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Für Sportdirektor Paul Fernie ist eine Rückkehr in seine Heimat England für einen Job derzeit überhaupt kein Thema. Er habe diesbezüglich sogar schon Anfragen abgelehnt, sagte er im vierten und letzten Teil des großen Lilienblog-Interviews.

Es wäre natürlich schön, seine Familie in England ein bisschen öfter zu sehen. „Aber was den Fußball betrifft, was den Job betrifft, ist das nicht in meinen Gedanken“, betonte er. „Ich liebe mein Leben hier in Deutschland, ich liebe deutschen Fußball.“

Der Fußball in Deutschland habe eine Reihe von Vorzügen. So schätze er hier die 50+1-Regel, die den Einfluss von Investoren begrenzt. „Ich habe in England erfahren, was passiert, wenn es die nicht gibt. Das waren teilweise richtige Horrorstorys.“

Fernie findet Stimmung in deutschen Stadien besser

Auch die Stimmung sei hier besser als in England. Er habe das Gefühl, dass in Deutschland die Stimmung in englischen Stadien bisweilen etwas verklärt gesehen werde. In England werde oft auf einen Freistoß oder eine Ecke gewartet, erst dann seien die Fans da. Ansonsten sei es dort aber relativ ruhig während des Spiels.

Amüsant findet der Engländer das Verhältnis der Deutschen zur Englischen Woche. „Ich habe manchmal das Gefühl, dass viele zittern, weil es mal drei Spiel in einem kurzen Zeitfenster gibt“, sagt er schmunzelnd.

Gewöhnungsbedürftig war für ihn die Winterpause in Deutschland, während in England auch über Weihnachten und den Jahreswechsel gespielt wird. Mittlerweile würde er es aber begrüßen, wenn es auch in England eine Winterpause gebe. „Es ist fast schon unmoralisch, was den Spielern mit vier, manchmal fünf verschiedenen Wettbewerben ohne Pause zugemutet wird“, sagt er.

Der komplette Wortlaut der entsprechenden Passage aus dem Interview mit Paul Fernie folgt in Kürze hier im Lilienblog.

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Bildquellen

  • Paul Fernie: Arthur Schönbein

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