Sportliches, Personelles, Ziele, Stadionerlebnis und eine respektvolle Kommunikation – das sind die Wünsche des Lilienblogs rund um den SV Darmstadt 98 für das Jahr 2026.
1. Weiter so
Platz drei, nur zwei Niederlagen in der Liga, auf dieser Leistung kann der SV Darmstadt 98 aufbauen. Die Mannschaft spielt abgeklärt und pragmatisch – ähnlich wie in der Aufstiegssaison unter Torsten Lieberknecht. Aber vielleicht geht ja auch mal wieder ein 5:1 wie vergangene Saison gegen Köln oder Fürth. Apropos: Am 7. Februar kommt Kaiserslautern wieder ans Böllenfalltor.
2. Hornberg forever
Bitte kein unmoralisches Angebot von einem unmoralischen Verein im Winter für Isac Lidberg oder Fraser Hornby. Zumindest bis zum Sommer sollte das Top-Sturmduo gehalten werden. Und vielleicht kann man die Verträge ja sogar noch verlängern. In der 2. Liga ist das bei Spielern eines solchen Kalibers jedoch eher unwahrscheinlich. Aber man wird ja mal träumen dürfen.
3. Aufstieg
Klar, die Aussage „Wir gucken von Spiel zu Spiel“ nimmt Erwartungsdruck und ist in einer engen Liga nicht falsch. Aber wenn man alle Spiele gewinnen will, heißt das auch, dass man letztlich aufsteigen will. München statt Fürth, Dortmund statt Elversberg – klingt doch verlockend. Aber wenn Aufstieg, dann bitte nicht so halbherzig wie 2023/24, als man mit einem unter dem Strich bundesliga-untauglichen Kader sang- und klanglos unterging. Und wenn möglich bitte keine Relegation. Kennt Florian Kohfeldt aus Bremen. Und da hat er auch nicht unbedingt Lust drauf.
4. Klare Worte beim Thema Pyrotechnik
Was hält eigentlich der Verein von Pyrotechnik? Bislang äußern sich die Vertreter dazu in aller Regel nur hinter vorgehaltener Hand. Klare Worte und eine Position, die man auch öffentlich vertritt, würde dem Thema im Stadion einiges an Zündstoff nehmen. Und das muss nicht heißen, dass der Verein konsequent gegen Pyrotechnik vorgeht. Genauso könnte er sich offen zur Pyrotechnik bekennen, diese Position auf Verbandsebene vertreten und mit allen Interessengruppen im Stadion eine tragbare Lösung suchen.
5. Respektvolle Kommunikation auf allen Ebenen
Der Ton wird rauer – nicht nur im Fußball. Persönliche Angriffe gerade im Netz sind an der Tagesordnung. Und immer wieder sind diejenigen, die Respekt für sich einfordern, diejenigen, die andern gegenüber wenig Respekt zeigen. Explizit auszunehmen sind da die Verantwortlichen im Klub, die mit uns nahezu ausnahmslos sehr wertschätzend kommunizieren. In den verschiedenen Lilienblog-Kanälen war das im vergangenen Jahr leider nicht immer so. Da ist teilweise noch Luft nach oben. Lasst uns diskutieren – aber immer fair und sachlich!
Ach, einen weiteren Wunsch haben wir noch: Unterstützt unsere Arbeit hier (->) und fördert so die Medienvielfalt in Südhessen und rund um den SV Darmstadt 98.
Bildquellen
- SVD-fck-2024-25-blog-0001: Arthur Schönbein



Frohes Neues erstmal in die Runde.
Ja, der gute alte Hornberg. Der besorgt bei uns wohl das Hornberger-Schießen. Aber will man das?
Zitat Wikipedia: „„Das geht aus wie das Hornberger Schießen“ wird gebraucht, wenn eine Angelegenheit mit großem Getöse angekündigt wird, aber dann nichts dabei herauskommt und sie ohne Ergebnis endet.“
Fühlt sich schon ein bisschen so an, oder? Die „Berg“-Hälfte hat seit dem 11. Spieltag noch 3 x getroffen und wird – wenn sie eine Rückrunde wie die Hinrunde hinlegt – am Ende der Saison bei 22 Treffern stehen. Das ist ansehnlich und reicht in so manchem Jahr für die Torjäger-Kanone. Aber Legenden-Status? Hm. Ist halt so, dass wir in DA nicht so mit Superstürmern gesegnet sind. Und wenn dann mal einer das macht, was ein Stürmer so machen soll, bekommt er gleich den Helden-Status.
Die „Horn“-Hälfte hat insgesamt bisher 4 Buden gemacht. Aber sie hat 6 Assists. Nun gut. Und? Und natürlich „dirigiert sie das Spiel“ und „läuft viele Wege“ und „zieht den Gegner auf sich“. OK.
Wie wärs mit „Liddor“, „Correberg“, „Horredor“ oder Horrido! Bei Corredor ist das Momentum stärker und ich setze für die 2. Saisonhälfte unbedingt auf ihn.
Den Wünschen schließe ich mich im Prinzip an. Beim Thema Pyrotechnik gehen die Meinungen bekanntlich auseinander. Persönlich bin ich der Ansicht, dass Feuerwerkskörper auf den Tribünen NICHTS verloren haben. Zu groß ist das Risiko, dass Stadionbesucher verletzt werden. Dass die Pyro optisch durchaus gut anzusehen ist und stimmungsvoll sein kann, bestreite ich nicht. Aber das kann in dem Zusammenhang nicht das ausschlaggebende Argument sein, auch nicht der Hinweis auf Fankultur o.ä. In Darmstadt wurden in der letzten Zeit mitunter Feuerwerke hinter der Süd in die Luft geschossen, das wäre für mich noch ein vertretbarer Kompromiss. Im Innenraum hat der Kram nichts verloren. Und in dieser Richtung müsste sich im Grunde auch der Verein positionieren. Ich nehme aber an, die Vereinsvertreter halten sich – wie überall in der Liga – weitgehend zurück, um es sich nicht mit den Ultras zu verscherzen.
Werder Bremen will Hornby.
Laut Presse Bremen und Deichstube.