Skip to main content
  • Kunz_Mahnke
  • Viiermann_Immobilien_No_Head

Die aktuelle sportliche Situation ist schlecht – das konnte und wollte Vereinspräsident Markus Pfitzner bei der Mitgliederversammlung des SV Darmstadt 98 am Dienstagabend nicht verhehlen. Zwei Tage nach dem blutleeren Auftritt beim 0:4 in Karlsruhe sprach Pfitzner dennoch das „vollste Vertrauen“ des Präsidiums für Trainer und Sportchef aus.

„Wir haben im Frühsommer mit Florian Kohfeldt und Paul Fernie verlängert, weil wir davon hundertprozentig überzeugt waren“, sagte Pfitzner. Diese Überzeugung bestehe weiter. „Es ist unsere Aufgabe als Präsidium und Geschäftsführung, hier Ruhe zu bewahren.“

Mit dieser Politik der ruhigen Hand sind die Lilien in den vergangenen Jahren meist gut gefahren – gerade in schwierigen Zeiten unter den Trainern Dimitrios Grammozis und Markus Anfang oder in großen Teilen während der Amtszeit von Torsten Lieberknecht. Doch auch Pfitzner, der seit einem Jahr Präsident ist und davor rund 15 Jahre Vizepräsident war, kennt die Mechanismen des Marktes, die zuletzt dann auch bei Lieberknecht griffen.

Pfitzner beschwört Geschlossenheit

Vor diesem Hintergrund beschwor Pfitzner auch die Geschlossenheit im Verein. „Wir sind auf einer Achterbahnfahrt. Wir haben ein tolles Spiel gegen Cottbus erlebt, wir haben danach einen Totalabsturz im Karlsruher erlebt und wir wissen, dass wir in drei Tagen die Chance haben, zusammen mit euch allen ein Heimspiel zu gewinnen“, sagte er mit Blick auf die Partie am Freitagabend am Böllenfalltor gegen Bundesliga-Absteiger.

„Wir können die Momentaufnahme nicht wegdiskutieren: Wir sind aktuell auf einem schlechten Tabellenplatz“, sagte der Lilien-Präsident. „Aber wir haben alle Möglichkeiten, alle Chancen und sind auch davon überzeugt, dass wir das Potenzial haben, diesen Kurs zu korrigieren.“

Petkovic trotz Kritik in den Verwaltungsrat gewählt

Letztlich gelang es dem Präsidium, den Abend weitgehend harmonisch zu gestalten – den jüngsten Pöbeleien im Netz zum Trotz. Dazu trug auch bei, dass die Ausbaupläne des Stadions langsam Gestalt annehmen (->) und Fabian Holland zum Ehrenspielführer ernannt wurde (->).

Die Wahl von Ex-Tennisspielerin Andrea Petkovic in den Verwaltungsrat war einer der ganz wenigen Tagesordnungspunkte, bei denen es etwas Kritik gab – unter anderem, weil sich diese in der Vergangenheit als Fan von Eintracht Frankfurt (->) geoutet hatte. Am Ende wurde jedoch auch das Gremium geschlossen mit einem klaren Ergebnis gewählt.

Euch ist ein Fehler aufgefallen? Dann lasst es uns hier per Mail (->) wissen.

Bildquellen

  • IMG_5266-1: Stephan Köhnlein

11 Kommentare

  • Olifa sagt:

    Aber irgendwer sagte einmal, wenn man dem Trainer erst einmal das Vertrauen ausspricht, ist es nicht mehr weit hin.

  • Ottmar sagt:

    Es war gestern alles auch sehr geschickt vom Prâsidium aufgebaut: Ne ellenlange Tagesordnung,( bei der man am Ende auch einfach zu abgeschlafft war um noch mal ein Fass mit Kritik aufzumachen sd einfach nur. heim wollte, )das permanente Insistieren auf „wir schaffen das gemeinsam“… wir sind der festen Überzeugung“, alles war so aufgebaut dass Kritik von vornherein keine Chance hatte, das Volk war vielmehr dazu eingeladen den Applaudierhansel zu spielen. Was es ja auch voller Inbrunst gemacht hat. Und in einer solchen „Was-sind-wir-so-toll“ Atmosphäre kritische Worte ( oder pöbelnde – wie Kritisches hier im Blog ja gerne abgetan wird) zu äußern, da fehlte mir ehrlich gesagt der Mut und die Energie . Und wozu auch? Es geht ja doch alles seinen Weg,den Weg der Granden auf dem Podium.
    Bezeichnend die Reaktion des Präsidiums auf die versteckte,aber durchaus hörbare Kritik eines Mitgliedes an der Zusammensetzung des Verwaltungsrates. Die höchst prâsidiale Reaktion kann man so zusammenfassen: „Herzlichen Dank für deine Äusserung,liebes Mitglied,aber wir machen das wie Wir es wollen und für richtig befinden, bitte setzen“
    Wieso da noch mal kritisch zu hinterfragen wieso Nick der ja genau das verkörpert was laut Prâsidium gebraucht wird ( Lilien DNA,Verbindungen in interessante pot Sponsorenpools, etc) und der schon öfter signalisiert hat seine Erfahrungen und Kontakte zum Wohle der Lilien einzubringen,wieso also ein Nick einfach keine Chance hat in eine Position zu kommen in der er mitreden kann, wieso diese Anfrage stellen..wenn das dann doch vom Prâsidium abgebügelt und man sich einem möglichen Pfeifkonzert auszusetzen Gefahr lâuft?

