Fast hätte Slobodan Medojevic sein erstes Tor für die Lilien erzielt, aber seine abgefälschte Flanke zum 2:0 wurde dann doch als Eigentor des Magdeburgers Nico Hammann gewertet. Trotzdem bot der defensive Mittelfeldspieler beim 3:1-Erfolg eine starke Leistung – wie schon in den Spielen davor. Nach der Partie gab sich der 27 Jahre alte Serbe jedoch kritisch – sowohl mit der Leistung des Teams als auch mit sich selbst.

Frage: Glückwunsch zum Sieg, wie lautet Dein Fazit zum 3:1 gegen den 1. FC Magdeburg?

Slobodan Medojevic: Das war eine hektische Partie. Wir sind schlecht in das Spiel gekommen. Dann kam unser erstes Tor, und es wurde ein bisschen besser. Nach dem 2:0 haben wir eine unnötige Gelb-Rote Karte bekommen. Dann ist es nochmals hektisch geworden. Aber zum Glück haben wir die drei Punkte.

„Wir müssen das Spiel besser zum Ende bringen, viel ruhiger, viel schlauer“

Frage: Hast Du eine Erklärung dafür, dass Ihr schlecht reingekommen seid und dann nochmals Schwierigkeiten bekommen habt?

Slobodan Medojevic: Es kann sein, dass das am Anfang an der englischen Woche lag. Da hat die Kraft ein bisschen gefehlt. Wir sind eine erfahrene Mannschaft. Wir müssen das Spiel besser zum Ende bringen, viel ruhiger, viel schlauer. Aber das bekommen wir hin. Wir haben jetzt bis zum Spiel in Bochum etwas länger Zeit. Das müssen wir nutzen.

Frage: Wie hast Du das 2:0 gesehen?

Slobodan Medojevic: Das war eine Situation, in der ich versucht habe, etwas ins Dribbling zu kommen. Ich habe den ersten Trick gemacht. Dann wollte ich eigentlich flanken. Der Ball blieb zwischen meinen Beinen. Also habe ich probiert, mit links einfach aufs Tor zu hauen. Zum Glück ist er noch ein bisschen abgeprallt – und dann perfekt ins Tor.

„Mein Job ist nicht, Tore zu schießen“

Frage: Wir müssen Dich aber leider enttäuschen. Offiziell wurde das Tor als Eigentor gewertet …

Slobodan Medojevic: (lacht) Also wirklich, das ist mir komplett egal. Mein Job ist sowieso nicht, Tore zu machen. Ich habe nicht viele Tore in meiner Karriere gemacht. Hauptsache, wir haben gewonnen.

Frage: Hast Du schon mal in einem Pflichtspiel für die Lilien getroffen?

Slobodan Medojevic: Nein. Aber das muss ich einmal machen (lacht).

„Es ist schwer, als Sechser in der Zweiten Liga gut zu spielen“

Frage: Du hast die Hektik angesprochen – auch durch die Platzverweise. Das waren ja keine bösen Fouls. Wie hast Du das wahrgenommen, dass es auf dem Platz nochmals ruppig wurde?

Slobodan Medojevic: Die Leute auf der Tribüne bekommen nicht mit, was da auf dem Platz passiert. Das war schon ein Gegner, der versucht hat, mit Trash-Talk ein paar Spieler auseinander zu nehmen. Das gehört auch zum Fußball. Die haben wirklich alles versucht. Das war heute intensiv. Zum Glück hat es nicht geklappt. Aber wie gesagt, da müssen wir viel schlauer reagieren.

Frage: Man hatte den Eindruck, dass Du ein bisschen schwer in die Saison reingekommen bist. Aber in den letzten Spielen läuft es richtig gut bei Dir. Hast Du eine Erklärung dafür?

Slobodan Medojevic Ich sehe das nicht so. Ich bin der Meinung, dass es für einen Sechser speziell in der Zweiten Liga schwer ist, gut zu spielen, wenn die Ergebnisse nicht da sind und die Mannschaft allgemein schlechter spielt. Ganz wenige Mannschaften versuchen, von hinten mit Tiki-Taka von hinten herauszuspielen. Wenn wir als Mannschaft präsent sind, spiele ich als Sechser auch besser.

„Was uns fehlt, ist Konstanz“

Frage: Mittlerweile steht Ihr wieder im gesicherten Mittelfeld, seid also auf Kurs beim Ziel, eine sorgenfreie Saison zu spielen …

Slobodan Medojevic: Wir haben ja letzte Saison gesehen, wie das war. Jede Mannschaft, die zwei Siege hintereinander hatte, war schon da. Was uns fehlt, ist eine Konstanz über mehrere Spiele. Wir haben gut angefangen. Dann kam die Länderspielpause, danach haben wir nur einen Punkt gemacht. Wir müssen versuchen, dass wir nicht so viele Schwächeperioden haben. Aber da bin ich optimistisch, dass wir das hinkriegen.

(Aufgezeichnet nach der Partie gegen Magdeburg in der Mixed Zone)

Bildquellen

  • D98-FCM-01-Medo: Arthur Schönbein

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