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Nachwuchsmann Herbst: Großer Entwicklungssprung

Milan Herbst, SV Darmstadt 98

Milan Herbst, SV Darmstadt 98

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Beim Testspielauftakt gegen Gruppenligist SG Arheilgen spielte Nachwuchsmann Milan Herbst eine Halbzeit im zentralen Mittelfeld des SV Darmstadt 98. Was den 18-Jährigen auszeichnet, der in diesem Sommer einen Profivertrag erhielt, und wo noch Luft nach oben ist, erklärt unser Nachwuchsfußball-Experte Florian Först vom Lilienblog-Partner Kickfieber.de.

Milian Herbst ist einer der Spieler des SV Darmstadt 98, der in den letzten Monaten die größten Entwicklungssprünge hinter sich hat. Im Sommer 2023 wechselte der Offensivspieler von der Jugend des KSV Hessen Kassel nach Darmstadt, brauchte nach seinem Wechsel jedoch nur wenig Anlaufzeit.

In der Saison 2024/25 wurde Herbst nach starken Leistungen in der U17-Bundesliga vorzeitig ins U19-Team hochgezogen. Seine Torbeteiligungen sahen dort damals für einen Offensivspieler keineswegs überzeugend aus, doch Herbst wusste auf andere Weise zu punkten.

Insbesondere sein Passspiel war überaus progressiv und somit vorwärtsgerichtet, seine Werte im Ligavergleich überdurchschnittlich. Hinzu kamen solide Werte im Dribbling, in denen er seine Schnelligkeit einzusetzen wusste. Erwähnenswert ist zudem seine Arbeit gegen den Ball, denn Herbst verzeichnete für einen Spieler seiner Position überdurchschnittlich viele Defensivaktionen und offenbarte somit seine hohe Arbeitsrate.

Zielstrebig und lernbereit

Diese Fähigkeiten machten ihn in der Darmstädter U19-Mannschaft zu einem wertvollen Spieler, bevor Herbst in der vergangenen Spielzeit in die U21-Mannschaft befördert wurde. Dort setzte der Rechtsfuß seine positive Entwicklung auch dank seiner Zielstrebigkeit und Lernbereitschaft fort und wurde auf Anhieb zum Stammspieler.

In einer schwierigen Darmstädter Saison waren es unter anderem die Eigengewächse Manolo Merx (Eine Einschätzung zu Merx finde ihr hier ->) und eben Milian Herbst, die sich zeigen und für höhere Aufgaben empfehlen konnten. Herbst steigerte sich dabei in seinem ersten Herrenjahr in vielerlei Bereichen und präsentierte sich auch torgefährlicher. Am Ende standen zehn direkte Torbeteiligungen und seine beste Saison bei den Lilien zu Buche.

Die Beförderung von Herbst zu den Profis, bei welchen er vergangene Saison bereits immer wieder mittrainieren und in Testspielen auflaufen durfte, ist die Belohnung für diese stetige Entwicklung des Youngsters.

Wo bei Herbst Luft nach oben ist

Trotzdem muss Herbst in verschiedenen Bereichen noch zulegen, um sich bei den Profis durchsetzen können. Hier stehen seine Fähigkeiten schließlich auf einem höheren Niveau und Spieltempo auf der Probe, ebenso ist die Intensität und Körperlichkeit höher. Entsprechend muss sich Herbst an diese Bedingungen weiter anpassen, seine Torgefahr durch kluges Positionsspiel sowie das Spiel gegen den Ball auf das nächste Level bringen und an seiner Passschärfe sowie Passgenauigkeit arbeiten. Ebenso besteht noch Potenzial im athletischen Bereich.

Ein Kandidat für die Startelf wird Herbst noch nicht sein, ein Kaderspieler mit Potenzial womöglich schon. Entsprechend wird es spannend zu sehen, wie sich Herbst in der Vorbereitung schlägt und wie er seine Chancen zu nutzen weiß. Realistisch erscheinen jedoch vor allem regelmäßige Spielpraxis in der U21-Mannschaft.

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Bildquellen

  • SGA-SVD2026-27-blog-0009: Arthur Schönbein
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