Nach der Wolfsburg-Klatsche sind Nick, Stephan und Yaku reif für die Couch – die aktuelle Heinerstube als Therapiestunde. Was gibt noch Hoffnung? Was muss sich ändern? Und kann Florian Kohfeldt auch Krise?
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Ich bin überrascht, dass es zu dieser Runde keine Kommentare gibt. Schön, dass wenigsten einem mal der Kragen platzt und wenig überraschend, dass es Nick ist. Die Passage, in der er die fehlende Antizipation einfachster Abläufe beim Gegner beschreibt, ist genau das, was man beim Betrachten der Spiele im Moment im Minutentakt erlebt.
Meines Erachtens hat das aber nicht notwendig mit mangelnder Antizipation zu tun, sondern damit, dass sich alle unsere Akteure an eine vorgegebene Linie, eine „Taktik“, an einen „Matchplan“ klammern … und dieser Matchplan wird eine um die andere Situation ausgehebelt, weil es uns einfach viel zu selten gelingt, selbst die Initiative zu übernehmen – und zu behalten. Jeder hat Angst, vom Plan abzuweichen – selbst wenn offensichtlich ist, dass er a) nicht funktioniert weil b) die Spieler nicht den Wumms haben, ihn durchzusetzen. Und auch wenn dieser „Matchplan“ bis ins letzte Detail ausgearbeitet ist, weil Kohfeldt ja ein „akribischer Arbeiter“ ist (welcher Trainer ist eigentlich keiner?) – er scheitert seit Monaten an der Realität, nämlich an der Realität, dass jedes Mal ein Gegner auf dem Platz steht, der sich einen Scheißdreck um unseren akribisch ausgearbeiteten Matchplan schert.
Wo also ist derjenige, der den Arsch in der Hose hat, so einen Matchplan mal ab- und den Kollegen den Marsch zu blasen – und das eher früher als später?
Den haben wir nicht. Weder auf dem Feld noch an der Seitenlinie. Und das ist bitter.
@Maddin: Die Diskussion mit mehr als 140 Kommentaren zur Heinerstube findetdiesmal quasi ausschließlich auf YouTube statt, ohne dass wir das besonders forciert hätten.