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Kohfeldt: Ein paar Dinge können nicht konsequenzlos bleiben

Karlsruher SC - SV Darmstadt 98

Karlsruher SC - SV Darmstadt 98

Kunz_Mahnke

Trainer Florian Kohfeldt hat nach der blutleeren Leistung des SV Darmstadt 98 in Karlsruhe personelle Änderungen für das Heimspiel gegen St. Pauli angekündigt. „Ein paar Dinge können nicht komplett konsequenzlos bleiben“, sagte er am Donnerstag. Er habe bereits in der Pause des KSC-Spiels einigen Spielern gesagt, dass sie noch einmal 45 Minuten Zeit hätten zu zeigen, dass sie es besser könnten. Vergeblich. „Ich glaube schon, dass wir die eine oder andere Änderung am Freitagabend sehen werden“, erklärte der Lilien-Coach.

Seine Mannschaft habe beim 0:4 gegen den KSC alles vermissen lassen, was man brauche, um ein Zweitligaspiel zu gewinnen: Ernsthaftigkeit, das Tor zu verteidigen, Ernsthaftigkeit im Spiel mit dem Ball oder auch Laufbereitschaft. Kohfeldt verwies auf die Aussage von Keeper und Kapitän Marcel Schuhen, der nach dem Spiel gesagt habe, dass der eine oder andere nicht wisse, was es bedeute 2. Liga zu spielen. Darüber habe die Mannschaft in dieser Woche nochmals durchaus kontrovers gesprochen.

Es gebe „Möglichkeiten des Handels auf gewissen Positionen“, sagte Kohfeldt. Namen nannte er nicht. Aber letztlich blieben beim KSC – mit Ausnahme von Kai Klefisch und Raoul Petretta sowie mit deutlichen Abstrichen wegen des halbherzigen Eingreifens vor dem ersten Tor auch Aleksandar Vukotic – alle Darmstädter Spieler weit unter ihren tatsächlichen Fähigkeiten und empfahlen sich damit für eine Denkpause. Als relativ sicher gilt nur die Rückkehr des zuletzt von einem Infekt geschwächten Noah Weißhaupt.

„Wer diesen Druck nicht liebt, hat hier nichts zu suchen“

Eine pauschale Order, auf Hakentricks oder andere technische Sperenzchen zu verzichten, werde er trotz allem nicht ausgeben, sagte Kohfeldt. Er wolle kreativen Spielern wie Marco Richter oder Lance Duijvestijn solche Momente nicht wegnehmen. „Wenn der Hackentrick zum Tor führt, reden wir alle darüber, wie genial der Moment war. Wenn er bei 0:2 oder 0:3 ins Leere führt, sagen alle, das ist nicht situationsangemessen. Ich auch.“ Er wünsche sich von seinen Spielern, dass sie der Situation angemessen spielten. Das habe er aber nicht erst nach dem Karlsruhe-Spiel, sondern schon lange davor klar angesprochen.

Nach dem Abrutschen auf Rang 17 steht die Mannschaft gegen Bundesliga-Absteiger St. Pauli unter Druck – oder hat, wie es Schuhen etwas martialisch ausdrückte, erneut das Messer am Hals. Auch Kohfeldt verspürt diesen Druck. „Aber wer diesen Druck nicht liebt, der hat hier auch nichts zu suchen“, stellte er klar.

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Bildquellen

  • ksc-SVD-2026-27-blog-0060: Arthur Schönbein
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