuke Furukawa, der gegen Hannover als Joker gefiel, ist jedoch unwahrscheinlich – auch wegen wechselhafter Trainingsleistungen.

Kein Wiedersehen auf dem Platz wird es in Fürth mit Paul Will geben. Der Mittelfeldspieler, der bis Saisonende an die Franken ausgeliehen ist, darf wegen einer Vertragsklausel nicht gegen seinen Verein spielen. Kohfeldt verfolgt nach eigener Aussage aber die positive Entwicklung Wills sehr aufmerksam und freut sich auf dessen Rückkehr im Sommer ans Böllenfalltor.

„Wir wollen, weil wir Sportler sind“

Aktuell sieht der Coach den entscheidenden Hebel bei seinem Team im psychologischen Bereich. „Wir müssen es schaffen, diese Mischung aus Fokus, aus Konzentration und gleichzeitig auch ein Stück Leichtigkeit zu haben sowie die Gewissheit und das Selbstverständnis: Wir drücken unser Spiel durch. Denn dieses Selbstverständnis dürfen wir haben nach dieser Saison.“

Bereits seit Saisonbeginn arbeite man auch deswegen mit einem renommierten Sportpsychologen – dem Österreicher Andreas Marlovits (siehe Lilienblog-Bericht ->) – zusammen. Man habe das bewusst in einer Phase begonnen, in der es keinen „extrem positiven Druck“ wie aktuell gebe, aber auch keine Krise wie ein Abschiedskampf anstehe.

„Diese Saison wird immer eine gute bleiben – egal, wie die letzten fünf Spiele ausgehen“, bekräftige Kohfeldt. „Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht wollen. Wir wollen, aber wir müssen nicht. Wir müssen keinem Saisonziel hinterherrennen oder unbedingt aufsteigen, um Geld zu verdienen, weil wir ein unglaublich gut aufgestellter Verein sind. Wir wollen, weil wir Sportler sind.“

So könnten sie spielen:

Schuhen – Lopez, Pfeiffer, Maglica, Nürnberger – Klefisch, Akiyama, Richter, Corredor – Lidberg, Hornby

Es fehlen: Dettoni (krank), Marseiler (Kreuzbandriss)

Euch gefällt der Lilienblog? Dann unterstützt unsere Arbeit hier (->) und fördert so die Medienvielfalt in Südhessen und rund um den SV Darmstadt 98.

Bildquellen

  • SVD-h96-2025-26-blog-0059: Arthur Schönbein
Die mobile Version verlassen