In der Hinrunde war Killian Corredor mit fünf Treffern noch der zweitbeste Torschütze der Lilien. Die Rückrunde des französischen Offensivspielers ist dagegen recht bescheiden – nicht nur mit Blick darauf, dass ihm bislang noch kein weiterer Treffer gelang. Aber das hat auch einen Grund.
„Wenn ein Spieler über Monate nicht regelmäßig trainiert, aber sich in den Dienst der Mannschaft stellt, ist es klar, dass seine Formkurve in den seltensten Fällen steil nach oben geht“, sagt Trainer Florian Kohfeldt. „Trotzdem verdient er von meiner Seite jeden Respekt, dass er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.“
Komplexe Diagnose
Wann die Probleme bei Corredor genau begannen, ist Auslegungssache. Im letzten Spiel vor der Winterpause musste der französische Offensivspieler nach einer guten Stunde mit Hüftproblemen vom Platz. Das erschien zunächst als Vorsichtsmaßnahme. Doch wie massiv diese Probleme tatsächlich waren, zeigte sich erst im Wintertrainingslager in El Saler in Spanien, wie Kohfeldt klarstellt.
Zunächst habe es nämlich keine einleuchtende Erklärung für die Beschwerden des Franzosen gegeben. Er sei dem Ärzteteam um Dr. Philip Jessen und dessen Netzwerk sehr dankbar, das schließlich eine komplexe und nicht im Detail publik gemachte Diagnose erstellen konnte. „Von da an war es ein relativ weiter Weg für ihn zurück auf den Platz“, sagt Kohfeldt.
Aufwärtstrend auch bei Nürnberger
Mittlerweile gibt es bei Corredor aber zumindest körperlich einen klaren Aufwärtstrend. „Seit fast drei Wochen kann er wieder jedes Training machen, was extrem gut ist und was man ihm auch anmerkt“, sagt Kohfeldt.
Auch bei Fabian Nürnberger, der sich lange mit den Nachwirkungen seiner Knieoperation im Oktober herumschlug. Der Linksverteidiger könne seit der Länderspielpause im März wieder das komplette Training absolvieren. Gegen Bielefeld habe er ihn „auch nicht so stark“ gesehen, gegen Hannover dagegen deutlich stärker, sagt Kohfeldt.
„Von daher bin ich bei den beiden sehr optimistisch, dass wir sie in den letzten vier, fünf Wochen wieder nah an ihr Limit ranführen können und und sie uns da helfen können, wie sie es häufig getan haben“, sagt er und fügt an: „Nämlich als absolute Leistungsträger.“
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Bildquellen
- SVD-h96-2025-26-blog-0009: Arthur Schönbein




