Umstellung im Trainerstab des SV Darmstadt 98: Ex-Lilien-Spieler Immanuel Höhn (34) übernimmt das Standardtraining von Darius Scholtysik (59). Dieser soll künftig nur noch als Co-Trainer fungieren. Chefcoach Florian Kohfeldt erklärt die Entscheidung.
„Als ich hier vor zwei Jahren angekommen bin, habe ich Scholti quasi geerbt“, erzählt Kohfeldt mit einem Augenzwinkern. Das sei genau der Trainertyp gewesen, den er in seinem Trainerteam brauche und den er immer versucht habe, einzubauen. So habe er beispielsweise in Wolfsburg Michael Frontzeck als älteren, aber voller Energie steckenden Co-Trainer.
„Und so habe ich auch Scholti wahrgenommen. Er ist ein bisschen ein Kümmerer. Und das ist total positiv gemeint. So ein bisschen der Papa der Kompanie.“ Sein anderer Co-Trainer Martin Heck habe dagegen noch nicht so viel Profi-Erfahrung. Es sei immer gut, jemanden dabeizuhaben, der eine gewisse Ruhe ausstrahle.
Im zweiten Jahr habe Scholtysik dann die Standards komplett eigenverantwortlich gemacht. „Das hat er sehr gut gemacht, aber der andere Teil seiner Aufgabe ist weggebrochen“, sagt Kohfeldt. Das liege auf der Hand, denn das Thema, Standards sei so vielfältig und arbeitsumfänglich.
Höhn setzte sich gegen anderen Kandidaten durch
Vor diesem Hintergrund habe man überlegt, ob man einen neuen „Kümmerer“ hole, sich jedoch dann auf Scholtysik festgelegt, der ja schon da gewesen sei. Zudem habe sich Ex-Profi Höhn in den vergangenen zwei Jahren in verschiedenen Rollen im Lilien-Staff bewährt. „Ich halte ihn wirklich für ein Trainertalent“, sagte Kohfeldt.
Höhn war 2016 aus Freiburg zum SV Darmstadt 98 gekommen, bestritt bis 2021 als Abwehrspieler 115 Pflichtspiele für die Lilien. Anschließend wechselte er zum SV Sandhausen, später zu Teutonia 05 nach Hamburg, wo er Anfang 2024 seine Karriere beendete.
Für die neue Aufgabe bei den Lilien habe sich Höhn zudem gegen einen anderen Kandidaten durchgesetzt, dessen Namen Kohfeldt nicht nannte. Scholtisyk soll Höhn künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Aber Scholti macht jetzt wieder mehr die allgemeinen Dinge, ist näher an der Mannschaft. Und Höhni hat den klaren Fokus auf Standards.“

