Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Fürth ging der Blick bei Trainer Florian Kohfeldt nach vorn – auch über die Saison hinaus. Es war ein Bekenntnis zum SV Darmstadt 98, verbunden mit einem klar formulierten Anspruch an sich selbst und die Verantwortlichen. Weil seit dem Amtsantritt von Sportdirektor Paul Fernie die Vertragslaufzeiten nicht mehr kommuniziert werden, ist auch nicht bekannt wie lange Kohfeldts Kontrakt läuft, der seit September 2024 am Böllenfalltor arbeitet. Zuletzt war vereinzelt darüber spekuliert worden, er könne den Verein verlassen.
„Es ist völlig klar, dass ich mit dem Verein weiter spreche und dass wir die klare Idee haben, gemeinsam weiter etwas aufzubauen“, sagte der Lilien-Coach vor den drei aus Darmstadt mitgereisten Journalisten in Fürth. Mit der deutlichen Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr (damals wurden die Lilien Tabellenzwölfter) habe man die Messlatte sehr hochgelegt. „Aber meine Lust ist sehr groß. Ich fühle mich unglaublich wohl an diesem Standort.“
Er sei jedoch kein „Verwaltungstrainer“, der sich mit einem bestimmten Zustand zufrieden gebe. „Ich bin ein Trainertyp, der immer das Gefühl haben muss, dass es vorangehen muss. Sonst bin ich auch nicht der richtige Trainer.“ Er habe allerdings „zu 1000 Prozent“ das Gefühl, dass sowohl das Präsidium als auch Sportdirektor Fernie das auch so wollten. „Und dann werden wir uns sicherlich auch auf eine gemeinsame nächste Saison freuen können.“
Lob für Präsidium und Sportdirektor
Explizit lobte Kohfeldt die Arbeit des im Oktober neu gewählten Präsidiums um den bisherigen Vizepräsidenten Markus Pfitzner. Dieses habe nochmals neue Impulse gesetzt und versucht, neue Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Verein voranzubringen. Das habe wiederum auch Fernie gut genutzt, um einen – gemessen am Budget des Vereins – hervorragenden Kader zusammenzustellen.
Ein Saisonfazit wollte Kohfeldt vier Spieltage vor Schluss explizit nicht ziehen – versprach, dass man alles dafür tun werde, um die letzten vier Spiele zu gewinnen. „Aber wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann werden wir nächstes Jahr trotzdem probieren, wieder so erfolgreich wie möglich zu sein“, sagte er. „Und ich habe das Gefühl, dass die Basis dann noch breiter ist als zu Beginn dieser Saison.“
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Bildquellen
- SVD-h96-2025-26-blog-0062a: Arthur Schönbein




Bis zu diesem Interview nach dem Dresden-Spiel, hat keiner aus dem Verein das gefährliche A-Wort öffentlich ausgesprochen. Marcel Schuhen war stinksauer und sagt´s gleich zwei Mal. Da war´s raus und danach ging´s bergab. Kann sich jeder seinen Reim drauf machen – oder auch nicht. https://www.youtube.com/watch?v=klP0LqvpCsk
Wenn Kohfeldt und Fernie bleiben würden, wäre mir um die kommende Saison nicht Bange – auch wenn uns einige Spieler leider verlassen werden!
Wenn das das Ziel ist,dass es „vorangehen“ muss,dann kann nach dem 12 in der letzten und dem 5.Platz(Stand jetzt) ja in der neuen Saison nur der Aufstieg das Ziel sein. Und mit FK und PF und einigen Volltreffern( “ Mentalitätsmonstern“) müsste das doch zu schaffen sein. Darmstadt ist in Liga 2 mittlerweile eine,wie ich finde,Top Adresse. Ich freue mich sehr auf das was die 2 nächste Saison zusammembasteln werden
Ich denke wenn Ferni und Kohfeld weiter machen und auch dem entsprechend wieder Verstärkung und richtig gute Leute verpflichten können, dann könnte es vielleicht was werden.
Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass wir nächste Saison im oberen Drittel mitspielen.
Nach jeder Liliensaison heißt es für mich, erst mal die Klasse halten.
Wenn man dann 40 Punkte erreicht hat kann man über mehr nachdenken oder auch träumen.
Jetzt geht es darum die Anhänger wieder etwas zu versöhnen und die zwei Heimspiele zumindest nicht mit einer Niederlage zu beenden.