Lilienblog

Smit: Manchmal bin ich noch zu sehr Teamplayer

Milan Smit, SV Darmstadt 98 - Arminia Bielefeld

Milan Smit, SV Darmstadt 98 - Arminia Bielefeld

Apotheke im Hauptbahnhof

Zwei Tore in der Liga, eines im Pokal – die Torquote von Milan Smit liegt nach sechs Einsätzen für den SV Darmstadt 98 bei ordentlichen 50 Prozent. Doch zufrieden kann der niederländische Angreifer nicht wirklich sein angesichts des Tabellenplatzes seines Teams. Und dann war da ja auch noch Bielefeld.

Beim 2:1-Sieg gegen die Arminia ließ Smit zwei Riesenchancen aus, nachdem er den Torwart bereits mehr oder weniger ausgespielt hatte. „Wenn ich mir die beiden Szenen gegen Bielefeld anschaue, denke ich, dass ich manchmal noch zu sehr ein Teamspieler bin“, sagt Smit. „Als Angreifer musst du ein bisschen mehr Egoist sein. Wenn ich geschossen hätte, wären die Bälle wahrscheinlich ins Tor gegangen.“

Doch stattdessen versuchte er, für seine Mitspieler aufzulegen, und die Chancen verpufften. „Es war mein Fehler. Ich habe den Ball nicht gut gepasst“, sagt er. „Aber das sind Dinge, die passieren. Du lernst daraus. Die Woche drauf habe ich gegen Wolfsburg gleich geschossen und getroffen. Ich stresse mich nicht, wenn ich mal eine Chance verpasse. Das gehört zum Leben eines Stürmers.“

Und zur Bielefeld-Geschichte gehört auch, dass Smit nach der ersten vergebenen Chance die Nerven hatte und einen Handelfmeter zum entscheidenden 2:1 verwandelte und den Lilien damit den ersten Liga-Sieg der Saison bescherte.

„Darmstadt war von Beginn an meine Nummer eins“

Dass er nach einem halben Jahr beim englischen Zweitligist Stoke City schon wieder weiterzog und sich an die Lilien bis Saisonende ausleihen ließ, sei ursprünglich nicht sein Plan gewesen. „Aber wenn der Trainer keine Rolle für mich hat, dann muss ich woanders schauen“, sagt er.

Etwa drei Wochen vor dem Wechsel habe sein Agent ihn dann über das Interesse von Darmstadt informiert. „Natürlich wusste ich, dass Darmstadt zuletzt eine gute Saison hatte. Es gab noch mehr Klubs, aber ich hatte sehr gute und viele Gespräche mit dem Cheftrainer hier“, sagt er. „Darmstadt war von Beginn an meine Nummer eins.“ Wie es nach der Saison weitergehe, sei offen. Das würden auch die beiden Vereine entscheiden.

Luft nach oben beim Kopfball

Sich selbst beschreibt der 23-Jährige als physisch starken Spieler, der trotz seiner Größe von 1,91 Metern sehr beweglich sei, eine gute Technik habe und natürlich sehr gerne Tore erziele. Luft nach oben sieht er bei sich allerdings noch im Kopfballspiel.

Das Zusammenspiel mit dem zweiten Angreifer Hojae Lee werde zudem immer besser. Das habe man auch beim Freundschaftsspiel gegen San Antonio gesehen. Dabei kamen Smit und Lee zusammen auf sieben Scorer-Punkte. „Hoffentlich werden wir diese Saison viele Tore schießen“, sagt er.

Insgesamt habe die Länderspielpause mit der einen Woche in den USA der Mannschaft gut getan. Team und Trainerstab hätten intensiv miteinander gearbeitet. Man sei aber auch sehr ehrlich miteinander gewesen, wobei das Klima in der Mannschaft nie schlecht gewesen sei. Stimmung und Rhythmus für die anstehende Partie am Samstag gegen Cottbus seien gut. „Ich denke, wir sind gut vorbereitet für das Wochenende.“

Euch ist ein Fehler aufgefallen? Dann lasst es uns hier per Mail (->) wissen.

Mehr zu Milan Smit lest ihr hier (->) in unserem Lilien-Album.

Euch gefällt der Lilienblog? Dann unterstützt unsere Arbeit hier (->) und fördert so die Medienvielfalt in Südhessen und rund um den SV Darmstadt 98.

Bildquellen

  • SVD-dsc-2026-27-blog-0060: Arthur Schönbein
Die mobile Version verlassen