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Der eine erlebte ein verkorkstes Startelfdebüt, der andere ließ die große Chance aus, den SV Darmstadt 98 erstmals in der Saison in Führung zu bringen – Yannik Lührs und Lance Duijvestijn waren die tragischen Gestalten beim 0:3 des SV Darmstadt 98 in Kaiserslautern. Und an beiden ließ sich zumindest ansatzweise auch das erkennen, was Trainer Florian Kohfeldt (->) nach dem Spiel als „fehlende Ernsthaftigkeit“ bezeichnete.
Innenverteidiger Lührs war bereits im Spiel gegen Hannover eingewechselt worden, nachdem Aleksandar Vukotic vom Platz geflogen war. Dabei zeigte er eine ordentliche Leistung. Gegen Lautern entschied sich Kohfeldt sogar dafür, Patric Pfeiffer auf die linke Seite der Innenverteidigung zu ziehen, damit Lührs auf seiner gewohnten rechten Seite spielen konnte. Doch es funktionierte nicht.
„Da musst du den Ball auf die Tribüne schlagen“
Kurz vor der Pause ließ sich der 23-Jährige nach einem Zuspiel von Marcel Schuhen an der Außenlinie auf einen Zweikampf mit Lauterns Kapitän Marlon Ritter ein. „Da musst du in der 43. Minute halt den Ball auf die Tribüne schlagen“, sagte Kohfeldt später.
Doch Lührs versuchte es spielerisch, kam immer mehr in Bedrängnis und auch der hinzugeeilte Christopher Lannert konnte nicht verhindern, dass Ritter den Ball nach innen spielte und so gegen eine unsortierte Lilien-Abwehr die Lauterer Führung einleitete. Auch beim dritten Tor der Lauterer kam Lührs gegen Lauterns Joker Mergim Berisha zu spät und bugsierte den Ball dann sogar noch selbst ins eigene Tor.
Doch auch wenn es für Lührs ein gebrauchter Tag war, nahm ihn sein Trainer später explizit in Schutz, bescheinigte seinem Spieler ansonsten eine gute Leistung. Vermutlich wird Lührs auch im Spiel gegen Bielefeld erneut auf dem Platz stehen, weil Vukotic noch gesperrt fehlt. Theoretisch wäre Grayson Dettoni eine Option – allerdings wäre dann die Leistung von Lührs wohl doch nicht so gut gewesen, wie sie der Trainer gesehen hatte.
Gewaltschuss an die Latte statt erster Saisonführung
Womöglich hätte das Spiel auch eine ganz andere Wendung genommen, wenn sich Duijvestijn in der 29. Minute nicht für einen Gewaltschuss entschieden oder den Elfmeter zumindest einen Zentimeter tiefer geschossen hätte, so dass der Ball von der Unterlatte ins Tor geprallt wäre und sein Team mit der ersten Führung der Saison bei einem Liga-Spiel im Rücken ein wenig Selbstbewusstsein getankt hätte.
Auch sonst lief an diesem Spieltag für Duijvestijn wenig zusammen. Das Offensivspiel der Lilien ist im Moment mehr als holprig, als Regisseur konnte der hoch gelobte Niederländer bislang höchstens Ansätze zeigen. Da ist es auch kein Trost, dass Duijvestijn mit zwei Assists und einem Tor in Liga und Pokal eine deutlich bessere Bilanz aufzuweisen hat als sein Vorgänger Fraser Hornby in dessen Anfangszeit im Lilien-Trikot.
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