Nach 60 Minuten war es so weit: Hojae Lee kam beim Stand von 0:2 für Kiel als Einwechselspieler für Fynn Lakenmacher, der sich bis dahin erfolglos im Darmstädter Angriff gemüht hatte. Auch wenn man den Umschwung nicht allein am südkoreanischen Neuzugang festmachen kann, so trug er bei seinem Zweitliga-Debüt doch einen beträchtlichen Teil dazu bei, dass die Lilien am Ende noch einen Punkt am Böllenfalltor behielten.
Zum ersten Mal richtig für Aufsehen sorgte der Angreifer allerdings zunächst in der Trinkpause sechs Minuten nach seiner Einwechslung. Yosuke Furukawa lag mit Krämpfen am Boden. Der 1,92 große Südkoreaner schnappte sich den 1,74 Meter großen Japaner kurzerhand und trug ihn – unter den verblüfften Blicken einiger Mitspieler – auf den Armen vom Feld.

Starkes Bild: Der hilfsbereite Hojae Lee trägt den angeschlagenen Yosuke Furukawa vom Platz.
Erinnerungen wurden wach an eine Szene vor gut acht Jahren. Der damalige Lilien-Angreifer Baris Atik (heute Magdeburg) hatte sich im Spiel gegen Braunschweig verletzt und sein Mitspieler Terrence Boyd trug ihn ebenfalls vom Platz – beide in einer ähnlichen Größenordnung und Gewichtsklasse wie nun Furukawa und Lee.
Für Kohfeldt das Bild des Spiels
„Wenn man sagt, dass es ein Teil des Scoutings ist, einen Lilien-Spieler nach der Mentalität zu verpflichten, dann weiß ich jetzt schon, was das Bild des Spiels ist“, sagte ein schmunzelnder Florian Kohfeldt nach der Partie mit Blick auf seinen Neuzugang.
Den eigentlichen großen Auftritt hatte Lee jedoch in der 76. Minute: Keeper Marcel Schuhen leitete schnell in den Lauf von Kai Klefisch ein, der nicht angegangen wurde, dynamisch das halbe Spielfeld überquerte und vor dem Strafraum zu Lee passte. Dessen satter Schuss schlug im linken Eck ein.
Für Lee, der seit knapp zwei Wochen bei den Lilien ist, war es das perfekte Debüt. Nicht unwahrscheinlich, dass er gegen Dresden eine Chance von Beginn an bekommt. Und dann soll ja zeitnah noch ein dritter Mittelstürmer kommen. Dann könnten sich innerhalb weniger Tage die vor allem von außen viel beschworenen Probleme im Darmstädter Sturm in Luft aufgelöst haben.
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Bildquellen
- DSC_2928: Roland Holschneider
- LBL_8516: Roland Holschneider




Wow! Diesen Optimismus möchte ich haben – also sowohl den der Kommentatoren als auch den des Autors des Textes darüber…
Lee hat nach seiner unbestrittenen sehr bemerkenswerten Szene mit Furukawa dann auch noch direkt ein erstes sehenswertes Tor in der Liga geschossen – erfolgreiche Fernschüsse am Rande oder außerhalb der Box sind bei den Lilien ja eher eine Seltenheit.
Das der Autor aber vermutet, daß mit dem ermutigenden ersten Auftritt nach Einwechselung durch Lee und einer weiteren Mittelstürmer Verpflichtung -zu dessen sportlicher Kategorie wir ja noch keine Information haben- und dem weiter hart arbeitenden aber im Abschluss wenig auffälligen Lakenmacher alle „von Außen herauf beschworenen Probleme im Sturm in Luft aufgelöst haben könnten“ ist schon besonders optimistisch. Durch die Aufholjagd nach grottenschlechtem Spiel in Halbzeit Eins ja beinahe schon euphorisiert!
Was wollen denn beispielsweise die Nürnberger da annehmen? Die können nach dem Auftritt von Zoma vermutlich nur noch vom Aufstieg mit dem Torschützenkönig Zoma ausgehen – 20 Mio. Euro Transferentschädigung stellen sie sich ja angeblich jetzt schon vor.
Zum Glück hat Lee keinen Hattrick geschnürt…
Nein, die Nürnberger haben eher dauerhaft Angst, wie es weitergeht, sollte ihnen jemand Zoma in den nächsten Wochen noch weglaufen, was durchaus wahrscheinlich ist.
„Grottenschlecht“ fanden die erste Halbzeit am Samstag übrigens nur wenige. Sie war einfach nicht gut.
Nicht nur hier auch in seiner Heimat schlägt das gestrige Spiel ein wie eine Bombe. Wir sind dank Lee in den TV Nachrichten in Korea. Insbesonere Lees erste Hilfe support bei Furu hat es den Moderatoren angetan. Stolz berichtet der Moderator über sein erstes Tor für die Lilien.
Bitte Auto KI Übersetzung auf English einstellen (Zahnrad anklicken): https://www.youtube.com/watch?v=hxNVNt2wsL0
Danke für den Link, was Du alles findest😀
Lee ist eine Maschine! Das sah gestern schon sehr vielversprechend aus. Zugleich ist es beruhigend, denn Lakenmacher hat nicht das Format für die zweite Liga. Fynn ist immer engagiert, aber die Qualität ist einfach nicht ausreichend. Es hat mich überrascht, dass der Wechsel nicht direkt mit dem Seitenwechsel erfolgte.
Das war’s erst einmal von Lackenmacher. Man kann ihm nichts vorwerfen, er gibt sich Mühe, und das sieht man. Ich drücke ihm die Daumen, aber es reicht einfach nicht aus.
Lee hingegen hat sich schon nach einem Spiel den Status einer Legende gesichert.
Lee ist ein echter Sympathie Träger und das nach kurzer Zeit. Das macht Hoffnung auf mehr schöner Lee Momente.