    • Olifa sagt:

      Danke Ottmar, dass ist ein Kommentar der dem Fan und Anhänger des Vereins aus der Seele spricht. Sehr schön zu lesen…

    • Stephan Köhnlein sagt:

      Lieber Ottmar,
      das klingt so, als hätte man Dich und die anderen, die hellsichtiger sind als die Masse, bewusst klein gehalten und mit einer langen Tagesordnung auch noch so müde gemacht, dass man dann keine Kritik mehr äußern konnte/wollte.
      Doch: Es wurde niemand gezwungen, sich zum „Applaudierhansel“ zu machen (übrigens ein sehr abschätziger Ausdruck) – ebenso wenige wie niemandem das Wort verboten wurde.
      Wo war der hör- und sichtbare Protest? Ich habe in den vergangenen zehn Jahren so oft vor den MVs gelesen und gehört, dass es so nicht weitergehen könne und dass man dem Präsidium jetzt aber wirklich mal die Meinung sagen müsse. Eine nennenswerte Konfrontation in der Realität der MV habe ich dann nie erlebt.
      Die Kritik zum Verwaltungsrat wurde gestern geäußert, aber am Ende haben die stimmberechtigten Mitglieder ohne Zwang und mit überwältigender Mehrheit (ich meine, es waren nur sechs oder sieben Gegenstimmen) für den Verwaltungsrat gestimmt.
      So ist eben Demokratie. Ich finde, das sollte man respektieren, auch wenn man eine andere Meinung als die Mehrheit vertritt. Oder zumindest selbst zur richtigen Zeit und am richtigen Ort seine eigene Stimme erheben.

      • Ottmar sagt:

        Lieber @Stefan,
        warum ich meine Stimme nicht erhoben habe,glaube ich deutlich kundgetan zu haben. Und ich kann und will nichts anderes schreiben als das was ich empfand,sowohl in Sachen Tagesordnung wie auch beim Applaudiergehabe. Und natürlich respektiere ich auch das Ergebnis von Abstimmungen,als Demokrat durch und durch erst recht. Aber interessant war dass die Verwaltungsratsabstimmung incl. Enthaltungen wue „umstrittenste“Abstimmung des Abends war( wenn man das so bei insgesamt glaub ich 16 Nicht Ja Stimmen so sagen kann 😂)

  • Willy Weber sagt:

    Danke für den Bericht!

    „Letztlich gelang es dem Präsidium, den Abend weitgehend harmonisch zu gestalten – den jüngsten Pöbeleien im Netz zum Trotz.“
    Scheint ja so, als ob die lauten Stimmen der Kritik auf der Sitzung verstummt seien. Auch im Podcast der Heinerstube hieß es „Es muss jetzt was passieren. Irgendwas muss sich ändern“. Und die Message war deutlich, dass ein Trainerwechsel befürwortet wurde. Interessant, dass es dann so harmonisch war. Aber was soll man auch sagen, wenn das Präsidium noch auf Stabilität setzen will. Ist ja eigentlich an sich nichts verwerfliches, keine Kurzsschlusshandlung treffen zu wollen – vor allem kurz vor der Mitgliederversammlung.

    Dann schauen wir mal, wie lange das noch gut geht. Ich hoffe natürlich auf die Wende, auch wenn ich nicht wirklich dran glaube und mir unsicher bin, ob unser Präsidium, Kohfeldt oder Fernie selbst dran glauben. LG

  • lilie sagt:

    Gestern wurde mitgeteilt das 2/3 der Transfereinnahmen wieder reinvestiert wurden.
    Kennt da jemand die Zusammenhänge?

    • Jürgen sagt:

      Das Wirtschaftsjahr des Vereins endete, soweit ich weiß, vor dem Beginn der Transferperiode. Diese 2/3 beziehen sich also nicht auf die aktuellen Transfererlöse.

      • Willy Weber sagt:

        „Mit Blick auf die Rekord-Ablösesummen von mehr als zehn Millionen Euro in diesem Sommer für Spieler wie Isac Lidberg, Fraser Hornby oder Killian Corredor erklärte Präsident Markus Pfitzner, man werde rund zwei Drittel der Erlöse in den sportlichen Bereich investieren.“

      • Lilie sagt:

        Wenn es so gemeint ist macht es Sinn. Danke für die Info.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.