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Erst seit Januar in Darmstadt und kein unangefochtener Stammspieler, zuletzt zudem angeschlagen – die Berufung von Raoul Petretta in den Mannschaftsrat des SV Darmstadt 98 (->) durch Trainer Florian Kohfeldt kam für Außenstehende durchaus überraschend. Doch es gibt einleuchtende Argumente dafür.

Der Linksverteidiger bringt viel Erfahrung mit, spielte in den USA, in der Türkei und wurde beim FC Basel in der Schweiz ausgebildet. Sogar für die U21-Nationalmannschaft von Italien bestritt der in Deutschland geborene Petretta ein Spiel. Vor allem seine ruhige Art soll dem Mannschaftsrat eine zusätzliche Komponente geben. „Er (Trainer Florian Kohfeldt) wollte einen Spieler haben, der die Ruhe in die Mannschaft bringt, in den Mannschaftsrat“, erzählte er nach dem Hannover-Spiel.

„Wir haben Spieler wie Schuh und Vuko im Mannschaftsrat, die sehr körperlich und auch ein bisschen lauter sind“, sagte der 29-Jährige weiter. Er solle sie in hitzigen Momenten wie im Spiel gegen Hannover dann ein wenig runterholen. Kohfeldt hatte kürzlich unter anderem über Petretta gesagt: „Er hat eine sehr gute Verbindung zu den Älteren. Der kann auch mal dem Schuh sagen: Halt mal den Mund.“ Umgekehrt könne er aber auch mal einen jungen Spieler in den Arm nehmen. Für Petretta ist die neue Aufgabe im Mannschaftsrat eine Ehre. „Der Trainer wollte mich unbedingt drin haben. Ich habe ganz klar zugesagt“, erzählt der Linksverteidiger.

Keine Rückkehr nach Basel

Vor einigen Wochen waren Gerüchte über eine mögliche Rückkehr nach Basel aufgekommen, die Petretta ziemlich überraschten: „Ganz ehrlich, ich habe davon nichts gewusst.“ Erst als er zahlreiche Nachrichten von Freunden und Bekannten bekommen hatte, wurde er auf die Gerüchte aufmerksam. „Alle Kollegen wussten mehr als ich. Ich war zu Hause und plötzlich kriege ich 700 Nachrichten.“, erzählt er. Dass die Gerüchte ihn betrafen, kann Petretta nachvollziehen: „Klar, weil es meine Heimat ist logischerweise“ An einer möglichen Rückkehr sei allerdings „absolut nichts dran“, stellte er klar.

Von Lilienblog-Autorin Nele Strangfeld

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Bildquellen

  • SVD-f95-2025-26-blog-0061: Arthur Schönbein

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