Wechsel perfekt: Mittelfeldspieler Paul Will wechselt vom SV Darmstadt 98 zu Ligakonkurrent SpVgg Greuther Fürth. Für die Franken war der 27-Jährige bereits in der zurückliegenden Rückrunde auf Leihbasis aktiv. Nun verständigten sich beide Vereine auf einen permanenten Transfer verständigt, wie der SV Darmstadt 98 am Freitag mitteilte.
Der Wechsel kam nicht überraschend. Am Sonntag war will zwar noch beim Trainingsauftakt der Lilien dabei, am Donnerstag hatte er wegen des Wechsels aber bereits gefehlt (-> siehe Lilienblog-Bericht). In den Wochen zuvor war schon darüber spekuliert worden, dass der Spieler in Fürth bleiben könnte, obwohl die Darmstädter Verantwortlichen ihn gerne wieder zurückgehabt hätten.
Fernie: Fürth hat unsere Bedingungen erfüllt
Irritationen hatte es zwischenzeitlich gegeben, weil bei Lilien-Sportdirektor Paul Fernie nach eigener Aussage kein Anruf aus Fürth eingegangen war, obwohl ein Abgang öffentlich ein Thema war. Die spätere Aussage von Fürths Sportsgeschäftsführer Daniel Meyer, er habe mit Geschäftsführer für den Lizenzspielerbereich, Tom Eilers, gesprochen, machte es nicht besser – implizierte sie doch, dass es keinen Austausch zwischen Fernie und Eilers gegeben habe.
Fernie erklärte nun: „Paul hat uns signalisiert, dass er nach dem Ende seiner Leihe auch zukünftig gerne für Fürth auflaufen möchte. In den vergangenen Tagen ging es darum, eine Lösung zwischen den Vereinen zu finden. Fürth hat unsere Bedingungen für einen Transfer erfüllt und wir konnten Pauls Wunsch daher entsprechen.“
Bessern die Lilien jetzt personell nach?
Will, der im Nachwuchs von Kaiserslautern und von Bayern München gespielt hatte, war im Juli 2024 ablösefrei aus Dresden zum SV Darmstadt 98 gewechselt. Sein Marktwert wird aktuell auf rund 600.000 Euro geschätzt. In Fürth unterschrieb er nun einen Vertrag bis 2029.
Für die Lilien bestritt er nur zwölf Pflichtspiele. Ein Kreuzbandriss im Herbst 2024 setzte ihn mehr als ein Jahr außer Gefecht. In der Rückrunde der Saison 2025/26 wurde er nach Fürth verliehen. Dort kam der Linksfuß in 15 Zweitliga-Partien und den beiden Relegationsspielen gegen Drittligist Essen zum Einsatz und hatte maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt.
Nicht unwahrscheinlich, dass die Lilien nun auf der Doppel-Sechs nachbessern. Dort stehen aktuell nur Kai Klefisch und Hiroki Akiyama zur Verfügung. Merveille Papela fällt wegen einer Knieoperation die gesamte Hinrunde aus. Obwohl Neuzugang Nicolas Verkooijen (19) meist offensiver spielte, ist traut ihm Trainer Florian Kohfeldt die Sechserposition ebenfalls zu. Doch der junge Belgier benötigt wahrscheinlich noch Zeit.
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Bildquellen
- Paul Will: Arthur Schönbein





Ich hätte mir gewünscht, dass er bei uns den Kampf um einen Platz in der Stammelf angenommen hätte. Für mich persönlich wäre er der bessere Partner zu Akiyama gewesen. So müssen wir auf der Position nochmal nachlegen.