Christoph Moritz ist wieder dabei. Gegen Regensburg gab er sein Comeback – gut einen Monat nach seiner Schulterverletzung. Die Leihgabe vom Hamburger SV spricht über die Reha, seine Zukunftsperspektiven und träumt von einem Saisonabschluss mit dem Lilien und dem HSV auf Mallorca.

Über die schnelle Rückkehr, nachdem er sich Ende Februar die Schulter ausgekugelt hatte:

Mit einer Operation hätte das viel länger gedauert. Ich hatte die Geschichte vor acht Jahren schon mal. Damals war die Schulter drei Wochen in einem Gerät stabilisiert, wo ich sie nicht bewegt habe. Jetzt ist das komplett weggefallen. Ich habe nach einer Woche mit der Reha angefangen, das Programm zwei Wochen lang durchgezogen, dann eine Woche auf dem Trainingsplatz, und vergangenes Wochenende habe ich wieder eine Viertelstunde gespielt. Klar, nach so einer Pause fühlt man sich wie ein Gabelstapler auf dem Platz. Man muss halt ein bisschen aufpassen, dass die Knochen halten. Ein bisschen spüre ich die Schulter noch. Einwürfe würde ich demnächst lieber weglassen – auch wenn wir das in der Reha mit Medizinbällen geübt haben. Ob die Schulter im Sommer stabilisiert werden muss? Zwei Ärzte sagen operieren, zwei sagen, dass man es erstmal so probieren kann und einer sagt, dass man sie im Sommer stabilisieren muss. Aber wenn ich problemfrei in die Sommerpause komme, glaube ich nicht, dass ich mich operieren lasse.

Zurück zum HSV, ein Vertrag in Darmstadt oder andere Optionen – wie es im Sommer sportlich weitergeht:

Da habe ich mir natürlich Gedanken gemacht. Ich werde ja auch oft genug gefragt. Der aktuelle Stand? Da gibt es noch nichts. Für mich ist das eher unangenehm, weil ich nicht so wirklich weiß, wo im Sommer die Reise hingeht. Klar habe ich einen Vertrag in Hamburg. Aber natürlich wird die Situation nicht einfacher, wenn der HSV aufsteigt und man vorher nur Einwechselspieler war. Da ist es eher unrealistisch, dass man eine Liga höher zu mehr Spielzeit kommt. Führt der Weg unbedingt weg aus Darmstadt? Nee, um Gottes Willen, sonst wäre ich ja nicht hierher gekommen. Auch wenn damals der Trainer Dirk Schuster hieß? Dirk Schuster hat sich sicher nicht allein für mich entschieden – und ich habe mich auch nicht nur für Dirk Schuster entschieden. Am Ende der Saison muss man beiden Seiten die Möglichkeit für eine Entscheidung geben. Der Verein muss ja auch das Signal geben, dass er das gerne weitermachen würde. Wenn ja, setzt man sich zusammen und versucht, eine Lösung zu finden.

Über die Perspektiven des Hamburger SV und mögliche Pläne für den Saisonausklang:

Klar gucke ich noch auf den HSV. Die Tabellensituation sieht ja relativ komfortabel aus. Wenn man sich die Qualität der Mannschaft anguckt, sollte es schon mit dem Teufel zugehen, wenn der HSV nicht hochgeht. Ich habe ein halbes Jahr dort gespielt und gönne jedem da, dass er am Ende der Saison ein bisschen feiern kann. Vielleicht sieht man sich da ja dann auch auf Mallorca. Wir bei einer Nicht-Abstiegsfeier – wobei das in der aktuellen Situation eigentlich schon ein bisschen zu tief gegriffen wäre. Also, wenn der HSV den Aufstieg feiern sollte – und wir das Leben.

(Christoph Moritz stellte sich am Dienstag in einer Medienrunde den Journalisten)

 

 

Bildquellen

  • D98-SSV-2018-19-010: Arthur Schönbein
Stephan Köhnlein

Stephan Köhnlein

Wahl-Heiner seit 1998, Text-Journalist für diverse Medien

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