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Das Warten auf den neuen Angreifer beim SV Darmstadt 98 geht weiter – doch dafür gibt es zwei Rückkehrer: die beiden Abwehrspieler Raoul Petretta und Matthias Bader.
Linksverteidiger Petretta steht nach seinen Knieproblemen für die Partie am Samstag gegen Holstein Kiel wieder zur Verfügung. Der in Deutschland geborene Italiener hatte sich zu Beginn der Vorbereitung eine Knieverletzung zugezogen, sich nach eingehenden Untersuchungen und Beratungen aber gegen eine Operation entschieden.
Petretta habe am Mittwoch einen Härtetest im Training überstanden und werde von daher Teil des Kaders gegen Kiel sein, sagte Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag. Auch wenn Kohfeldt einen Startelfeinsatz Petrettas nicht kategorisch ausschließen wollte, wird es wohl auf Florian Kleinhansl hinauslaufen, der die letzten beiden Testspiele absolviert hatte.
Auch Rechtsverteidiger Bader könnte wieder eine Option sein, nachdem er zuletzt nur individuell trainiert hatte. Er ist allerdings nicht ganz so weit wie Petretta. „Matze hat zu Beginn der Woche mittrainiert und das auch gut verkraftet. Wir haben ihm aber gestern noch nicht die komplette Einheit zugetraut, die wirklich sehr intensiv war“, sagte Kohfeldt.
Bader werde auf jeden Fall das Abschlusstraining mitmachen, dann werde man miteinander sprechen und dann werde Kohfeldt entscheiden, ob er Teil des Kaders sei oder nicht. „Aber klar ist auch, dass wir auf der Position aktuell nicht üppig besetzt sind.“
Vertrauen in Lee und Lakenmacher
Dass der dritte Stürmer noch nicht da ist, stört Kohfeldt nicht. „Als Paul (Fernie) und ich im März über die neue Saison gesprochen haben, war uns vollkommen klar, dass nicht zum ersten Training und auch nicht zum ersten Spieltag alles fertig sein kann“, sagte der Lilien-Coach. Auf der Stürmerposition sei es noch wichtiger als auf anderen Positionen, dass man den richtigen Moment auf dem Transfermarkt finde.
„Das Schlimmste, was ich machen kann, wäre, jetzt zu sagen, das stört mich. Das wäre eine Entschuldigung.“ Mit dem neuverpflichteten Hojae Lee und Fynn Lakenmacher habe er zudem schon jetzt zwei Angreifer, denen er die 2. Liga bedingungslos zutraue. „Und dementsprechend gehe ich persönlich damit relativ entspannt um.“ Ob bis Samstag noch etwas passiere, ließ er offen. Die Tendenz geht jedoch dahin, dass es noch ein bisschen länger dauere.
Sportdirektor Paul Fernie hatte bereits am Vortag erklärt, man befinde sich in konkreten Gesprächen mit einem Kandidaten, und hatte dessen Profil umschrieben (->). Kohfeldt lobte Neuzugang Lee explizit, der sich in seiner ersten Woche sehr gut eingefügt habe. „Hojae ist nicht zu uns gekommen, um sich auf die Bank zu setzen. Er ist ganz herzlich dazu eingeladen, der beste Stürmer der zweiten Liga zu werden, wenn er da Lust drauf hat“, sagte Kohfeldt.
Nürnberger Vizekapitän
Rund 700 Gästetickets wurden nach Kiel verkauft. Das erste Heimspiel nach der Sommerpause war am Donnerstag noch nicht ausverkauft. Sicher fehlen beim Saisonauftakt nur die Langzeitverletzten Luca Marseiler, Fabian Nürnberger und Merveille Papela. Nürnberger wird trotz seiner Verletzung Vizekapitän hinter Marcel Schuhen, der das Amt bereits vergangene Saison ausgeübt hatte. Wer Nürnberger gegen Kiel als Ansprechpartner für den Schiedsrichter auf dem Platz vertritt, muss laut Kohfeldt noch entschieden werden.
So könnten sie spielen
Schuhen – Lannert, Pfeiffer, Vukotic, Kleinhansl – Klefisch, Akiyama, Weißhaupt, Duijvestijn, El Kadiri – Lakenmacher
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Bildquellen
- SVD-h96-2025-26-blog-0047: Arthur Schönbein
