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Gut zehn Jahre nach seinem Tod bekommt der wohl bekannteste Lilien-Fan Jonathan „Johnny“ Heimes  einen neuen und dauerhaften Ort des Gedenkens: In dieser Woche begannen die Arbeiten für den Jonathan-Heimes-Platz am Merck-Stadion am Böllenfalltor, wie der Verein am Freitag mitteilte.

Mit der Neugestaltung des Haupttribünen-Vorplatzes erhält der Bereich vor dem Stadion künftig den Namen des vor rund zehn Jahren an Krebs verstorbenen Fans, dessen Motto „Du musst kämpfen“ und die entsprechenden blau-weißen Motivationsarmbändchen bis heute untrennbar mit den Lilien verbunden ist.

Legendär wurde Heimes im Zusammenhang mit dem Zweitligaaufstieg 2014. Der damalige Cheftrainer Dirk Schuster erzählte seinen Spielern nach dem mit 1:3 verlorenen Hinspiel gegen Bielefeld von Heimes und ließ sie die Bändchen tragen. Das Rückspiel wurde mit 4:2 gewonnen und ging als „Wunder von Bielefeld“ in die Vereinsgeschichte ein.

Künftig keine Jonathan-Heimes-Tribüne mehr

Die Arbeiten am Platz vor der Haupttribüne sollen bis zum Heimspiel gegen Hannover 96 (30. August) oder Arminia Bielefeld (11. September) abgeschlossen sein. Die Südtribüne, die in den vergangenen Jahren „Jonathan-Heimes-Tribüne“ hieß, wird laut Verein künftig wieder unter ihrer ursprünglichen Bezeichnung geführt.

Entstanden sei die Idee mit dem Platz im Frühjahr aus einer Initiative der Fanszene. Das Konzept selbst wurde in Abstimmung mit dem SV 98 und der Familie Heimes ausgearbeitet, wie der Verein mitteilte.

Pfitzner würdigt Mut und unerschütterlichen Kampfgeist

Markus Pfitzner, Präsident des SV 98 erklärte „Jonathan Heimes war ein Kämpfer, Vorbild und Brückenbauer. Sein Wirken und Motto prägen den Verein bis heute. Und Johnnys Mut, seine Lebensfreude und sowie unerschütterlicher Kampfgeist sind bis heute eine Inspiration für viele Menschen. Daran soll der Platz auf unserem Stadiongelände erinnern.“

Die Lilien bedanken sich bei Merck, das Impulsgeber bei der Umbenennung der Südtribüne in die Jonathan-Heimes-Tribüne war, sowie Entega, das wie Merck im Jahr 2017 im Zuge der Umbenennung auf Werbeflächen am Dachkranz verzichtet hat. Zuvor hatte Merck zudem auf seine Namensrechte verzichtet, sodass das Merck-Stadion am Böllenfalltor in der Spielzeit 2016/17 den Namen „Jonathan-Heimes-Stadion“ trug. Auch die Lilien hatten sich mehrfach für die von Heimes gegründete Hilfsorganisation „Du musst kämpfen“ engagiert.

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Bildquellen

  • DSC_1763: Handout SV Darmstadt 98

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