Der SV Darmstadt 98 veröffentlicht seit dem Amtsantritt von Paul Fernie vor gut zwei Jahren keine Vertragslaufzeiten des Personals mehr. Das sorgt immer wieder für Diskussionen. Wie seht ihr das Thema?
Wie steht ihr zur Veröffentlichung von Vertragslaufzeiten des Lilien-Personals?
- Sie sollten veröffentlicht werden, um für mehr Transparenz zu sorgen (58%, 175 Votes)
- Sie dürfen nicht veröffentlicht werden, weil das niemanden etwas angeht (16%, 47 Votes)
- Bin hin und hergerissen (10%, 30 Votes)
- Sie sollten nicht veröffentlicht werden, weil Verträge oft eh nicht eingehalten werden (9%, 28 Votes)
- Sie müssen veröffentlicht werden, weil die Öffentlichkeit ein Anrecht darauf hat (6%, 19 Votes)
- Weiß nicht, keine Meinung (1%, 3 Votes)
Total Voters: 302
Die Umfrage läuft bis Mittwoch, 6. Mai, um 23:59:59 Uhr.
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Bildquellen
- ksc-SVD2025-26-blog-0067a: Arthur Schönbein






Ich finde es sehr gut, dass man Laufzeiten nicht mehr kommuniziert. Verträge sind etwas sehr privates, auch im Geschäftsleben. Dieses durchstechen dient nur dazu die Preise für den Mensch als Ware in die höhe zu treiben, damit sich Dritte, Menschenhändler, private Medienhäuserbesitzer, digitale Spieleindustrie, Werbeindustrie und so manche Wettanbieter, dumm und doof daran direkt und indirekt verdienen und Vereine und Spieler dabei nur verlieren. Hier an der Stelle ziehe ich meinen Hut davor, dass der SV DA 98 diesen Irrsinn durchbrochen hat und es überall in den Profiklassen Schule macht.
Jeder normale Arbeitnehmer, der einen befristeten Arbeitsvertrag hat, sollte sich mal fragen, ob es ihm recht wäre, wenn sein Nachbar dessen Laufzeit wüsste. Fussballer sind auch nur Menschen. Transparenz sollte man nicht mit Neugier verwechseln.
Die Berater wissen die eh, und wie soll ich die Arbeit des sportlichen Leiters bewerten, wenn ich nicht weiß, wie lange wer unter Vertrag ist. Beispiel: Güler hätte Vertrag bis 2029, aber der von Marseiler läuft jetzt aus. Weiß man ja alles nicht.
Die Arbeit des sportlichen Leiters kann man anhand des Tabellenplatzes, der Performance der Mannschaft auf dem Platz und an der finanziellen Transferbilanz beurteilen (in der sich Vertragslaufzeiten indirekt widerspiegeln). Vertragsinterna ist für diese Beurteilung nicht notwendig.
Danke Stephan für diese Umfrage! Und damit dass in den Focus rücken, dieser Thematik.
Ich habe meine Meinung dazu ja schon an anderer Stelle gesagt, aber weil Sie hier herpasst:
Ich bin pro Veröffentlichung, weil sie zu meinem Hobby „Fußballfan“ gehören. Ich will mich mit anderen Fans darüber unterhalten können, was denkst Du, sollten sie XY verlängern? Du XYs Vertrag in Karlsruhe läuft aus, meinst Du der würde ablösefrei zu uns wollen? Was meinst Du wieviel Ablöse kriegen wir, wenn sein Vertrag noch bis XY läuft? Meinst Du man sollte seinen Vertrag jetzt schon verlängern, weil er einmal so uns so gut wird und uns dann vielmehr Ablöse bringt? Meinst du XY blüht jetzt gerade so auf, weil es für ihn um seinen letzten Vertrag geht? und so weiter…
Solche und andere Fragen gehören für mich zu meinem Hobby, Faible oder bös gesagt meiner Bessenheit einfach dazu. Sie sorgen auch dafür dass ich Medienberichte über meinen Verein intensiv verfolge. Oder auch über andere Vereine, gerade auch in Spielplanpausen.
Als Vereinsmitglied gehe ich sogar noch einen Schritt weiter, sie gehören auch dazu wie ich leitende sportliche Angestellte und damit die Vereinspolitik überhaupt bewerten kann. Ich könnte mir daher auch einen Mitgliederbeschluss auf der JHV zu diesem Thema vorstellen.
