Der eine war der Matchwinner, der andere sorgte mit seiner Verletzung für den einzigen Wermutstropfen aus Sicht des SV Darmstadt 98 – Patric und Luca Pfeiffer standen bei der Partie der Lilien gegen den SC Paderborn im Fokus. 

Patric Pfeiffer zeigt seit Wochen in der Innenverteidigung des SV Darmstadt 98 starke Leistungen. Nun gelang dem 22-Jährigen endlich auch sein erstes Saisontor. Mit seinem Kopfball nach einer Ecke von Fabian Holland sicherte der gebürtige Hamburger mit ghanaischen Wurzeln den Lilien Platz zwei zum Ende der Hinrunde. Kuriosum am Rande: Für Holland, der den Standard in Vertretung des bereits ausgewechselten Tobias Kempe trat, war es laut Trainer Torsten Lieberknecht die erste Ecke seit der E-Jugend.

„Wir haben uns für Paddy gefreut, weil ihm die Torgefährlichkeit noch gefehlt hat“, sagte Lieberknecht nach dem Spiel über den Torschützen. Gerade bei Standards könne der 1,96-Meter-Mann noch mehr Wucht entwickeln. Wenn ihm das öfter so gelinge wie gegen Paderborn, stehe ihm die Tür in alle Richtungen offen.

“Fast den Knochen gesehen” – Luca Pfeiffer fehlt dem SV Darmstadt 98

Pfeiffers Namensvetter und Teamgefährte Luca sorgte dagegen für den einzigen Wermutstropfen des Nachmittags aus Darmstädter Sicht. Nach einem Foul von Paderborns Uwe Hünemeier musste der 25 Jahre alte Angreifer mit einer tiefen Fleischwunde kurz nach der Pause vom Platz. „Man hat schon fast den Knochen gesehen“, sagte Lieberknecht über die Verletzung. Für das letzte Spiel des Jahres am kommenden Sonntag bei Jahn Regensburg werde Pfeiffer (bislang zwölf Saisontore) voraussichtlich ausfallen.

Schiedsrichter Daniel Schlager ahndete die Aktion Hünemeiers nicht. Bereits im ersten Durchgang hatte er gegen Sven Michel beide Augen zugedrückt, als er dessen Aktion mit gestrecktem Bein und offener Sohle gegen Klaus Gjasula nur mit Gelb ahndete. Einen Kommentar über den Schiedsrichter wollte der Lilien-Coach nicht abgeben. Auf die Frage, wie er die beiden Fouls gesehen habe, antwortete er knapp: “Als Fouls.”

Sehr zufrieden zeigte sich der Lilien-Coach darüber, wie seine Mannschaft gegen die Paderborner Dreierkette agierte. Zuletzt bei der Heimniederlage gegen Düsseldorf, aber auch schon gegen andere Teams mit dieser Grundformation hatten sich die Darmstädter bislang schwergetan. „Wir hatten über die ganzen 90 Minuten eine sehr gute Struktur gegen den Ball“, sagte er. Seine Mannschaft habe das bis auf wenige Ausnahmen fantastisch umgesetzt.

Redaktioneller Hinweis: Zum wiederholten Mal gab es für beim SC Paderborn Probleme beim Foto-Akkreditierungsverfahren. Wir müssen deshalb leider auf Fotos vom Spiel verzichten.

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Bildquellen

  • SVS-SVD-2021-22-0021: Arthur Schönbein

2 Comments

  • Jürgen sagt:

    Wo war da der VAR? Kann mich an ein Spiel gegen Wiesbaden erinnern, da gab es wegen eines deutlich geringeren Fouls “nachgebessert” ROT gegen Palsson – und Hünemeier tritt unseren Stürmer kaputt und bekommt dafür nicht einmal GELB? Der VAR MUSS gesehen haben, wie der die Sohle drauf gehalten hat. Bei Sky war es jedenfalls deutlich zu sehen.

  • J.W. sagt:

    Mann sollte echt mal drüber nachdenken ob man nicht doch die Regel wie bei American Football einführt .
    Die umfassendste Nutzung von Kamerabildern als Videobeweis erfolgt in der National Football League (NFL). Dort können einige Entscheidungen der Schiedsrichter vom Head Coach eines der Teams angefochten (challenged) werden. Fast immer können nur eindeutige Entscheidungen wie die Position des Balles, aber meist keine Interpretationsentscheidungen überprüft werden. Jeder Head Coach kann von diesem Recht pro Spiel zweimal Gebrauch machen, jedoch nur wenn er noch eine Auszeit zur Verfügung hat und nicht in den letzten zwei Minuten einer Halbzeit, dann ist den Schiedsrichtern überlassen, ob sie eine Spielsituation überprüfen. Wenn im Verlauf eines Spielzuges das Angriffsrecht wechselt, oder bei Spielzügen, die zu Punkten führen, müssen Schiedsrichter dies auch ohne vorherige Challenge mit dem Videobeweis überprüfen. Der Hauptschiedsrichter (Referee) begibt sich dazu in eine spezielle Video-Kabine, wo er unter Zuhilfenahme der verfügbaren Fernsehbilder seine Entscheidung überprüft. Bleibt die Entscheidung bestehen (the ruling on the field stands oder the ruling on the field is confirmed), wird dem Team, das sie angefochten hat, ein Time-out abgezogen. Für eine Revidierung der Entscheidung müssen aber klare und eindeutige visuelle Beweise vorliegen. Sollte ein Team zweimal mit seiner Challenge recht behalten, bekommt es eine dritte und letzte Challenge gutgeschrieben.

    Wäre besser als das wie es jetzt gehandhabt wird .

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