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Aleksandar Vukotic nahm nach der Partie kein Blatt vor den Mund: „Warum ist es immer dieselbe Scheiße? Es ist immer dieselbe Scheiße, wie in der ersten Halbzeit im Spiel gegen Kiel“, sagte der 31-jährige Innenverteidiger nach dem 3:1-Heimsieg gegen Cottbus über seinen haarsträubenden Fehler vor dem 0:1. „Es muss ich definitiv ändern, dass ich von der ersten Minute an im Spiel bin.“

Im Auftaktspiel gegen Kiel hatte Vukotic beide Gegentore maßgeblich mitverschuldet, im zweiten Heimspiel gegen Hannover sich dann noch eine überflüssige Rote Karte wegen Handspiels eingehandelt.

Vukotic will keine Alibis

Eine Erklärung für seine hohe Fehlerquote in der laufenden Saison hat er selbst nicht: „Ich habe gesagt, ich will keine Entschuldigungen suchen und keine Alibis. Es sind definitiv einfache Fehler. Das ist etwas, was mir normalerweise nicht im Spiel passiert.“

Nach dem Tor hatte Vukotic noch mit seinem Nebenmann Patric Pfeiffer diskutiert. „Ja, das war vor der Situation, als Cigerci zum Tor ging und ich nicht wusste, ob ich ihm folgen sollte“, erklärte er. „Und dann war ich ein wenig zu spät, um in die letzte Linie zurückzukommen.“

Entscheidend sei jedoch gewesen, wie man nach solchen Fehlern reagiere. „Ich mache Fehler, also war es wichtig für mich, dass ich wieder treffe“, sagte Vukotic. Mit seinem Kopfballtreffer nach Eckball von Lance Duijvestijn brachte er sein Team schließlich auf die Siegerstraße. Bereits gegen Kiel hatte er ebenfalls nach einer Duijvestijn-Ecke den Treffer zum 2:2-Endstand erzielt.

Kohfeldt zwischen Kritik und Galgenhumor

Florian Kohfeldt hätte nach der Partie am liebsten nicht über seinen Spieler gesprochen, wurde dann aber doch gefragt: „Ich sage es mal so: Vuko weiß genau, dass das bislang noch keine fehlerfreie Saison für ihn war“, sagte der Lilien-Trainer mit einer sehr freundlichen Umschreibung. Und mit einem kräftigen Schuss Ironie fügte er in Anspielung auf die Rote Karte gegen Hannover an: „Er hat diesmal nicht die Hand genommen.“

Inhaltlich sei in der Situation vor dem Gegentor eigentlich klar gewesen, was Vukotic hätte tun sollen: „Er sieht, dass der Spieler bereit ist für einen langen Ball. Dann ist die klare Regel: Solange er nicht bereit ist für einen langen Ball – nachrücken. Wenn er bereit ist, ausholen, absetzen.“ Diese Regel lerne man relativ früh im Fußball. Vukotic habe sie missachtet und dadurch sein Team in eine schwierige Situation gebracht.

Wieso der Trainer Vukotic weiter vertraut

Eine Erklärung für die hohe Fehlerquote seines Spielers hatte auch der Lilien-Coach nicht. Zu sagen, Vukotic fehle es an Spielpraxis, nachdem er vergangene Rückrunde kaum gespielt habe,, sei aber auf jeden Fall zu billig.

„Er hat von Anfang an in der Vorbereitung das absolute Vertrauen gekriegt. Er war von Tag eins an gesetzt.“ Dass er vor Matej Maglica stehe und zusammen mit Patric Pfeiffer die Innenverteidigung bilde, sei klar gewesen. „Das ist bei einem der wenigen Mannschaftsteile seit Ende Juni so. Da können wir nicht Mitte Oktober sagen: Wir haben keine Spielpraxis oder sind nicht eingespielt.“

Dennoch gab Kohfeldt seinem Spieler volle Rückendeckung. „Er wird wieder auf dieses Level kommen, auf dem er war“, sagte er. „Vuko genießt mein Vertrauen und wird es auch weiterhin genießen. Und um es deutlich zu sagen: Ich mag Spieler, die nach Fehlern nicht komplett wegbrechen. Das muss man ihm immer wieder zugutehalten.“

Euch ist ein Fehler aufgefallen? Dann lasst es uns hier per Mail (->) wissen.

Ein Kommentar

  • Ottmar sagt:

    ….würde mich echt freuen,wenn er allmählich seine Interviews mal auf Deutsch geben könnte… Aber gut, er wird seine Gründe haben..Ist mir halt nur aufgefallen weil er ja schon 4,5 Jahre in Deutschland Fußball spielt. Sein Fehler heute will ich mal nicht so negativ bewerten,der Cottbuser Stürmer hat den Ball auch super mitgenommen,ob er das ein zweites Mal so schafft? Aber vllt sollte sich Lee bei dem Kollegen im Sturm mal Nachhilfe geben lassen. Denn Lee hätte ein paar Minuten zuvor den Ball weit abtropfen lassen. Aber dafür war er bei der Vorlage zu Weisshaupts 1:1 hellwach,prima gemacht. Aber zurück zu Vuko: Sein 2:1- ein Super Kopfball. .

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