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Erfolgserlebnis für die Lilien: Der SV Darmstadt 98 hat sein Testspiel auf der USA-Reise gegen San Antonio FC klar gewonnen: Am Dienstagabend (Ortszeit) gab es ein 7:0 (4:0) gegen einen allerdings über weite Strecken überforderten US-Zweitligisten. Die Lilien-Tore beim ersten Spiel der Vereinsgeschichte in den USA erzielten Lance Duijvestijn (12.), Hojae Lee (14.), Milan Smit (23. und 45.+2), Lars Kehl (54.), Ibrahim El Kadiri (69.) und Milian Herbst (90.+1).

Personal

Es begann weitgehend die gleiche Startformation wie im Spiel gegen Wolfsburg (1:5) – mit zwei Ausnahmen: Marco Richter und Lance Duijvestijn begannen für Noah Weißhaupt (aus privaten Gründen nicht mit in die USA gereist) und Carlo Sickinger (zunächst auf der Bank). Zum zweiten Durchgang wechselte Trainer Florian Kohfeldt fünf Spieler ein, nahm unter anderem Stammkeeper Marcel Schuhen und Doppeltorschützen Smit vom Feld. Nach einer guten Stunde brachte der Lilien-Coach nochmals vier neue Spieler.

Spielverlauf

Die Lilien übernahmen von Beginn an die Initiative gegen die Texaner und gingen nach gut zehn Minuten durch einen Doppelschlag in Führung. Nach einem Pfostenschuss von Smit staubte Duijvestijn ab, keine zwei Minuten später versenkte Lee eine Hereingabe Smits von der linken Außenlinie im Strafraum. Der dritte Treffer war dann eine Kopie mit vertauschten Rollen: Die Hereingabe von Lee schob Smit ein. In der Nachspielzeit verwertete Smit einem vom Torhüter nach vorne abgewehrten Richter-Freistoß zum vierten Lilien-Treffer.

Im zweiten Durchgang erhöhte der eingewechselte Kehl nach Vorlage von Lee im Nachschuss auf 5:0. Nur wenige Augenblicke später verhinderte Brunst mit einer starken Reaktion den Anschlusstreffer für die Gastgeber. Etwas ärgerlich: Einen an Lee verursachten Elfmeter Richter schoss – wie bereits Duijvestijn in Kaiserslautern – nur an die Unterkante der Latte. Eine Co-Produktion der Einwechselspieler Furukawa und El Kadiri verwandelte letzterer zum sechsten Lilien-Tor. Herbst setzte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den Schlusspunkt.

Das war gut

  • Die Doppelspitze mit Smit und Lee harmonierte sehr gut und ist torgefährlich.
  • Duijvestijn nutzte die vielen Freiräume und agierte vor allem im ersten Durchgang stark als Spielmacher und Passgeber.
  • Sieben Tore sind gut für das zuletzt ziemlich angeknackste Selbstbewusstsein.

Da ist noch Luft nach oben

  • Vor allem nach der 3:0-Führung leisteten sich die Lilien Unkonzentriertheiten und Leichtsinnsfehler im Passspiel (unter anderem Schuhen, Vukotic), die ein besserer Gegner womöglich genutzt hätte.
  • Der zweite vergebene Elfmeter der Saison und Richters kopfschüttelndes Lächeln danach – etwas mehr Ernsthaftigkeit würde nicht schaden.
  • Nur eine knappe halbe Stunde nach seiner Einwechslung musste Sickinger verletzt vom Platz – hoffentlich nichts Ernsthaftes.

Aufstellung

Schuhen (46. Brunst) – Lannert (64. Merx), Pfeiffer (46. Lührs), Vukotic (64. Dettoni), Petretta (46. Kleinhansl) – Klefisch (46. Sickinger, 73. Lakenmacher), Verkooijen (85. Herbst), Richter (64. El Kadiri), Duijvestijn (85. Steineck) – Smit (46. Kehl), Lee (64. Furukawa)

Tore

0:1 Duijvestijn (12.), 0:2 Lee (14.), 0:3 Smit (23.). 0:4 Smit (45.+2), 0:5 Kehl (54.), 0:6 El Kadiri (69.), 0:7 Herbst (90.+1)

Besondere Vorkommnisse: Richter schießt Foulelfmeter an die Latte (63.)

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Bildquellen

  • Fahne_Lilien: Pixabay

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