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Liam Braun, Kelvin Kunstmann und Mika Schlosser – im Testspiel gegen Fehlheim (->) gaben beim SV Darmstadt 98 gleich drei Nachwuchsspieler ihr Debüt in einer Partie der Profis. Trainer Florian Kohfeldt zeigte sich nach der Partie zufrieden, bremste aber zugleich die Erwartungen.

Braun und Kunstmann hatten bereits während der vergangenen Woche mit den Profis trainiert. Schlosser war kurzfristig dazugekommen, weil Killian Corredor wegen seines bevorstehenden Wechsels nach Frankreich (->) freigestellt wurde.

„Mika hat mir vorne gut gefallen. Er hat 20 Minuten gekriegt und ist marschiert“, sagte Kohfeldt über den 19-jährigen Mittelstürmer, der den Treffer zum 8:0-Endstand erzielte. In den vergangenen zwei Jahren hatte Schlosser für die U21-Mannschaft in 60 Hessenliga-Spielen immerhin 17 Tore erzielt.

Ein Ex-Frankfurter und ein Ex-Mainzer

Kunstmann, der bei Eintracht Frankfurt ausgebildet wurde und für die deutsche U15- und U16-Nationalmannschaft fünf Spiele bestritt, gehört seit vergangenem Sommer dem Hessenliga-Team der Lilien an. Er half im ersten Durchgang in Fehlheim auf der linken Abwehrseite aus, ist aber eher Rechtsverteidiger.

Im zweiten Durchgang spielte Braun dann auf der linken Außenbahn, was auch seine Stammposition ist. Braun ist ein Eigengewächs des 1. FSV Mainz 05. Bis zum Ende der vergangenen Saison spielte er dort für die U17. Nun ist der 17-Jährige für die Lilien am Ball.

Braun soll ebenso wie Schlosser in der kommenden Woche bei den Profis bleiben – „einfach, weil wir Spieler brauchen, um große Spielformen trainieren zu können“, wie Kohfeldt sagte. „Und ich hoffe, dass die Jungs das so machen, wie sie es heute verstanden haben. Es gibt nämlich auch als Jugendspieler keinen Moment, in dem man sagt: Ich habe Zeit oder ich warte.“

Grundsätzlich wolle man im Austausch mit dem Sportlichen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), Max Mehring, versuchen, die Schnittstelle zu verbessern, die – auch historisch bedingt – nicht so ertragreich sei in Darmstadt. „Das wird ein bisschen Zeit erfordern, das wird eine Menge Arbeit erfordern und das wird auch Geduld erfordern“, sagte Kohfeldt.

Kohfeldt will keine falschen Erwartungen wecken

Vielleicht fahre dann in einer Woche auch der eine oder andere dieser Nachwuchsspieler mit ins Trainingslager. „Das hängt aber ehrlicherweise davon ab, wann die Neuzugänge kommen“, sagte Kohfeldt. „Ich bin kein großer Freund davon, falsche Erwartungen zu wecken bei den Jungs, um sie dann wieder enttäuschen zu müssen.“

Zwei andere Nachwuchsspieler hat der SV Darmstadt 98 kürzlich erst mit Profi-Verträgen ausgestattet: Milian Herbst und Manolo Merx. Beide waren auch in Fehlheim dabei. Herbst spielte eine Halbzeit, Merx sogar 65 Minuten, wobei ihm wie schon im ersten Testspiel gegen Arheilgen ein Tor gelang.

Der 17 Jahre alte Außenbahnspieler wisse noch nicht, wie er seine absolute Stärke und Geschwindigkeit auf den Platz bringen könne. „Da muss man ihm noch helfen“, sagte Kohfeldt. Zudem müsse sei er noch ein bisschen unsauber im Pass- und Kombinationsspiel. Aber er sei „total bereit zu lernen“. Das seien Voraussetzung. „Schauen wir mal aufs Trainingslager“, sagte Kohfeldt.

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Bildquellen

  • SGA-SVD2026-27-blog-0033: Arthur Schönbein

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