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Christoph Zimmermann, bis zum Sommer beim SV Darmstadt 98 unter Vertrag, hat seine Karriere offiziell beendet. Das gab der 32 Jahre alte Abwehrspieler am Montagabend auf seinem Instagram-Account bekannt.
Führungsspieler im Aufstiegsteam 2023
Zimmermann, den alle nur Zimbo nannten, war im Sommer 2022 zu den Lilien gestoßen, war sofort zum Stamm- und Führungsspieler geworden und hatte maßgeblichen Anteil am Bundesliga-Aufstieg im Sommer 2023. In der Folgezeit wurde er jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. In der Bundesliga-Saison kam er noch auf 19 Einsätze, vergangene Spielzeit reichte es nur noch für zwei Einwechslungen. Insgesamt kam er in knapp drei Jahren auf 55 Pflichtspiele, blieb jedoch ohne Tor. Im Sommer 2025 lief sein Vertrag aus und er wurde vereinslos.
In seiner Zeit in Darmstadt überzeugte er nicht nur auf dem Platz mit Übersicht und Führungsstärke, sondern war auch abseits des Platzes stets freundlich offen und ausgesprochen reflektiert. Der damalige Trainer Torsten Lieberknecht war sofort angetan von der gedanklichen Tiefe seines Spielers, ließ später aber auch durchscheinen, dass sich dieser womöglich manchmal auch zu viele Gedanken mache.

Lehramtsstudent und Französisch-Kenner
Zimmermann war so etwas wie der Vorzeigeintellektuelle bei den Lilien, hatte nach dem Abitur sogar eineinhalb Semester auf Lehramt studiert, zunächst für das Gymnasium, dann für die Grundschule. Wobei er die Option Lehrer für die Zeit nach der Karriere in einem Interview (siehe Lilienblog-Beitrag ->) ausgeschlossen hatte. Sich nach der Karriere als Familienvater nochmals fünf Jahre in die Uni zu setzen, sei keine Option.
Seine Kenntnisse aus seinem Abiturfach Französisch waren allerdings für die Lilien noch von Nutzen, als er bereits nicht mehr regelmäßig spielen konnte: Für Neuzugang Killian Corredor war er in dessen Anfangszeit Dolmetscher, führte sogar ein Interview mit seinem Mannschaftskameraden in annähernd perfektem Französisch (siehe Lilienblog-Beitrag -> bzw. das Original-Interview auf YouTube ->).
Erst in England gelang der Durchbruch
Der gebürtige Düsseldorfer wurde bei Borussia Mönchengladbach ausgebildet, kam aber weder dort noch bei Borussia Dortmund über die 2. Mannschaft hinaus. Im Sommer 2017 wechselte er nach England zu Norwich City. Mit dem Team stieg er zweimal in die Premier League auf, war dort lange Kapitän. Bereits da machten ihm zum Ende hin immer wieder Verletzungen zu schaffen.
In dem Instagram-Beitrag bedankte sich Zimmermann bei den Fans, die ihn immer stolz gemacht hätten, die Farben ihres Vereins zu tragen, außerdem bei seinen Trainern, Mannschaftskameraden und den Funktionsteams „von zwei ganz besonderen Klubs, bei denen ich das Privileg hatte, ein Teil davon zu sein“: Norwich City und der SV Darmstadt 98.
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Bildquellen
- SVD-m05-2023-24-blog-0014: Arthur Schönbein
- fcu-SVD-2023-24-blog-0033: Arthur Schönbein



Schade für ihn, dass seine Profikarriere
so endet.
Hätte einen besseren Abschied verdient gehabt.
Alles Gute und Gesundheit für die Zukunft.