Der SV Darmstadt 98 treibt den Stadionausbau voran. Sowohl die Nord- als auch die Südtribüne sollen am Böllenfalltor aufgestockt werden. Angestrebt ist eine Erhöhung der Gesamtkapazität von derzeit 17.810 auf rund 20.000, wie Vizepräsident Arnd Zinnhardt am Dienstagabend auf der Mitgliederversammlung des Vereins sagte.
Die Stahlrohrtribüne der Südtribüne soll durch eine neue Tribüne in Massivbauweise ersetzt werden, die Kapazität von derzeit 3.600 auf rund 5.000 steigen. Geplant sind ein Oberrang mit Sitzplätzen und ein Unterrang mit Stehplätzen.
Auswärtsfans sollen auf die Nordtribüne
Bei der Nordtribüne soll die Kapazität von 2.600 auf 3.500 steigen. Vor allem sollen die Auswärtsfans künftig dort untergebracht werden, so dass die Gegengerade danach eine komplette Heimtribüne wird.
Zinnhard begründete den Schritt damit, dass Darmstadt im deutschen Profifußball mit seiner Stadionkapazität auf Platz 30 von 36 Vereinen liege. Zudem sei der Zuschauerschnitt in der 2. Liga in den vergangenen gut zehn Jahren von gut 17.000 auf 28.000 gestiegen.
Finanzierung über drei Säulen – Genossenschaftsmodell angepeilt
Zur Finanzierung ist ein Modell vorgesehen, das die drei Säulen Genossenschaftsmodell unter Beteiligung der Lilien-Familie, Fremdkapital sowie öffentlicher Förderung durch Stadt und Land basiert.
Laut Zinnhardt soll der konkrete Planungsprozess zeitnah starten. Einen konkreten Zeitplan nannte Zinnhardt ebenso wenig wie Bürgermeister Hanno Benz (SPD), der auf der Mitglieder zu Gast war und eine kurze Ansprache hielt. Der sprach von einem Marathon über mehrere Jahre.
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Bildquellen
- SVD-elv-2026-27-blog-0090: Arthur Schönbein

