Grundsätzlich hält Florian Kohfeldt große Stücke auf Lance Duijvestijn. Der Niederländer, der von Sparta Rotterdam geholt wurde, sei wohl der gestandenste Spieler, den der Verein im Sommer verpflichtet habe, sagte der Lilien-Coach bereits mehrfach. Jedoch: Die vergangenen drei Spiele kam der 27-jährige Offensivspieler nur von der Bank.
Der Knackpunkt war die Partie gegen Kaiserslautern. Als es beim Stand von 0:0 Elfmeter für die Lilien gab, schnappte sich Duijvestijn den Ball, obwohl eigentlich Angreifer Milan Smit als Schütze vorgesehen war. Und dann jagte er den Ball an die Latte. Vor diesem Hintergrund ein besonders ärgerlicher Fehlschuss.
Aber dass der Spieler dann den quasi nächsten Ball mit der Hacke mitnehmen wollte, kam bei den Verantwortlichen überhaupt nicht gut an. Am Ende verloren die Lilien 0:3, und Duijvestijn gehörte fortan nicht mehr zur Startformation.
Aufsteigende Tendenz und bereits vier Scorerpunkte
Immerhin: Zuletzt zeigte der Niederländer wieder aufsteigende Tendenz. Im Testspiel gegen San Antonio spielte er stark. Und als er gegen Cottbus eingewechselt wurde, war er enorm präsent, druckvoll und sorgte maßgeblich für die Wende zu Gunsten der Lilien, als er per Eckball die Führung durch Aleksandar Vukotic vorbereitete.
Es gibt verschiedene Gründe, wieso es bei Duijvestijn noch nicht so läuft wie erhofft: Neben der fehlenden Ernsthaftigkeit, wie sie gegen Kaiserslautern durchschimmerte, muss sich der Niederländer auch noch an die Körperlichkeit gewöhnen – ein Problem, das beispielsweise auch sein Landsmann Ibrahim El Kadiri hatte.
Hinzu kommt, dass sich Duijvestijn in den ersten Spielen etwas weiter zurückfallen ließ und häufiger eher auf der Achter- als auf der angedachten Zehnerposition spielte, auf der er eigentlich den nach Wolfsburg abgewanderten Fraser Hornby ersetzen sollte.
Richter sorgt für zusätzliche Konkurrenz
Was der Fairness halber bei solchen Vergleichen erwähnt werden muss: Vorgänger Hornby brauchte – auch verletzungsbedingt – mehr als ein Jahr, bis ihm sein erster Scorerpunkt gelang. Duijvestin hat inklusive Pokal bereits jetzt drei Assists und ein Tor auf dem Konto.
Nicht unbedingt einfacher ist es für Duijvestijn zudem geworden, seit die Lilien Marco Richter zurückgeholt haben. Damit gibt es einen weiteren Konkurrenten für eine Platz im Mittelfeld. Aber womöglich findet er doch seinen Platz im offensiven Mittelfeld.
Denn gerade im Zusammenspiel mit seinem Landsmann Smit klappt es bisweilen recht gut – etwa im Pokal gegen Jena oder im Test gegen San Antonio. Sogar gegen Cottbus kam der bis dahin ausgesprochen blasse Smit etwas besser ins Spiel, nachdem Duijvestijn eingewechselt worden war. Der Eingewechselte bekam danach dann auch ein Extra-Lob vom Coach – wobei dieser allerdings im gleichen Atemzug auch Konkurrent Richter lobte.
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Mehr zu Lance Duijvestijn gibt es hier in unserem Lilien-Album.
Bildquellen
- SVD-elv-2026-27-blog-0076: Arthur Schönbein





