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Weißhaupt: Zu null zu spielen ist auch mal gut für uns

Noah Weißhaupt, SV Darmstadt 98 - FC Portsmouth, Testspiel

Noah Weißhaupt, SV Darmstadt 98 - FC Portsmouth, Testspiel

Apotheke im Hauptbahnhof

Noah Weißhaupt war gegen seinen Ex-Verein FC St. Pauli erneut einer der besten Spieler beim SV Darmstadt 98. Nach der Partie spricht er Offensivspieler über seine Liebe zum Kiez-Klub, seinen Aufschwung bei den Lilien und den Schlafmangel als junger Papa.

Noah, würdest du es annehmen, wenn wir sagen, dass du gegen St. Pauli der beste Spieler auf dem Platz warst?

(lacht) Ich sag mal: Es hat mir Spaß gemacht, heute zu spielen. Ich glaube, das hat man auch gesehen. In der zweiten Halbzeit fand ich uns sehr gut. Vor allem hatten wir viele Freistöße, viele Ecken. Daraus können wir mehr machen. Wir haben auf jeden Fall eine Reaktion gezeigt im Vergleich zu Karlsruhe. Natürlich wäre es besser, wenn wir als Sieger vom Platz gehen. Aber zu null zu spielen ist auch mal gut für uns.

Du hast 2025 ein halbes Jahr in St. Pauli gespielt. War es nun ein besonderer Kitzel, denen zu zeigen, was du drauf hast?

Ich verstehe mich mit jedem Spieler von denen gut. Bis auf den Pyrka in der ersten Halbzeit. Mit dem habe ich mich nicht so gut verstanden (lacht). Aber den kenne ich auch nicht. Die anderen sind alles Top-Leute. Ich liebe den Verein. Die haben mich super aufgenommen, als ich damals kam. Das war der erste Wechsel für mich, als ich von Freiburg gegangen bin. Und wirklich Hut ab an die Fans. Die unterstützen jedes Mal. Ich bin immer auch ein großer St. Pauli-Fan.

Wie schätzt du das Spiel heute ein? Könnt ihr zufrieden sein mit dem Punkt?

Ich hätte auf jeden Fall gerne gewonnen heute. Das hätten uns auf jeden Fall gut getan. Aber wie gesagt: Das Wichtigste ist, dass wir kein Gegentor bekommen haben. Dass wir wenigstens einen Punkt mitgenommen haben. St. Pauli ist jetzt auch keine schlechte Mannschaft.

Es gab nach dem 0:4 in Karlsruhe viele Gespräche in der Mannschaft, teilweise auch ohne Trainer. Was wurde angesprochen?

Alles, was der Trainer sagt, geht auf. Ich stehe voll und ganz hinter dem Trainer. Es liegt einzig und allein an uns, dass viele manchmal nicht ihre individuelle Klasse aufs Spielfeld bekommen. Wenn wir so spielen, wie er er es sagt, dann klappt es auch. Aber wenn wir es nicht so spielen, dann ist es unser Problem. Und da müssen wir uns hinterfragen. Ich versuche, immer besser als mein Gegenspieler zu sein. Und das muss jeder andere auch probieren. Dann gewinnen wir die Spiele.

Ihr habt gegen St. Pauli das System umgestellt, mit Dreierkette gespielt. Letzte Saison warst Du noch nicht dabei, da hat die Mannschaft mit Dreierkette hinten sehr kompakt gestanden, aber nach vorne ging wenig. Ein bisschen wirkte das heute auch so…

Ja, ich glaube, man hat es gesehen mit den Zwei, die vorne angelaufen sind. Du hast keine Chance gegen fünf, wenn die da den Ball hin und her spielen. Aber wie gesagt, dafür steht hinten halt die Null. Und wenn du hinten die Null hast, verlierst du schon mal nicht. Das ist das Wichtigste und das gibt uns auf jeden Fall Selbstvertrauen.

Was könnt ihr mitnehmen im Hinblick auf Elversberg unter der Woche?

Da werden wir auch nochmal tiefer stehen. Die stehen ja gerade im Moment sehr gut da, spielen auch guten Fußball und dann ist es noch in Elversberg. Wir sind jetzt nicht die Besten im Moment. Aber das heute pusht uns.

Für die Lilien läuft es im Moment nicht so gut. Für dich lief es vergangene Saison nicht so gut. Und dennoch gehörst du jetzt meistens zu den besten Spielern. Kannst du dir das irgendwie erklären? 

Ich versuche einfach, der Mannschaft zu helfen. Ich will immer den Ball haben, gehe gerne ins Eins gegen Eins und versuche dann, so viel Fouls wie möglich zu ziehen, Freistöße zu holen, auch selber zu schießen. Oder einfach Gegenspieler auf mich zu lenken, dass sie mir die Chance haben. Ich habe einfach wieder Spaß am Fußball. Es lief bei mir letztes Jahr auch nicht einfach, weil ich gar nicht gespielt habe. Ich habe bei Legia Warschau nicht gespielt, in Hannover dann nicht gespielt. Und wenn ich spiele, ich weiß ja, was ich kann.

Und noch etwas anderes: Bekommst du eigentlich genug Schlaf als junger Papa?

(lacht) Im Moment ist es schwierig. Aber irgendwie ist es gut für mich. Vielleicht spiele ich gut deswegen. Vielleicht gibt er mir auch Energie.

Ein Junge? Dann muss er doch bei der Familiengeschichte Fußballer werden!

(lacht) Wollte ich gerade sagen: Mein Opa war ja Fußballer und mein Papa auch.

Euch ist ein Fehler aufgefallen? Dann lasst es uns hier per Mail (->) wissen.

Mehr zu Noah Weißhaupt lest ihr hier (->) in unserem Lilien-Album.

Bildquellen

  • SVD-portsmouth-2026-27-blog-0010: Arthur Schönbein
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