Lars Lukas Mai ist der bislang einzige Neuzugang beim SV Darmstadt 98. Drei Tage nach Trainingsauftakt stellt er sich erstmals zum Interview. Im ersten Teil des Gesprächs erzählt er, was Dresden und Darmstadt gemeinsam haben und verrät, wenn er von den aktuellen Lilien-Spielern er schon als kleines Kind bewundert hat.

Lukas, wie ist Dein erster Eindruck von Darmstadt als Stadt?

Lukas Mai: Ich habe schon einiges von der Stadt gesehen und fühle mich sehr wohl hier. Ich kenne das aus meiner Dresdner Zeit: klein, aber fein. Eine Wohnung habe ich schon gefunden, wohne nur ein paar Minuten vom Stadion entfernt.

Und von der Mannschaft?

Lukas Mai: Super, ich habe mich natürlich vorher schon schlau gemacht über den Verein. Mit Spielern wie Tobi Kempe oder Serdar Dursun in einem Team zu spielen, ist für mich schon eine Ehre. Tobi Kempe habe ich noch als kleiner Stift in Dresden im Stadion erlebt.

Wusstest Du, dass Du auch eine Tradition in Darmstadt fortsetzt? Du bist der dritte ausgeliehene Innenverteidiger hintereinander, der eine Dresdner Vergangenheit hat …

Lukas Mai: Ich weiß, dass Dario Dumic letzte Saison hier gespielt hat …

Und davor Marcel Franke.

Lukas Mai: Der hat sogar mit meinem Bruder in Dresden zusammengespielt.

Was sind Deine Ziele hier in Darmstadt?

Lukas Mai: Ich will erstmal gut ankommen. Ich muss mich gut einfügen in die Mannschaft. Aber ein festes Ziel kann man noch nicht festlegen.

„Die Möglichkeiten hier sind top für die 2. Liga“

Wie ist die Umstellung von Bayern München zu Darmstadt 98?

Lukas Mai: Natürlich weiß jeder, was Bayern für ein Verein ist und was da los ist. Aber da ist es für einen jungen Spieler auch schwer, sich durchzusetzen. Deswegen habe ich den Umweg über eine Ausleihe gemacht. Ich wusste, was hier auf mich zukommt. Das ist ein Traditionsverein. Das kenne ich von Dresden. Die Möglichkeiten hier sind top für die 2. Liga. Und das Familiäre ist mir wichtig. Deswegen habe ich mich für den Verein entschieden.

Du hast gesagt, hier nimmt Dich auch mal jemand in den Arm, wenn es nötig ist …

Lukas Mai: Ich bin ein Familienmensch. Seit ich 14 bin, bin ich von zu Hause weg. Ich vermisse meine Familie jeden Tag. Da ist es immer wieder schön, wenn jemand ein offenes Ohr für Dich hat. Das hilft mir sehr viel.

(Im zweiten Teil spricht Mai über Mentalitätsmonster und erklärt, warum er keine Angst hat, auch einen 35-Jährigen auf dem Feld lautstark zu dirigieren. Die Geschichte lest Ihr ab Mittwoch im Lilienblog)

Steckbrief Lukas Mai:

Lars Lukas Mai kam am 31. März 2000 in Dresden zur Welt. 2014 wechselte er von Dynamo Dresden in die Jugendabteilung des FC Bayern München. In der Saison 2016/17 gewann er dort als Mannschaftskapitän die B-Junioren-Meisterschaft und erhielt die bronzene Fritz-Walter-Medaille in seiner Altersklasse. Am 21. April 2018 debütierte Mai beim 3:0-Auswärtssieg bei Hannover 96 in der Bundesliga. Sechs Tage nach diesem Debüt unterzeichnete er seinen ersten Profivertrag. Ab der Saison 2018/19 war Mai fester Bestandteil der zweiten Mannschaft des FC Bayern, stieg mit der Mannschaft zum Saisonende auf und wurde in der Folgesaison Meister in der 3. Liga. Im Juli 2020 verlängerte Mai seinen Vertrag beim FC Bayern bis 2023 und wechselte auf Leihbasis zu den Lilien. Bruder Sebastian (26) spielt seit dieser Saison für Dynamo Dresden.

 

Bildquellen

  • IMG_0442: Stephan Köhnlein

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