Die offiziellen Contra Argumente der betreffenden, damit angeblich bessere Verträge verhandeln zu können, scheinen mir vorgeschoben. Auch glaube ich nicht, dass das ganze Beraterheer im modernen Fussball diese für sie wichtigen Infos nicht erfährt. Wie sollten sie dann ihren hochbezahlte Aufgabe nachgehen. (@Stephan: Hierzu würde ich mir mal Interviewfragen mit Spielerberater Argenturen wünschen). Ich glaube durchaus, dass das eigentliche Argument warum man diese nicht mehr veröffentlichen will, die Vermeidung von öffentlichem Druck und medialer Bewertung ist.
Sehe ich ähnlich.
Transparenz wäre entweder eine Offenlegung der Laufzeiten oder eine saubere Erläuterung / Kommunikation der Gründe. Ich könnte gut mit Letzterem leben.
Ich sehe zwei Aspekte: Einerseits ist der arbeitsrechtliche Schutz inkl. Vertraulichkeit von persönlichen Daten ein sehr hohes Gut. Andererseits wird in öffentlich einsehbaren Portalen der „Marktwert“ von Profisportler:innen (insbesondere im Fußball) beziffert.
Ich neige zu der Auffassung, dass Profisportler:innen als Teil der Sportwirtschaft genau wie gut Verdienende bzw. Führungskräfte in anderen Wirtschaftbranchen sowie auch in anderen Bereichen (etwa Politik und jedwede Spitzenverbände) zum Kreis öffentlicher Personen gehören, deren private Schutzbedürfnisse unter Berücksichtigung ihres öffentlichen Auftretens bzgl. Vertragslaufzeiten nachrangig ggü. dem öffentlichen Interesse sind.
Insofern sehe ich die diesbezüglich versuchte Geheimhaltungspolitik kritisch – und auch als überflüssig an, denn während „normale“ Fans als notwendige Vereinsbasis im Unklaren gelassen werden, besorgen sich ökonomisch orientierte Insider ie Daten ohnehin…
Aus der Sicht eines Fußballfans bin ich für eine klare Kommunikation. Sich über potentielle Abgänge Gedanken zu machen oder zu sehen das Spieler anderer Vereine „frei“ werden, gehört für mich zum Fußball dazu. Das sehe ich auch im Hinblick auf das Thema Datenschutz nicht als kritisch. Im Grunde kennt jeder die ungefähren Laufzeiten von Verträgen im Fußball. Wo ist also das Problem dies auch im Detail zu kommunizieren?
Bei Gehalt und Verletzung kann man das dann schon differenzierter sehen.
Aus Sicht des Vereins kann ich zumindest in Teilen den Hintergrund verstehen. Man möchte Vertragslaufzeiten nicht einfach und für jeden einsehbar präsentieren. Das schützt womöglich davor, dass sich andere Vereine schneller mit einem gewissen Spieler beschäftigen, wenn die Restlaufzeit des Vertrags ersichtlich ist.
Auch wird man sich ein Stückweit nicht rechtfertigen wollen, wenn man einem Spieler einen langfristigen Vertrag gibt, der dann total floppt.
Allerdings bin ich „nur“ Fan und nicht der Verein, daher würde mich die Vertragslaufzeit natürlich interessieren und bin für eine offene Kommunikation.
Fußballprofis sind mit „normalen“ Angestellten nicht zu vergleichen und stehen auch in der Öffentlichkeit. Da es bei dem Thema keine einheitliche Regelung gibt, viele Vereine die Laufzeiten aber offen legen, fände ich es gut, wenn auch die Lilien wieder dazu übergehen würden. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Berater und Vereine sind doch ohnehin in Kontakt. Wem hilft also diese „Geheimniskrämerei“?
Warum sollte man aus Vertrsgslaufzeiten ein Geheimnis machen wollen, in der heutigen Zeit sollte alles transparenter sein !
Finde ich total überzogen vom Kollegen Fernie, wie so einiges in der Vergangenheit was Entlassungen anging!!!
Ich würde die Vertragslaufzeiten auch gerne wissen. Heute wird doch fast alles in den Medien veröffentlicht, warum also nicht auch die Vertragslaufzeit? Ablösesummen finde ich nicht so spannend, die können die Vereine gerne für sich behalten.