Gerade hat der SV Darmstadt 98 verkündet, dass Fabian Holland keinen neuen Vertrag mehr erhält. Nun hat Trainer Florian Kohfeldt den 35 Jahre alten Ex-Kapitän in den höchsten Tönen gelobt. Ganz besonders hob er den Mannschaftsgeist des Defensivspielers hervor, der in der laufenden Saison in 18 der bislang 30 Liga-Spiele zum Einsatz kam.
Holland sei es wahrscheinlich nicht so recht, wenn er jetzt so viel über ihn rede, sagte Kohfeldt. „Denn eine seiner herausragendsten Eigenschaften ist, dass die Mannschaft für ihn das Allerwichtigste ist.“ Holland habe in seinem Statement zu seinem Abschied nochmals deutlich gemacht hat, dass es ihm nun um den Fokus auf die letzten vier Spiele geht. „Alleine das zeigt schon, wie wichtig er ist. Wie stark er diesen Mannschaftsgedanken in sich getragen hat.“
In der Zusammenarbeit mit Holland habe es zwei komplett verschiedene Phasen gegeben. Die erste seien die vielen Monate der Reha nach seinem Kreuzbandriss gewesen. In dieser Phase entwickelten sich häufiger Gespräche zwischen Spieler und Trainer außerhalb des normalen Settings. „Er ist dann halt auch schon mal da, wenn die Trainer schon da sind. Dann trinkt man mal eher einen Kaffee, wenn er morgens um 10 Uhr, wenn um 15 Uhr Training ist. Da sind sonst noch nicht so viele Spieler da.“
„In der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich“
Er habe Holland als einen „unglaublich ehrgeizigen, aber auch sehr reflektierten Menschen kennengelernt“. Er sei ein Sinnbild für die vergangenen gut zehn Jahre. „Er ist und bleibt derjenige, der Fußball als Mannschaftssport versteht und symbolisiert. Das ist in der heutigen Zeit im Profifußball nicht mehr selbstverständlich“, sagte Kohfeldt. „Deshalb geht er als Ikone und als Legende dieses Vereins. Er wird für immer jemand sein, der sehr eng mit den Lilien verbunden ist.“
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Bildquellen
- fcm-SVD2025-26-blog-0027: Arthur Schönbein

