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Im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga zeigt sich immer wieder ein klares Muster: Erfolgreiche Teams bauen ihren Erfolg in der Regel auf einer starken Heimbilanz auf. Auch der SV Darmstadt 98 holte in dieser Saison einen Großteil der Punkte am Böllenfalltor. Das letzte Auswärtsspiel gewann man jedoch im November gegen Hannover 96. Gegen Magdeburg soll das lange Warten auf einen Sieg auf fremdem Platz nun ein Ende haben.
Eine klare Stärke als Merkmal der Aufstiegsmannschaften
In den vergangenen zehn Jahren wurde mit Ausnahme der Saison 2024/25 immer eine Mannschaft Zweitliga-Meister, die entweder in der Heim- oder in der Auswärtstabelle auf dem ersten Platz stand. Nur Köln war in der vergangenen Saison in beiden Tabellen jeweils nicht auf dem ersten Rang. Oft gab es eine Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtstabelle. In den vergangenen zehn Jahren hatten sieben der 20 direkten Aufsteiger laut einer Lilienblog-Recherche mindestens zehn Heimpunkten mehr als Auswärtspunkte. In der Saison 2015/16 holte der SC Freiburg damals beispielsweise 41 Punkte vor heimischer Kulisse und 31 Punkte in den Auswärtsspielen. Zählt man den dritten Tabellenplatz mit, kommen noch vier weitere Mannschaften dazu, die einen solchen Unterschied zwischen den erzielten Punkten erreichten.
Auswärtskonstanz als Schlüssel zum Erfolg
Während viele Mannschaften einen Großteil der Punkte im eigenen Stadion holen, zeigen sich die Unterschiede zwischen Aufstiegskandidaten und den tatsächlichen Aufsteigern oft in den Auswärtsspielen. So waren die Meister im vergangenen Jahrzehnt in der Auswärtstabelle immer unter den ersten drei. Im Vergleich: Die Lilien – aktuell auf Tabellenplatz zwei – sind in der Heimtabelle auf Platz eins, jedoch in der Auswärtstabelle auf Platz sieben. Bei den Tabellenzweiten gab es in den letzten Jahren oft größere Differenzen zwischen Heim und Auswärts. Sieben der letzten zehn Tabellenzweiten hatten einen Unterschied von mindestens vier Tabellenplätzen, verglichen mit der Heim- und Auswärtstabelle, wie aus einer Lilienblog-Recherche hervorgeht. In der bislang letzten Aufstiegssaison 2022/23 war der SV Darmstadt 98 jedoch sowohl in der Heim- als auch in der Auswärtstabelle auf dem zweiten Platz. Damals holten man unter Trainer Torsten Lieberknecht 38 Punkte am Böllenfalltor und 29 Punkte bei den Auswärtsspielen.
Wichtiger Auswärtstest in Magdeburg
Magdeburg, der nächste Gegner des SVD, gewann nur eines der letzten sieben Spiele und verlor die restlichen sechs. Jedoch holten die Darmstädter nur 15 von möglichen 36 Punkten Auswärts. Gegen das Tabellenschlusslicht müssen aus Darmstadt-Perspektive also nach langer Zeit wieder drei Punkte eingefahren werden. „Wir sind siebter in der Auswärtstabelle, was aber auch kein Drama ist sondern eher eine gute, sehr gute Saison. Trotzdem gibt es viele Faktoren, dass wir absolut wachsam und gewarnt sein sollten, da wir auch auswärts bislang leider nicht ganz so stark sind wie zu Hause“ sagte Kohfeldt vor dem Auswärtsspiel in Magdeburg. Vier Heimspiele hat der SV Darmstadt 98 noch, aber fünf Auswärtsspiele – schon deshalb haben die Auswärtsspiele entscheidendes Gewicht für den Verlauf der restlichen Saison.
Von Lilienblog-Autor Jannis Lübke
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Bildquellen
- SVD-ksv-2025-26-blog-0079: Arthur Schönbein


