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Kohfeldt über Klefisch, Smit und Jena

Florian Kohfeldt, SV Darmstadt 98 Trainingslager Bad Wörishofen

SV Darmstadt 98 Trainingslager Bad Wörishofen



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Nach der Pressekonferenz in Dresden sprach Trainer Florian Kohfeldt über einige Personalien beim SV Darmstadt 98 und die weiteren Aussichten. Der Lilienblog dokumentiert seine wichtigsten Aussagen:

Die Gelb-Rote Karte für Kai Klefisch

Auch wenn wir vorher nicht 50 Torchancen hatten, war das die Phase, in der man das Gefühl hatte, wir drücken Dresden jetzt hinten rein. Vier, fünf Ecken nacheinander, Freistöße – da hätte ich mir gewünscht, dass wir 11 gegen 11 weiterspielen. Die erste gelbe Karte für Kai war dumm. Er kennt die Regeln. Ich habe ihn vorher schon darauf hingewiesen: Du bist nicht Ansprechpartner für den Schiedsrichter, hör auf abzuwinken. Selbst wenn er Ansprechpartner gewesen wäre, diese Emotionen muss er im Griff halten, weil er damit sich und der Mannschaft schadet. Ich rede hier nicht über einen 19-Jährigen, Dann muss ich ihn aber in Schutz nehmen, denn die zweite Gelbe Karte ist für mich keine. Er spielt den Ball, er trifft ihn unten überhaupt nicht. Aber dass wir uns darüber ärgern, kommt nur, weil er selber sich in die Situation gebracht hat, dass er schon Gelb hatte.

Mangelnde Durchschlagskraft

Das ist ehrlicherweise letzte Woche gegen Kiel schon ähnlich gewesen. Unsere Raumaufteilung ist gut, wir sind schwer zu pressen und kriegen den Ball in gute Zonen. Aber diesen Automatismus im letzten Drittel, dieses „ich spiele den Ball jetzt und ich weiß genau, was der andere macht“ – das haben wir einfach noch nicht. Und ich muss auch klar sagen, das war erwartbar. Nach 30 Transferbewegungen im Kader darf das bitte keinen überraschen. Aber das macht mich nicht nervös. Es wird darauf ankommen, was wir trotzdem heute gezeigt haben, auch nach der gelben-roten Karte: dieses komplette Wollen, dieses Nie-Aufgeben. Ich glaube, das war schon deutlich zu sehen. Wir versuchen das weiterhin im Vordergrund zu stellen und weiter zu trainieren.

Debüt Milan Smit

Milan ist vor 48 Stunden gelandet und hat individuell trotzdem ein ordentliches Spiel gemacht, gut die Bälle abgelegt, sauber in den Aktionen gewesen, Spielverlagerungen gespielt. Er ist ein Stürmertyp, der auch mal ins Mittelfeld kommt, der Dynamik erzeugen kann über den Seitenwechsel und dann selber wieder in die Box geht. Hatte er immer das Timing, den tiefen Lauf zu machen im richtigen Moment? Nein! Aber auch diese Dinge werden kommen.

Smit statt Lee

Milan war ein Spieler, um den wir sehr lange gekämpft haben. Um Hojae auch, aber es ist trotzdem so, dass ich das Gefühl hatte, dass Milan von Beginn an einen Status bekommen soll. Damit sage ich nicht, dass er jetzt immer gesetzt ist, aber ich wollte ihm sofort dieses Gefühl geben – weil nur deshalb konnten wir ihn bekommen: Wir glauben an dich. Und Hojae war ja letzte Woche ein extrem guter Einwechselspieler. Wenn Hojae reinkommt, kann er den Impuls setzen. Deswegen habe ich mich zunächst für Milan entscheidend.

Fynn Lakenmachers Nichtberücksichtigung

Das war nicht einfach, aber ich muss dazu sagen, dass er fast die komplette Woche nicht trainiert hat, nur das Abschlusstraining gemacht hat. Er hatte starke Leistenschmerzen nach dem Kiel-Spiel. Und dementsprechend habe ich mich dann dafür entschieden, dass ich lieber noch einen Spieler im Mittelfeld mitnehme, gerade nach dem Ausfall von Hiro (Akiyama), der krank war.

Carlo Sickingers Debüt

Ich habe ihn gut gesehen. Man hat dann im Laufe des Spiels aber auch gesehen, dass er letztes Jahr nicht viel gespielt hat. Es ist klar, dass 90 Minuten 2. Liga etwas anderes sind als Freundschaftsspiele. Deshalb mussten wir ihn runternehmen, weil er Krämpfe bekommen hat. Aber bis dahin hat er ordentliche Momente gehabt, auch in der Balleroberung.

Gegentor

Wir haben zwei Momente, außen einmal mit Furu, wo er zupacken muss, dann im Mittelfeld mit Kai, wo er zupacken muss, und dann dürfen wir in der letzten Kette nicht nervös werden. Wir öffnen einen Raum, den wir in dem Moment noch gar nicht öffnen müssen. Wir sind nicht mehr im Pressing, das ist ein Unterschied. Wir haben mit zwei Spielern den Ball nicht gewonnen, da im Mittelfeld, und der Gegner kann offen aufdrehen, dann musst du zurückfallen, und dann darfst du da nicht die Kette aufmachen. Aber momentan ist es halt auch ein bisschen so, dass dieser Moment dann natürlich auch sofort bestraft wird in dem Spiel. Das war gegen Kiel schon genauso, aber das wird uns nicht umwerfen

Das Pokalspiel gegen Regionalligist Jena

Mit einer Niederlage in das nächste Spiel zu gehen, ist immer scheiße. Wir brauchen keinen Push. Wofür brauchen wir denn einen Push? Wir spielen DFB-Pokal. Wer da einen Push braucht, kann zu Hause bleiben. Und wenn einer im Bus gleich lacht, dann hat er ein Problem. Seit ich hier Trainer bin, gibt es keine Wertigkeit zwischen einem Ligaspiel und einem Pokalspiel. Es sind immer Pflichtspiele, die wir unbedingt gewinnen wollen.

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Bildquellen

  • Florian Kohfeldt, SV Darmstadt 98 Trainingslager Bad Wörishofen: Arthur Schönbein
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